wer will noch, wer hat noch nicht?

Noch rund 25 Stunden Zeit sich für das Gewinnspiel einzutragen. Nananana?

ideenlos

Also. Ähm. Ich hab keine Ahnung. Schon jetzt haben mich Tante und zwei Omas gefragt, wie es denn mit den Geschenken für das Tochterkind ausschaut. Da wären ja Weihnachten und eine Woche drauf Geburtstag. Das Tochterkind wird dann 2 Jahre alt (bloßnichtgenauerdarübernachdenken). Tja. Ich weiß es nicht. Ich habe einfach keine Idee. Spielzeug hat das Kindlein meines Erachtens genug. Das ein oder andre darf noch dazu kommen. Ein zweites Puzzle vielleicht. Und Puppengeschirr, weil sie in der KiTa so gerne damit spielt und wir zu Hause das spielfähige Plastikgeschirr schlicht brauchen und es darum nicht zum Spielen entbehren können (diese Punkte sind übrigens schon vergeben, also fragt erst gar nicht).

Ich hätte gerne ein Laufrad für das Kind. (schon vergeben)
Ich könnte mir aber auch vorstellen, dass das Tochterkind ganz entzückt von einer Spielküche wäre. Die wollte ich zwar selber bauen, basteln und schenken, lass es nun aber bleiben. Bedeutet weniger Spaß Arbeit für mich und eine Geschenkauswahl mehr. Juchu! (war also vergeben, stände nun aber wieder „zur Verfügung“..)

Das ist doch krank.

Und sonst? Ich weiß es nicht. Ich finde wirklich, das Tochterkind hat genug.

Und deshalb wird es höchste Zeit sich umzuorientieren. Sicher hat man immer noch das ein oder andre „praktische“ Geschenk im Hinterkopf. Aber die werden nur halb so gerne geschenkt. Schließlich ist es ja nicht direkt fürs Kind (natürlich ist es direkt fürs Kind – glauben Sie etwa, dass ich das Lätzchen zum Essen anziehe!? Wobei man manchmal in der Tat das Gefühl bekommen könnte, dass ich ein Lätzchen ebenso nötig habe wie die Tochter. Aber das heisst doch nicht, dass ich wirklich eins anziehe…)

Also. Wir bräuchten z.B. noch einen (Ersatz)Schlafsack für den Winter. Und Regen/Matschklamotten ab Größe 92. Gummistiefel vielleicht (23). Unterwäsche. Schlafanzüge ab 86. Eine gefütterte Jeans in 80 wär noch fein. Eine Kindergartentasche wäre was. Und wir brauchen noch so eine Sitzunterlage (so runde Dinger aus Schaumstoff, damit der Po im Winter nicht auf dem Boden festfriert). Ich hätte gerne eine homöopathische Hausapotheke für das Tochterkind (und schließlich liegt doch gerade der lieben Verwandtschaft viel an der Gesundheit des Kindes, oder nicht?). Und dann stünde bald noch die nächste Anschaffung an: das Bett. Und dazu bräuchte es noch eine Matratze und ein Lattenrost..
Und dann wären da ja noch so ganz banale Dinge, wie ein paar (ausrangierte) Schüsselchen, Siebe, Kochlöffel, aber auch Hüte, Kleidung, Schals, Tüchter – Dinge, die im Schrank rumfliegen, aber sowieso nie getragen werden eben. Ähm ja. Vielleicht keine typischen Geschenke.. aber dadurch sind sie ja nicht weniger Geschenke.

Oder hat irgendwer andre Vorschläge?

Größenwahn

Es ist ja nicht so, dass ich nicht schon genug zu tun hätte. Sicher, ich bin selbst Schuld, dass hier dieses Semester so viel anfällt. Aus den beiden vorangegangenen Semestern schleppe ich noch 3 Klausuren mit mir mit, zu denen ich zwar jeweils meine Zulassung habe, zur Klausur an sich aber nicht angetreten bin. Abgeschlossen ist das Modul aber erst nach Bestehen der jeweiligen Modulabschlussklausur. So. Da wären also noch die Klausuren zu Einführung in die Wirtschaftswissenschaften, Externes Rechnungswesen und Deutsches und Europäisches Verfassungsrecht. Von letzterem habe ich übrigens regelmäßig Albträume.

