Mamagedanken

Mutter zu sein ist wirklich ein harter Job. Ich beschwer mich kein bisschen über die Tochter (bisher jedenfalls noch nicht). Sie ist – von eingen Ausnahmen mal abgesehen – ein absolut pflegeleichtes, knuddeliges Baby. Eigentlich müsste ich jeden Tag 3 Kreuze in den Kalender machen, dass es uns so „gut“ getroffen hat und die Zeit mit Töchterchen bisher so problemlos verlief.
Trotzdem gibt es einige Dinge an denen ich schier verzweifeln könnte. Jetzt schon. Ich frag mich, wie das nur wird, wenn sie älter wird?
Das, was mich derzeit am meisten fertig macht, ist die Erkenntnis, dass ich die Tochter nie die Mutter sein werde, die ich gerne für sie wäre. Eine perfekte Mama gibt es nun mal nicht. Weder in den Augen des Kindes noch in den Augen der Mutter selbst. Schon nach 6 Monaten kann ich so viel aufzählen, was ich alles falsch gemacht habe – oder sagen wir mal nicht „falsch“ sondern nur „nicht ganz richtig“ bzw. „es wäre besser gegangen„. Die Sache mit dem Stillen zum Beispiel belastet mich stark. Immer noch. Leider. Oder die Tatsache, dass mich die Tochter am Anfang genervt hat, wenn sie sich gemeldet hat. Dafür schäme ich mich richtig. Oder aber, dass ich sie einige Male zum Weinen gebracht habe, zu heftig reagiert habe, besonders da es im Nachhinein so absolut unnötig war. Das macht mich traurig und tut mir furchtbar leid.
Nun das Thema Nr. 1 hier und die Erkenntnis, dass – egal was ich mache – es niemals perfekt sein wird und ich anstatt das Beste für die Tochter zu wählen nur das kleinere Übel wählen kann. Das macht mich fertig.

Naaaachmacherin!

Wenn man Töchterchen zeigt, dass man dieses Ding auf ihrer Spielzeugschildkröte drehen kann, dann versucht sie das nun nachzuahmen und schafft es meistens auch ;)