So richtig. Fräulein hat ja nun ihren eigenen Kopf und jetzt muss bitteschön die Mama her, wenn irgendwas nicht in Ordnung ist, Papa ist dagegen völlig out. Wenn die Tochter gut drauf ist (zumindest in meinen Augen), wird sie beim Papa neuerdings immer recht schnell knatschig. Irgendwann ist dann genug, Kindele fängt an zu brüllen und im Prinzip kann nur noch ich sie wieder beruhigen. Deprimierend. Sowohl für den Papa als auch für mich. Warum der Papa das nicht so gerne hat, ist ja wohl klar. Das Gefühl abgelehnt zu werden ist fies, richtig fies. Für mich bedeutet das, dass ich mehr gefordert bin. Wenn es um die abendliche Fütterung geht beispielsweise.. vor paar Wochen war es absolut kein Problem, da hat der Papa die ohne Probleme übernehmen können und jetzt? Ähm ja… Erst wird das ganze Haus zusammengebrüllt und im Endeffekt fütter doch ich sie. Wie zum Teufel wird man damit nur fertig? Ich hätte es eigentlich gerne so, dass die Tochter sich bitte an zwei Bezugspersonen gewöhnt. Der Papa ist zur Abendfütterung ja auch immer zu Hause, d.h. er kann sie regelmäßig übernehmen (um eben der geforderten Routine gerecht zu werden), aber zur Zeit stellt sich die Tochter da quer. Sie nimmt die Flasche nicht richtig, verschluckt sich dann, fängt an zu heulen. Der Papa versucht sie zu beruhigen, Kindele schreit weiter. Und den Papa verlässt der Mut, die Motivation, die Freude. Ein blöder Teufelskreis… wie kommen wir da nur wieder raus?
Vorgestern konnte ich einfach nicht zuschauen, wie bitterlich die Tochter weint und hab dem Papa das Kind förmlich aus dem Arm gerissen und die Sache selbst übernommen. Das Verhalten ist natürlich Mist, wirkt als ob ich den Papa für völlig inkonpetent halte. Stimmt natürlich überhaupt nicht, er ist dem Kind ein hervorragender Vater! Mein Opa hat das am Montag auch bemerkt als er meinte, ich hätte ein gutes Auge dafür gehabt einen liebevollen Vater und Ehemann für meine künftige Familie zu finden. Jedenfalls muss ich mich in der Hinsicht zurücknehmen.
Gestern habe ich es also anders probiert – den Schatz agieren zu lassen, wie er es für richtig hält. So gesehen hat er auch alles „richtig“ gemacht, die Tochter war trotzdem am Brüllen… Nach etwa ner 3/4 Stunde bin ich dann doch eingeschritten (der Papa wusste sich einfach nicht mehr zu helfen) und bei mir war das Füttern und Schlafen gehen kein Problem.
Ich finde das FURCHTBAR! *fluch*
Kinde, reiss dich zusammen, das kann doch so nicht weitergehen!!!
sie wird nun wählerisch…
15. Mai 2008 um 2:05 (entwickelt, mama, papa, tochter)
Sooo nicht, Fräulein!
15. Mai 2008 um 12:16 (entwickelt, tochter)
Gestern hat Mami das erste mal den mahnenden Ton angeschlagen. Mir schien, dass die Tochter für einen kurzen Moment richtig verwirrt war. Ob ihr die Veränderung in meiner Stimme aufgefallen ist? Jedenfalls ist nun mehr oder weniger offziell die Phase rum in der ich ihr alles hab durchgehen lassen. So nach und nach bekomme ich den Eindruck als würde sie nun öfter auch bewusst handeln. Ich glaube, sie weiß mittlerweile ganz genau, wie sie meine Aufmerksamkeit erregen kann und nutzt ihr Wissen auch gerne mal aus..
Jetzt also auch mal ein mahnendes „Nein, A“. Die Bedeutung des Wortes „Nein“ wird sie zwar noch nicht verstehen, ist mir auch klar, aber ich denke, dass sie sehr wohl erkennt, dass sich der Ton verändert hat und nicht mehr so freundlich klingt wie beispielsweise bei einem Lob.
Eben ist Maus aufgewacht – nach gerade mal 20min Mittagsschlaf. Sie muss ja keine 3 Stunden schlafen wie neulich, aber so eine Stunde sollte schon drin sein.. Maus am quäken, will raus, Mami aber blieb standhaf.. Schnuller paar mal gegeben, kurz den Fön angemacht (ich musste wirklich Haare fönen) und siehe da, Kind pennt. Vonwegen sie war schon wieder munter.. wer so schnell wieder einpennt kann nicht wirklich munter gewesen sein….. nenene, nicht mir mir, mein Fräulein!