Aktuell habe ich drei Module belegt, nämlich BGB II, Arbeitsvertragsrecht und Strafrecht. Zu denen schreibe ich also auch artig meine Einsendearbeiten (bei Bestehen stellen sie die Klausurzulassung dar) und mal abgesehen davon, dass ich in paar Tagen gleich 3 Gutachten abzugeben habe und 2 Wochen später direkt 2 weitere… komme ich sogar ganz gut voran.

Wer nun mitgezählt hat wird festgestellt haben, dass ich am Ende von diesem Semester rein theoretisch sechs Modulabschlussklausuren zu schreiben hätte. Sechs. Und das, obwohl ich eigentlich nur Teilzeitstudentin bin (das Tochterkind hat ja nur halbtags den KiTaPlatz). Ähm. Irre? Ein klitzekleines bisschen vielleicht. Und ziemlich sicher absolut unmöglich. Ich bin wirklich gespannt, wieviele Klausuren ich am Ende tatsächlich schreibe (und bestehe).

So. Aber das reicht mir ja nicht. Für dieses Semester ist es zwar zu spät, aber für kommendes würde ich mich aktuell gerne in… ähm.. drei weitere Studiengänge einschreiben lassen wollen. Drei? Ja. Und in einen Sprachkurs. Ich würde nämlich gerne mindestens noch den Bachelor in Wirtschaftswissenschaften machen. Und dann interessiert mich noch der Zusatzstudiengang Japanisches Recht. Richtig abartig aber ist, dass ich mich für Psychologie interessiere. Bisher habe ich Psychologie nämlich kategorisch abgelehnt. Blödes Blabla oder so. Aber ein paar Dinge sind sehr wohl interessant.. und naja.. so zum Reinschnuppern wenigstens? Und Japanisch will ich sowieso schon ewig lernen.

Ich geh dann also mal ne Mail an den Schöpfer der Zeit schreiben. Vielleicht macht er aus dem viel-zu-kurzen-24-Stunden-Tag einen angemessen-langen-48-Stunden-Tag oder so. Andrerseits würde es möglicherweise schon helfen einfach mal ne kalte Dusche zu nehmen.

(Ach und BGB I habe ich übrigens bestanden – zwar knapp (mit 3,7), aber bestanden.)

Gewinnspiel…. korrektur

Also. Ähm. Wegen der Sache mit dem Gewinnspiel hier. Ich weiß auch nicht. Ich muss ein bisschen blöd gewesen sein. Oder high. Oder auf Kaffee-Entzug (das wirds sein!). Die ganze Zeit rede ich von einem Fotokalender, dabei meinte ich eigentlich ein Fotobuch.

Es tut mir leid, leid, leid. Aaaah! Wer gerade daran kein Interesse hat, der ähm.. möge doch hier noch mal kurz Bescheid geben, dessen Kommentar lösche ich unten grad wieder raus. *argh*

Sorry.

Ich. Idiot. Ich.

Edit: Und ja, den ersten Beitrag habe ich inzwischen editiert. ;)

Fotobuch-Gewinnspiel

Nun. Ähm. Ja. Also auch hier mal ein Gewinnspiel. Vielleicht haben Sie es ja schon bei Frau Kathy gelesen? Ähnliches gibt es nun hier noch mal. Wer dort kein Glück hatte, kann es ja gerne noch einmal hier versuchen ;)

Für die Unwissenden:

Photobox stellt 5 Gutscheine für einen Fotobuch zur Verfügung, die ihr an dieser Stelle nun gewinnen könnt! :) Der Gutschein umfasst einen Fotobuch Prestige im Wert von je 34,90 €, also 26 Seiten. Selbst muss man lediglich für Versand in Höhe von 4,90 € aufkommen (also ein Witz).

Angesichts der Tatsache wie begeistert sich die werte Verwandtschaft am Wochenende auf das eine bereits existierende Fotobuch der Tochter gestürzt haben, kann ich nur sagen: es kommt super an. Und auch wenn es noch knapp 2 Monate bis Weihnachten sind… die Zeit geht schneller rum als den meisten lieb ist…….

Na? Interesse? Wunderbar! Ein kurzer Kommentar hier genügt!
(Ich habe mir ein paar Tage lang den Kopf zerbrochen, ob ich hier noch ein „echtes“ Gewinnspiel reinstelle, aber für sowas fehlen mir die guten Ideen. Örks. Jetzt also die einfachste Variante.).

Alle Kommentare bis einschließlich 11.11.2009 um 23.59Uhr werden berücksichtigt. Am Tag darauf lose ich die glücklichen Gewinner aus. Oder das Tochterkind. Mal sehen.

