Faszinierend.

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Unglaublich faszinierend! In manchen Punkten spricht mir diese Frau wirklich aus der Seele. Ok, ihren – in den Augen unsrer Gesellschaft extremen – Weg würde ich vermutlich nicht gehen, dazu fehlt mir der Mut, aber faszinierend finde ich es allemal. Und es bestärkt mich zumindest darin, dass ich in der nächsten Schwangerschaft getrost auf einiges verzichten kann.

Schon in der Schwangerschaft mit Töchterchen hat es mich genervt immer wieder zum Doc zu müssen, hunderttausend Tests über mich ergehen zu lassen und ständig angehalten zu werden, doch bitte noch ein paar Tests mehr durchführen zu lassen. Erfolgreich wehrte ich mich gegen Untersuchungen wie die Fruchtwasserpunktion, was in der Regel auch noch gut aufgenommen wurde, denn schließlich zählte ich nicht zu den Risikopatientinnen. Der Glucosetest allerdings wurde mir schon sehr nahe gelegt. Wirklich nah. Dementsprechend ernete ich auch paar ungläubige Blicke und überflüssige Bemerkungen, als ich ihn ablehnte.
CTGs fand ich immer übertrieben, auch wenn ich zugeben muss dem Herzschlag meiner Tochter gerne zugehört zu haben. Und trotzdem: musste das wirklich alle 2 Wochen sein? Eigentlich nicht.
Während der Geburt dann wieder. Alle rennen um einen herum und natürlich muss Hebamme und Ärztin dabei sein. Dass ich ne PDA nehme wurde einfach angenommen – ohne auch nur ein Wort mit mir gewechselt zu haben. Ein CTG hier, ein Ultraschall da. Schrecklich. Alles nervte mich. Schon das Umlegen des CTG-Gürtels fand ich grausam. Widerspruch wäre allerdings auf Unverständnis gestoßen.. klar.
Ich kann nicht sagen, dass ich während der Geburt gerne alleine gewesen wäre. Nein, wirklich nicht. Ich war so froh meinen Mann an meiner Seite zu haben und eine Hebamme gegen Schluss durfte es auch sein (aber nicht zwei und darüber hinaus noch eine Ärztin). Aber sonst wäre ich gerne nur mit meinem Mann geblieben. Dieses Gefühl ständig bevormundet zu werden à la “Na sie sind doch Erstgebärende, sie haben doch gar keine Ahnung, worum es geht.” hat mich tatsächlich irgendwann glauben lassen, ich hätte keine Ahnung, worum es geht. Dabei lag ich doch in den Wehen und war 40 Wochen schwanger gewesen und hatte mir vorab mindestens hunderteinundzwanzigtausenddreiundneunzig Ratgeber reingezogen.

Wie gesagt, ich glaube nicht, dass ich den Mut hätte den gleichen Weg zu gehen, wie die Frau in diesem Blog. Nein, ich glaube, das wäre auch mir zu “extrem”, aber ich weiß heute wenigstens, dass ich bei der nächsten Schwangerschaft nicht jede verflixte Untersuchung mitmachen werde, die wenigen auf jeden Fall von einer Hebamme durchführen lasse, die Geburt selbst in einem Geburtshaus stattfinden wird und ich ein paar Stunden später wieder nach Hause spaziere. Und obwohl mein (geplanter) Weg immer noch begleitet sein wird von Ärzten, Hebammen, Tests, CTGs und sonstigen typischen Dingen, werde ich mit Sicherheit nicht nur einmal zu hören bekommen, dass ich verantwortungslos sei. Natürlich.

14 Kommentare

  1. Jana sagte,

    14. September 2008 um 8:05 pm

    Ich gebe dir in vielen Punkten recht.Vor allem die vielen CTGs haben mich genervt und ich hatte auch immer ein schlechtes Gefühl, weil ich die so genannten “Igel” Leistungen nicht wollte und meine FA die aber mehrfach anmahnte. Mein Credo war immer, wenn der Test so wichtig wäre, würde er von der KK bezahlt werden… alles nur Geldschneiderei!
    Aber der Bericht von der Waldgeburt ist krass. Hier wird auf Kosten des Kindes eine Selbstverwirklichung praktiziert, die sehr egoistisch ist. Frauen die in armen Ländern ihre Kinder auf diesem Weg zur Welt bringen müssen, wären sicherlich froh, wenn sie in ein Krankenhaus gehen dürften…

