… hatten Mama und Papa gestern etwa 4 Stunden. Der Papa hat von mir zu Ostern Eintrittskarten für Explosions in the Sky bekommen und das Konzert war gestern. Mit dem Kindlein also zur Oma gefahren, die Kleine dort schlafen gelegt, mal eben für 4 Stunden verschwunden und die Tochter hat nichts mitbekommen. Schön, dass sowas dank williger Babysitter möglich ist, denn der Papa und ich haben diese Auszeit wirklich genossen. Das Kindlein geht zwar immer gegen 19h schlafen und wir haben dann „Freizeit“, aber es ist eben doch noch mal was anderes. Allerdings ist mir aufgefallen, dass mir diese Zeit nicht fehlt. Ich sitze also nicht zu Hause, die Tochter auf dem Arm und wünsche mich weg. Ü-ber-haupt-nicht! Ich vermisse die babyfreien Zeiten einfach nicht, vielmehr genieße ich die babyreichen
Aber dennoch war es schön mit dem Papa mal wieder auszugehen. Ja… schööön. Seit Töchterchens Geburt waren wir 2x aus – gestern und einmal Anfang Februar. Das klingt so wenig! Zumindest wenn ich es damit vergleiche, wie oft wir vorher ausgegangen sind.. ich hab mich ja sowieso gerne ausgetobt und der Papa.. naja, der musste eben mit.. *g* Und nun ist alles so ganz anders.. und es ist gut so
Babyfrei
23. Mai 2008 um 3:10 (mama, papa)
Bloggen
23. Mai 2008 um 1:29 (blogblabla, mama)
Den Link zum Test hier gefunden, Fragen beantwortet und dieses Ergebnis kam heraus:
How Addicted to Blogging Are You?
You are 70% addicted to blogging!
Sollte ich mir Sorgen machen? Neee… solange wir die 100% noch nicht erreichen ist alles im grünen Bereich.
Bloggen. Das Thema ‘Bloggen’ an sich wird ja gerade in diversen anderen Blogs heiß diskutiert und veranlasst mich dazu doch einmal etwas beizusteuern. Als erstes kam mir dabei die Frage in den Sinn, warum man eigentlich bloggt, denn darin zeigt sich, finde ich, schon so einiges.
Ich für meinen Teil habe aus einem einzigen Grund begonnen und der war Faulheit. Als es sich so nach und nach im Bakanntenkreis herumgesprochen hatte, dass der Papa und ich unseren ersten Nachwuchs planen, war das natürlich eine kleine Sensation. Der Papa junge 22 Jahre, gerade das Studium beendet, ich noch jüngere 19 (!) Jahre, gerade erst mit dem Studium begonnen.. die Beziehung nicht einmal ein Jahr alt.. und DIE wollen ein Kind in die Welt setzen? Ja, wir wollten, wir haben und es klappt hervorragend. Pff!
Man kann sich vorstellen, dass es da an Fragen hagelte und praktisch jeder, der davon wusste, wissen wollte, warum, wieso und weshalb. Natürlich ist das Gefühl, man weckt Interesse, ganz nett, das kann ich nicht leugnen.. aber als es schließlich darum ging Person XY zum wasweißichwievieltemmale zu informieren, wann wir die Pille nun abgesetzt hatten, ob wir nun endlich schwanger seien, wie ich mir das mit dem Studium vorstelle und und und.. naja, da hatte ich die Nase voll. Tagebuch schreiben, dieses in angemessener Zahl zu kopieren und an die Wissenshungrigen zu verteilen wäre eine Alternative gewesen, aber die praktische Umsetzung hätte sich vielleicht als etwas kompliziert herausgestellt.. der Blog war also geboren. Auch heute dient er zunächst dazu diejenigen über Töchterchens (oder unser) Leben zu informieren, die es interessiert (anfänglich also in erster Linie den Bekannten- und Verwandtenkreis, mittlerweile aber auch schon viele, viele mir sozusagen fremde Personen). Als nächstes möchte ich der Tochter mal die Möglichkeit geben ihr Leben aus einer ganz andren Perspektive zu betrachten und schließlich gibt er mir einen Raum, in dem ich – solange ich mich auf mich und die Tochter beschränke – schreiben kann, was ich will. Und das tut gut. Irgendwie. Warum auch immer. Ich mag das Bloggen.
Was hierbei die ganze Wiedumirsoichdir-Sache betrifft.. nun ja.. Ich kann nochvollziehen, wenn von Ausgrenzungs-Erfahrungen und sonstigen negativen Gefühlen berichtet wird, aber es erscheint mir gleichermaßen schlüssig, dass sowas eigentlich nicht sein müsste. Ich habe mich auch schon das ein oder andere mal in der Verpflichtung gefühlt bei jemandem zu kommentieren, weil derjenige bei mir kommentiert hat. Eigentlich Unsinn. Ich möchte ja nicht halbherzig kommentieren. Wenn ich mir schon die Zeit nehme, dann bitte deshalb, weil ich will und nicht weil ich muss und so handhabe ich es letztendlich auch. Ich hoffe, dass sich nie jemand meinetwegen schlecht gefühlt hat, wirklich.. das wäre einfach überflüssig. Auf der anderen Seite freue ich mich, dass auch Nicht-Bekannte und Nicht-Verwandte präsent sind und natürlich freue ich mich über jeden einzelnen Kommentar, weil sie nun mal immer andere Ansichten und Vorschläge einbringen. Trotzdem sind mir stille Mitleser genauso lieb wie aktive, ich erwarte einfach nichts. Meine Schwiegermutter beispielsweise liest hier wohl sehr regelmäßig mit (was mich freut), meine eigene Mutter dagegen hat bisher genau ein einziges Mal in den Blog geschaut und das „nur“, weil sie die Videos sehen wollte. Trotzdem lieben beide Omas ihr Enkelchen sehr und es liegt wohl einfach daran, dass die eine Oma Mutter eines Sohnes ist, die andere eben Mutter einer Tochter und naja.. es ist kein Geheimnis, dass der Papa eher jemand ist, der wenig telefoniert und somit auch wenig erzählt – ganz im Gegensatz zu mir. Aus diesem Grund sieht die eine Oma im Blog wohl eine Möglichkeit trotz ihres telefonierfaulen Sohnes informiert zu sein während die andre Oma nur Dinge im Blog lesen könnte, die sie sowieso schon weiß. Versteht da jemanden den Zusammenhang? Ich meine damit einfach, dass es einen Leser nicht schlechter macht, wenn er nicht kommentiert (obwohl ich vielleicht bei ihm kommentiert habe), genausowenig wie es meine Mutter nicht schlechter macht, weil der Blog sie nicht interessiert. So wie meine Mutter ihre Gründe hat den Blog nicht lesen zu müssen, haben Leser ihre Gründe, weshalb sie z.B. nicht kommentieren oder erst gar nicht mitlesen. Und umgekehrt ist es genauso. Die Anzahl der Besucher und der Kommentare kann in meinen Augen jedenfalls nicht als einziges Maß dafür genommen werden wie „gut“ der Blog oder schlimmer – der Blogger selbst – im Vergleich zu anderen ist.
Wie gesagt, ich mag mag das Bloggen und genieße es. Wer das nicht kann, der sollte vielleicht einfach mal darüber nachdenken sich ein anderes Hobby zu suchen, denn Hobbys sollten Freude bereiten und keinesfalls forlaufend negative Gefühle erzeugen.