Viel Erfolg! :)

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Im Kreise der Familie wird das Tochterkind meist über alle Maße gelobt. Es ist schon fast beeindruckend, für was man ein Kind alles loben kann. Nun ja. Fairerweise muss man sagen, dass die Familie das Tochterkind – ich erwähnte das – recht selten sieht und die Sprünge dementsprechend riesig sind. Was für uns also schon völlig normal ist, kann bei der Verwandtschaft regelrechte Begeisterungsstürme auslösen. Und so wurde das Kindlein am Wochenende für praktisch jedes Grunzen, jedes Augenzwinkern und jede Fingerkrümmung gelobt. Wie niedlich sich das anhöre! Oh und wie pfiffig das aussähe! Und wie geschickt sie das mache!
Hätte das Tochterkind unter irgendwelchen Komplexen gelitten, so wären diese in den 2 Tagen restlos ausradiert worden. Ganz sicher.

Und man hört es gern. Zu gern vielleicht. Natürlich weiß eine Mutter, dass das eigene Kind einfach ein wunderbares Kind ist. Jede Mutter weiß das. Aber trotzdem ist es schön, das auch von andrer Seite aus bestätigt zu hören. Zumal man den lobenden Worten für das Kind auch durchaus ein Lob an einen selbst heraushören kann. Immerhin hat man nicht unwesentlich zu diesem Menschlein beigetragen (jedenfalls auf biologischer Ebene ist das wohl unbestreitbar, die erzieherische lasse ich außenvor).

Umso schmerzlicher ist es für eine Mutter, wenn man das Gefühl bekommt, dass alle anwesenden Kinder gelobt werden – bis auf das eigene. Das Gefühl mag blöd sein. Eine Mutter müsste doch wissen, dass ihre Kinder ganz wunderbare Kinder sind und eigentlich darauf pfeifen, ob das nun besonders erwähnt wird oder nicht. Die Kinder sind auch ohne jede Erwähnung wunderbar, natürlich. Aber es tut trotzdem weh. In dem Maße wie sich Mütter über ein Lob für das Kind freuen, im gleichen Maße schmerzt es, wenn sie glauben das Kind hätte eines verdient, aber niemand bermerke es.

Und darum.
Du hast wundervolle Kinder. Bezaubernd sind sie und wahnsinnig clever. Du bist ganz zu Recht stolz auf sie.
Nur damit das klar ist.

Familienbande

Familie zu haben, Familie zu sein und eben auch Zeit mit eben dieser Familie verbringen – all das schätzte und schätze ich noch heute sehr. Meine Familie war zwar immer klein, hielt dafür aber umso stärker zusammen. Trotzdem sah man sich nur selten. Die Familie meines Vaters sammelte sich bei Koblenz, die meiner Mutter in Breslau. Meine Eltern und ich bildeten noch mal einen Punkt abseits davon und mussten bei Besuchen zu meinen Großeltern väterlicherseits rund 200km zurücklegen, zu meinen Verwandten seitens meiner Mutter ganze 800km. Man traf sich also nicht mal eben so, Besuche mussten stets geplant, mehrere Tage vorher angekündigt und im Falle eines Besuchs in Polen sogar mehrere Wochen eher gebucht werden. Ein Umstand, der Spontanität praktisch unmöglich, auf der andren Seite die Besuche zu etwas ganz Besonderem werden ließ.

Zu meinen Großeltern (väterlicherseits) pflegte ich als Kind trotz der Entfernung eine sehr enge Beziehung – im Vergleich zu der restlichen Familie wohnten sie schließlich um die Ecke. Bis zur Pubertät verbrachte ich wohl fast meine gesamten Ferienzeit in dem 4000-Seelen-Dorf und wenn meine Eltern mich am Ende abholen kamen, heulte ich Rotz und Wasser und wollte meine Großeltern partout nicht verlassen.
Ich empfand es als pure Qual die geliebte Oma und den ebenso geliebten Opa nur alle Lichtjahre zu sehen – die Zeitrechnung eines Kindes ist eben eine andere als die eines Erwachsenen.

Zu meinen Großeltern in Polen dagegen hatte ich in der Kindheit praktisch gar keinen Bezug. Unzählige Male sah ich meine Oma gefühlt zum ersten Mal, unzählige Male wurde ich gedrückt und geknutscht und fand es unangenehm, weil mir all die Personen so fremd waren. Auch diese Situation war ziemlich unschön, wenn auch aus anderen Gründen.