  2. agichan sagte,

    14. September 2008 um 8:13 pm

    Es ist krass, ja. Aber verwerflich? Was heisst hier auf Kosten des Kindes? Dem Kind gehts prima. Ich glaube, dass es dem Kind deutlich mehr geschadet hätte, wenn die Mutter in einer Umgebung entbunden hätte, die ihr nicht zusagt, auf Grund dessen vielleicht verkrampft wäre und das ganze deshalb länger gedauert hätte als nötig. Nein. Die Schwangerschaft verlief komplikationsfrei, die Geburt ebenso. Da ist es völlig egal, ob das Kind im KH, im Wald oder im Rahmen einer Hausgeburt zur Welt kommt.

  3. sternchenjg sagte,

    14. September 2008 um 8:58 pm

    Also, ich wills mal so sagen: Meine Schwangerschaft war absolut komplikationslos. Und die Geburt bis zu den Presswehen auch. Allerdings bin ICH sehr froh, dass ich ein CTG während der Geburt geschrieben bekam, aus dem einfachen Grund, weil Robins Herztöne immer schwächer wurden und am Ende sogar ein Arzt helfend einwirken musste.

    Der Grund – Robin hatte die Nabelschnur um den Hals gewickelt. Wenn ich mir vorstelle, ich wäre da ohne Hilfe im Wald gewesen, und Robin wäre vielleicht bei der Geburt gestorben, dann bin ich der Schulmedizin in der Hinsicht sehr dankbar.

    Man mag sich um den Nutzen von CTG während der Schwangerschaft und 3D-Ultraschalls und so weiter streiten. Aber ich würde IMMER WIEDER in einer Klinik entbinden, nur für den Fall dass… Zwar würde ich das 2. ambulant bekommen wollen (wenn alles gut geht) – weil den Stress in der Klinik nach der Geburt würde ich mir nicht wieder antun wollen. Aber selbst eine Hausgeburt wäre mir ein wenig zu riskant. Allerdings muss ich sagen, dass ich zur Geburt eine super Hebamme hatte, die eher weniger als mehr bevorzugte. Sie riet mir vom Schmerzmittel ab und war auch sonst sehr auf natürliche Geburt geeicht. Von daher…

  4. agichan sagte,

    14. September 2008 um 9:04 pm

    Duuu, ich bin da genauso dankbar für die Errungenschaften der Schulmedizin. So ists ja nicht. Aber das “aber” bleibt eben nicht aus ;) Aber genau das ist der Punkt. Du möchtest die Sicherheiten im KH haben – super!, jubelt da die Welt. Die Frau aus dem Blog will die Sicherheit des Waldes haben – krank!, schreit da die Welt. Fair finde ich das nicht. Man muss mit ihrer Meinung ja nicht konform sein, aber muss man sie für ihren Weg so niedermachen?

    Persönlich finde ich es wichtig, dass eine Frau sich dahingehend entscheiden darf. Also das machen kann, bei dem sie sich am wohlsten fühlt. Sei es die Klinik oder eben der Wald. Deine Erfahrung, Janine, wirst du ja nie wieder los. Du wirst die Geburt von Robin immer im Hinterkopf haben und würdest die Hebamme, die kein CTG machen würde, beschimpfen ;) Aber das ist ja auch absolut verständlich. (Trotzdem wirds beim nächsten Kindlein nicht so werden! So darfst du gar nicht erst rangehn!)

  5. sternchenjg sagte,

    14. September 2008 um 9:13 pm

    Ich hab ja die Frau mit ihrer Entscheidung nicht kritisiert. Sie hat es durchgezogen und es ist alles gut gegangen. Mehr ist da eigentlich nicht zu sagen.

    Ich ziehe den Hut vor Frauen, die den Mut (für mich ist es das zumindest) haben, eine Hausgeburt mit einer Hebamme zu machen; im Wald ohne jegliche Hilfe – der Hammer. Aber nicht gesellschaftlich verwerflich. Es ist ihr Körper, ihr Leben, ihr Kind. Wenn sie es für sich vertreten kann, im Wald zu entbinden – dann bitte. Ich bin da sehr liberal.

    Solange man mich nicht für meine Entscheidungen und meine Einstellung kritisiert bleibe ich da ganz gelassen. Ich nehme das zur Kenntnis und gut. Ich finde es nur wieder sehr einseitig von ihr, die Krankenhausgeburt so zu verteufeln, als wäre das alles Humbug und widernatürlich usw.

