wie sich das Kind in den letzten Tagen entwickelt hat. Fast täglich fallen dem Papa oder mir neue Dinge auf, die sie nun beherrscht. Kleinigkeiten eben.
* Einfach so auf dem Wickeltisch liegen und sich wickeln lassen ist natürlich viel zu langweilig. Man möchte was zum Spielen, klar. Also ist man bemüht sich sobald man abgelegt wird umzudrehen um so schnell wie möglich seine kleinen Fingerchen um Wickelutensilien Spielzeug schließen zu können. Darf man aber nicht. Ein sich drehendes Kind zu wickeln ist nicht lustig. Startet die Tochter also wieder mal einen Versuch, wird sie auf halbem Wege gestoppt. Dieser Moment reicht allerdings aus um das Objekt der Begierde wenigsten zu erspähen. Liegt die Tochter dann wieder auf dem Rücken, schnappt sie sich das Gewollte indem einfach über/hinter/neben sich greift – folglich muss sie sich gemerkt haben, wo der Gegenstand liegt und braucht zum gezielten Greifen nicht mal mehr zwingend ihre Augen.
* sie beginnt zu verstehen. Wie hier schon erwähnt, liebt sie es in B.r.üste zu grabschen – und zwar völlig unabhängig davon ob in die einer Frau oder in das Verkümmerungen eines Mannes. Heute Abend hat der Papa das Kindle gefüttert. Dummerweise Tshirt-frei. Auch das Füttern zählt für die Tochter nämlich eher zu den unspektakulären Minuten ihres Tages, weshalb man hier ebenfalls bemüht ist, die Zeit etwas spannender zu gestalten – heute indem wir das Kneifen mal beim Papa ausprobieren. Der erste Versuch glückte, da hat der Papa zu spät reagiert. Aber siehe da, als der Papa es mit „Nein, A!“ versuchte (sich im Grunde aber keine hohen Erfolgschancen versprach), ließ das Kind los! Ein schelmisches Grinsen, dann ein zweiter Versuch. Der Papa wieder „Nein, A!“ und siehe da, die Hand wurde sofort zurückgezogen! Noch ein letzter Versuch, wieder gescheitert, anschließend hat Prinzessin aufgegeben. (Versteht ihr nun, warum wir ununununbedingt einen Kinderhochstuhl brauchen?) Der Blick, den das Kind dem Papa zuwarf, war allerdings Gold wert. So à la „Wirklich nicht, Papaaaaa? Och büüüüüüüüüüüüüüddäääää!“ Ohoh.. da kommen nach schwere Zeiten auf den Papa zu…
Ein weiteres Beispiel ist das Hoppe-hoppe-Reiter. Schon wenn ich anfange zu singen sprechen, freut sie sich und nimmt kurz vor dem Plumps schon den Kopf nach hinten, als ob sie sich selber fallen lassen wollte.
* sie perfektioniert zunehmend ihr Greifen. Sie kann nun ein Spielzeug in ihrer Hand drehen. Dafür lässt sie mit einer Hand los, dreht das Spielzeug in entsprechende Position, greift wieder zu, lässt die andre Hand los, dreht, greift wieder zu.. so lange bis sie es eben da hat, wo sie es haben möchte. Oder aber einfach nur des Drehens willen. Ob das wohl schon ein bewusstes Loslassen ist?
* Sie kann offensichtlich zwischen normal und unnormal unterscheiden. (Mal unabhängig davon, was wirklich normal bzw. unnormal ist) Macht man irgendetwas, was in ihren Augen also nicht normal ist, dann lacht sie sich schlapp. Zu unserem Bedauern hält sie ein Verbot für sehr unnormal und kickert oft wie wild anstatt es ernst zu nehmen -.-
Neulich fiel bei Mutti mal wieder ne Sicherung raus und sie begann wie irre vor dem Holden und dem werten Kind zu … ja, was war es denn eigentlich? Tanzen? Rumhopsen? Wackeln? Stellt euch jemanden vor, der gerade in eine Steckdose gefasst hat… also auch eine nicht sooo oft gesehene Situation. Das Kind fands abartig komisch. Mein Mann nebenbei bemerkt auch, aber wohl aus andrem Grund.
Diese und hunderttausend andre Kleinigkeiten dieser Art. Wenn man darauf achtet, dann lernt sie wirklich jeden Tag etwas Neues. Klar sind die echten Meilensteine letztendlich das, woran man sich erinnern wird. Persönlich finde ich es aber durchaus spannend, in welchen Schrittchen so eine Entwicklung voran geht, was es überhaupt zu erlernen gilt (da es für uns „Großen“ ja so selbstverständlich ist) und mit welchen Methoden die Tochter versucht ihr Ziel zu erreichen.