Ich erinnere mich lebhaft daran, wie neidisch ich war, wenn meine Freundinnen von ihren Großeltern von der Schule abgeholt wurden. Oder wenn sie erzählten, dass sie heute bei der Oma Mittag essen und Hausaufgaben machen würden. Oder wie schön es mit dem Opa am Wochenende auf dem Spielplatz war. Sehr neidisch. Das alles konnte ich nie und das wurde mir in so Momenten ziemlich schmerzlich bewusst.

Wenn ich mir meine Familie heute anschaue, dann mit einem äußerst unguten Gefühl. Inzwischen ist aus meiner kleinen Familie eine ziemlich große Familie geworden. Mit der Heirat und der Geburt der Tochter wuchs sie quasi auf das Doppelte. Geändert hat sich dadurch aber leider nichts. Im Gegenteil. Nach wie vor ist die Familie in ganz Deutschland verteilt, genau genommen sogar auf der ganzen Welt. Jetzt haben wir neben Koblenz und Breslau auch noch Erfurt, Braunschweig, Hamburg, Stuttgart, Mannheim und Canada im Angebot. Wir selbst haben uns relativ mittig bei Frankfurt angesiedelt. Meine Mutter wohnt mit gut 100km noch am nähesten, dann sind es 200, 300 oder auch 600km zu der lieben Verwandtschaft und nun sehe ich auf meine Tochter das zukommen, was ich selbst als Kind so traurig fand. Und es gefällt mir nicht. Ü-ber-haupt nicht.

Manch einer mag vielleicht ganz froh sein, dass ihn und seine Verwandten – vor allem die der Schwiegerseite – mehrere hunderte Kilometer trennen. Hier ist dem aber gar nicht so. Sowohl mein Mann als auch ich haben zur eigenen und insbesondere zur jeweiligen Schwiegerfamilie ein ausgesprochen gutes Verhältnis. Mit der Heirat haben der Gatte und ich tatsächlich eine Schwiegerfamilie gewonnen und keinen Haufen fremder Menschen, die einem nichts bedeuten und man selbst ihnen auch nicht. Umso ärgerlicher, dass häufigeren Besuchen nur die Entfernung entgegensteht.

Bitter finde ich es, wenn man Besuche nach Jahren berechnet und nicht wenigstens nach Wochen. Wenn ich darüber nachdenke, dass das Tochterkind ihre Oma (väterlicherseits) bisher gerade 5 Mal (2,5/Jahr) gesehen hat, die Urgroßoma nur 3 Mal (1,5/Jahr) und ich auch die Besuche bei den Opas, Onkels und Tanten jeweils an einer Hand abzählen kann, dann wird es mir richtig schwer ums Herz.
Das Tochterkind ist nun 21 Monate alt und mit jedem Tag erinnert sie sich besser an die Menschen, die ihr begegnen. Trotzdem ist meine Mutter die einzige Verwandte, die das Tochterkind erkennt, an all die andren lieben Omas, Opas, Tanten und Onkel erinnert sie sich eher nicht. Vielleicht noch an ihre Cousine (3J.). Kinder haben bei der Tochter einen gewissen Wiedererkennungsbonus, glaube ich. Sicher, irgendwann kommt die Zeit, da wird sie sich an die ganze Familie erinnern können, öfter sehen wird sie sie dadurch trotzdem nicht.

Einen Moment lang stand es mal zur Diskussion mit der Oma (in dem Fall meine Mutter) zusammenzuziehen. Nicht direkt in die gleiche Wohnung, aber wenigstens in die gleiche Gegend, idealerweise ins gleiche Haus. Daraus wird vorerst aber leider nichts. Für die Zukunft würde ich mir sowas allerdings wirklich wünschen. Wenn ich das Tochterkind beobachte, wie sehr sie schon jetzt auf ihre Oma fixiert ist, wie sehr sie sich auf den Besuch der Oma freut und mit welch einem Strahlen sie der Oma in die Arme rennt, dann ist das für mich ein klares Zeichen dafür, dass die Oma dem Tochterkind gut tut. Sowieso glaube ich, dass Kinder von einer großen Familie nur profitieren, ebenso wie sie allgemein von Kontakten zu andren Menschen profitieren, nur dass die Familie noch mal was anderes ist.