    Ich weiß, dass jede Geburt anders ist, und ich würde davon ausgehen, dass die nächste anders wird, da brauchst Du Dir mal keine Sorgen um mich machen. Aber die Angst wäre trotzdem ganz im Verborgenen da, weil die Erinnerung eben immer hier schreien wird. Mal abgesehen davon muss es eh erstmal ein zweites Kindlein geben, damit es zu einer zweiten Geburt kommt. Und im Moment ist der Liebste mal wieder in einer – “wer soll das bezahlen”-Vernunfts-Phase… *seufz* Ich geb die Hoffnung aber nicht auf.

  6. mujerfuriosa sagte,

    14. September 2008 um 10:06 pm

    so wie ich das sehe, steht es jeder frei zu gebären wie sie es mag. und auch in der schwangerschaft gibt es immer wieder die möglichkeit ein klares “nein, danke” zu äussern, falls nötig. (was es bei mir übrigens nie war, weil mir weder eine fruchtwasserpunktion noch organscreenig noch sonst was “angeboten” wurde). wenn man zu seinem weg steht, so glaube ich kann man auch eine authentische geburt in einem krankenhaus erleben. mit einem sicherheitsnetz aus ärzten usw.
    – war für mich kein problem – die haben mich während der wehen übrigens auch einfach allein gelassen mit dem herrn freund.also von wegen klinik = pfui! so gehts auch.
    gut.
    warum du alle 2 wochen zum ctg musstest ist mir ein rätsel – das war bei mir nur am ende. un mit ende meine ich das letzte monat, wenn überhaupt.
    das denke ich ist wiederum von frauenarzt zu frauenarzt verschieden.
    hast du nie gefragt “warum”?, wäre interessant gewesen.

    im übrigen sehe ich in dem beitrag über die geburt deutlich 2 lager in den kommentaren: die einen die es verantwortunsglos finden, weil sie sich schlichtweg nicht VORSTELLEN können, wie eine frau alleine eine geburt meistert (was sie im krankenhaus eigentlich auch macht. na sowas) und die beglückwünscher, die entweder den selben weg gehjen oder der faru respekt zollen – den sie durchwegs verdient.
    es schreit nicht JEDER krank. unsere welt verändert sich.
    sie wird meiner meinung nach bereits offener. man muss es nur sehen. die schulmedizin hat sich in den letzten jahren sehr in richtung positiv gewandelt.
    meine meinung ist: es ist schön, gesunde kinder zu bekommen. wie – ist jedem selbst überlassen.
    und wie man die schwangerschaft erlebt auch – sofern komplikationsfrei.

  7. mujerfuriosa sagte,

    14. September 2008 um 10:09 pm

    p.s. auch keine pda. nix. denke ist wirklich von arzt/hebamme zu arzt/hebamme verschieden…

  8. Neri sagte,

    15. September 2008 um 1:12 am

    Jaja – der ewig währende Kampf zwischen konträren Meinungsbildern. Genau wie ich der wissenschaftlich/schulmedizinischen Seite zugewand bin, bist Du (vielleicht auch erziehungsbedingt, wenn ich das richtig aufgeschnappt habe?) bspw. eher der alternativen Sicht der Dinge augeschlossen. Das ist auch garkein Problem – solange man beides respektiert und nicht als überflüssig abtut.
    Sicherlich macht der Schulmediziner auch einen Haufen in den meisten Fäällen tatsächlich unnötiger und lästiger Untersuchungen – in 99% der Fälle. Das weiß man aber erst hinterher. Was aber, wenn eben Dein Kind zu den 1% gehört hätte? Dann wärst Du jetzt wahrscheinlich dankbar für den Streß ;)
    Die Schulmedizin geht heute quasi IMMER den sichersten Weg – den Fehler können für alle beteiligten böse Konsequenzen haben. Und da es für alternative Heilmethoden und -mittel eben keine empirischen Untersuchungen gibt, werden diese nicht berücksichtigt. Erfreulicherweise ist bei den jungen Medizinern aber immer mehr Aufgeschlossenheit zu beobachten. Nur dauert es halt noch ein paar Jahre – oder eher Jahrzente, bis das auch merklich bei der Bevölkerung ankommt. Denn solange die Chefetage davon nichts hält, tut sich diesbezüglich auch nichts.
    Ich persönlich bin zugegebenermaßen ebenfalls skeptisch ob so mancher alternativer/homöopathischer Medizin – aber ich bemühe mich, unvoreingenommen zu sein und wenigstens das ein oder andere zu probieren. Und ich würde mich freuen, wenn man mich überzeugt :)
    Eine befreundete Homöopathin sagte mir mal: “Was hilft, ist gut!” – und damit hat sie Recht. Ob man es nun mit einem Placebo-Effekt zu tun hat, oder nicht.

    Letzlich muß jeder da seine eigene Position finden – wichtig ist halt meiner Meinung nur, wenigstens zu versuchen, die Gegenseite zu verstehen, denn erfahrungsgemäß kommt immer das Beste Ergebnis dabei raus, wenn man die Vorteile zweier Verfahren kombiniert ;)

  9. antje87 sagte,

    15. September 2008 um 1:58 am

    Ich hatte den Bericht auch schonmal gelesen.
    Ich bin der Meinung, dass es jeder für sich selber wissen und entscheiden muss, wo und wie er entbinden will.
    Für mich käme es sicherlich nicht in Frage. Ich hätte zu viel Angst vor Komplikationen und würde mich unendlich schuldig fühlen, wenn dem Kind was passieren würde. Ich gehe lieber auf Nummer sicher.
    Deshalb habe ich für die Geburt auch ein Krankenhaus ausgewählt. Zumal es auch die erste Geburt ist, weiß ich auch noch garnicht, wie das so ablaufen wird. Aber ich bin mir sicher, dass ich mich im Krankenhaus wohler fühlen werde als im Wald.
    Zumal die Frau ja ganz alleine war. Nicht mal der Mann war dabei. Das wäre für mich undenkbar. Aber wie gesagt, jeder wie er/sie mag.

    Zum Thema Vorsorgeuntersuchungen während der Schwangerschaft muss ich sagen, dass ich mich immer darauf freue das Baby auf dem Ultraschall zu sehen und die Herztöne zu hören.
    Sicherlich wird in vielen Fällen übertrieben was die Untersuchungen angeht. Ich hätte auch keine Fruchtwasserpunktion machen lassen. Es wurde mir aber auch nie nahegelegt. Genauso wenig wie gefragt wurde, ob ich nicht ein Glucosetoleranztest machen lassen will. Wenn etwas auf eine Schwangerschaftsdiabetes hingewiesen hätte (ich weiß dass es manchmal auch keine Anzeichen gibt), dann hätte man mir den aber sicher empfohlen.
    Ich finde es auch nicht gut, wenn man als Erstgebärende als ahnungslos abgestempelt wird. Das ist mir hier aber glücklicherweise noch nicht passiert.

  10. agichan sagte,

    15. September 2008 um 11:41 am

    @mujerfuriosa
    Ich hab nie behauptet, dass Kliniken allgemein schrecklich seien. Aber für MICH war sie schrecklich ;)

    Wie bitte? Manche Kommentatoren sind nur deshalb so böse, weil sie es sich nicht vorstellen können? Ähm. Mein Mann konnte sich das auch nicht vorstellen und trotzdem wäre er nie auf die Idee gekommen, die Frau derartig anzugehen. Nein, die Unverständnis ist zwar ebenso da, aber in manchen Beiträgen konnte man regelrechtes Entsetzen herauslesen. Verantwortungslos, egoistisch, krank. Man müsse sofort das Jugendamt vorbeischicken.
    Also nein, das geht über einfache Meinungsäußerung hinaus, wirklich.

    @Neri
    Warum du der Schulmedizin so postiv gegenüberstehst, versteh ich nun gar nicht. Wie kommt das? :)