Großes Glück haben wir allerdings dahingehend, dass der Wunsch die Familie zu sehen nicht nur bei uns vorhanden ist. Meine Schwiegerfamielie hält sehr eng zusammen und trotz der Entfernungen bemüht sich der größte Teil sehr darum, die anderen wenigstens regelmäßig – wenn schon selten – zu sehen.

Trotzdem. Ich würde es mir anders wünschen. Ein bisschen Hoffnung besteht ja noch. Dann nämlich, wenn auch meine Mutter endlich aus dem viel zu großen Haus (mein Elternhaus) auszieht, dann könnte es sich vielleicht ergeben, dass die Oma in unsre Nähe zieht. Ich glaube, das Tochterkind wäre begeistert. Und auch ich fände es ganz wunderbarst. Nun ja. Es bleibt abzuwarten.

Zwergengrammatik

Heute Kapitel 1: Die Possesivpronomen.

Das Kind lässt neuerdings nämlich öfter etwas der folgenden Art verlauten:

Nei, Mama! Mei bod!

Als wenn ich ihr dieses in Spucke eingelegte, zerknautschte und zerrupfte Klümpchen Brot wegnehmen wollen würde…

Und morgen melde ich sie in der Schule an.

Herbst

herbst01
(Was bin ich dankbar für diesen Gemeinschaftsgarten!)

Schuhhorror.

Uns Frauen wird ja gerne unterstellt, dass wir kaufsüchtig seien. Besonders an Schuhläden ließe sich das weibliche Geschlecht nur mit Müh und Not vorbeizerrenziehen.

Werte Herren, es gibt auch Frauen, die anders ticken.

Minifrauen zum Beispiel. Minifrauen finden Schuhe kaufen nämlich richtig blöde. Es wäre interessant zu wissen, wann und aus welchem Grund sich das in vielen Fällen ins Gegenteil wandelt, aber beim Kauf der ersten 316 Paar Schuhe sind Minifrauen überhaupt nicht kooperativ. Ü-ber-haupt-nicht.

Letzten Samstag starteten wir nämlich – naiv wie wir manchmal sind – den Versuch eines entspannten Schuhkaufs. Ich brauche wohl nicht zu erwähnen, dass wir kläglich gescheitert sind? Überhaupt scheinen Samstage Schuhkauftage zu sein. Der Laden war so voll, dass man für einen Hocker beinahe anstehen musste. Wer den  Laden zum ersten Mal betrat und die Kinderabteilung suchte, musste darüber hinaus nur seinem Gehör folgen: der Teil des Laden, aus dem Heulen, Kreischen und Fluchen nicht zu überhören waren, war selbstverständlich die Kinderschuhabteilung. Denn jeder, der sich in dieser Abteilung aufhielt, tat es: heulen, kreischen oder fluchen. Wir waren beeindurckt ob der Geduld und den starken Nerven der Verkäuferinnen.

Das Tochterkind machte den Minimenschen alle Ehre. Sie schrie, sie wand sich und wollte partout keinen Schuh anprobieren. Aber mit Gewalt geht alles.

Trotzdem muss ich sagen, dass dieses Szenario nicht das erschreckendste war. So richtig verschlug es mir erst die Sprache als mein Blick auf das Preisschild fiel. Pervers ist das, ehrlich. Dabei ist es nicht mal so, dass mir der Preis an sich dermaßen die Sprache verschlägt, vielmehr ist es so, dass es mir die Kehle zuschnürrt, sobald ich darüber nachdenke, für wie lange ich so viel Geld ausgebe.  So ein Kind.. so ein Kind trägt einen Schuh gerade mal 3 Monate und somit oft genug nicht mal eine einzige Saison durch. Es kommt nicht selten vor, dass der kindliche Fuß ausgerechnet mitten in der Wintersaison einem ausgeprägten Wachstumsschub unterlegen ist und man von einem Tag auf den anderen einen neuen Winterschuh in der nächstgrößeren Größe benötigt. Das tut dann gleich 4x weh, weil man doppelt zahlt, das Kind den Schuh aber nur halb so lange trägt.

Trotz lautstarkem Protest und schwindelerregenden Preisen kommt man letztendlich aber nicht drumrum und so ist das Tochterkind nun stolze Besitzerin diesen Schuhs. Immerhin haben wir gut 20 Euro weniger bezahlen müssen als in diesem Internetshop. Dafür brüllt das Kind immer noch, wenn man ihr den Schuh anziehen will.

Mir grauts ein wenig vor dem nächsten Schuhkauf.

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