    Ich denke schon, dass ich beides respektiere. Trotzdem bin ich der Meinung, dass einiges in der Schulmedizin wirklich mehr als überflüssig ist. Genauso wie es in der Alternativmedizin einiges gibt, was ich für überflüssig halte. Das hält sich mehr oder weniger die Waage.
    Ja, die Untersuchungen sind in 99% der Fälle überflüssig und richtig, meist weiß man es erst hinterher. Ich verstehe gut, dass die Leistungen für Schwangere und die Untersuchungen die mittlerweile zum Standard gehören, stetig zunehmend, denn immerhin nimmt auch das Alter einer durchschnittlichen Erstgebärenden stetig zu. Sicher weisst du das besser als ich, aber irgendwo habe ich gelesen, dass der Körper der Frau zwischen 20 und 25 Jahren am “geeignetesten” zum Gebären ist. Biologisch gesehen eben. Danach würde es rapide abnehmen. Und wo liegen wir derzeit? Bei knapp 30 Jahren? Drum ja, für eine 35jährige schwangere Frau machen die Untersuchungen unter Umständen Sinn, aber bei mir? Äh ne. Klar, auch mich kanns treffen, aber die Wahrscheinlichkeit ist deutlich, deutlich geringer, da ich ja nun weder rauche, groß Alkohol trinke, sehr jung bin, kein Übergewicht habe und und und.. das typische eben. Warum also werden mir die gleichen Untersuchungen empfohlen die eben jene “Risikopatientinnen” machen sollen? Überflüssig. Und ob die Untersuchungen so sinnvoll sind, ist eh Ansichtssache. Ich für meinen Teil hätte nichts davon gehabt zu wissen, dass mein Kind an Trisomie 21 leidet. Wirklich nicht. Und trotzdem sagten einige Stimmen, dass die Untersuchung darauf SO wichtig sei. Äh, bitte?
    Ja, richtig, Neri, die Schulmedizin geht IMMER den sicheren Weg. Im Grunde ist das ja auch löblich. Was mich nur ärgert ist die Tatsache, dass mittlerweile nur zählt, was die Untersuchung ergibt. Eine persönliche Einschätzung des Patienten geht meist unter. Irgendwie hat sich diese Haltung breitgemacht, dass der Mensch (bestimmt) krank ist, solange die Untersuchung nichts gegenteiliges beweist. Was ich damit meine: Früher ging man zum Arzt um zu schauen, was man hat. Heute geht man hin um zu schauen, was man NICHT hat. Und hier finde ich, gehts zu weit.

  11. mujerfuriosa sagte,

    15. September 2008 um 1:15 pm

    natürlich sind einige kommentare dort unter aller sau – das hab ich ja nicht bestritten. aber sie resultieren aus diesem nicht-vorstellen-können. nicht vorstellen können, dass sowas prinzipiell “noch möglich ist”. wie manche reagieren ist wie gesagt wirklich arg, aber das liegt wohl daran, dass sich viele menschen im www gerne persönlich austoben und auch mal sachen vom stapel lassen, die mit taktgefühl nichts zu tun haben. aber die frau stellt bewusst ihr erleben in das http://www…sie rechnet mit solchen kommentaren, schätze ich mal. und ich denke, es ist ihr herzlich egal.

    ich wünsche dir dann einfach mal, dass es bei deinem nächsten kind anders läuft.

  12. mujerfuriosa sagte,

    15. September 2008 um 1:16 pm

    warum da jetzt ein link in meinem kommenatr ist ist mir schleierhaft. ;)

  13. erinonline sagte,

    15. September 2008 um 8:15 pm

    Ich bin ja auch mehr für die sanften Methoden… Ich wollte auch keine PDA, kein gar nichts, einfach eine natürliche Geburt… Meine SS lief absolut ohne Komplikationen…

    Und bei der Geburt wären Simon und ich beide gestorben, wenn wir nicht in der Klinik gewesen wären. Er erstickt, ich verblutet.
    Ich möchte an ein “ohne” gar nicht mehr denken.

    Ja, es ist mutig diesen Weg zu gehen. Sicher läuft es in anderen Ländern/Kulturen noch so natürlich ab. Natürlich haben die Frauen auch bei uns damals ihre Kinder so zur Welt gebracht. Natürlich ist natürlich eine ganz tolle Sache.
    Wenn damals etwas schief ging, ja dann wars eben so. Ein Kind weniger, eine Frau weniger.. na und?
    Was, wenn bei ihr etwas schief gegangen wäre? Dann stünden da sicher keine Glückwünsche, dann hieße es sicher nur “verantwortungslos” … Mutig und dumm liegt oft nah beinander.. Es ist mutig, in der Tat, aber wo wir heutzutage doch alle Möglichkeiten haben, sollte man sie auch nutzen, finde ich. Zumindest eine Hebamme hätte irgendwo abseits warten können… Wenn alles gut geht, muss ja niemand eingreifen…
    Aber ohne auch nur einen Menschen in der Nähe. Absichtlich… uff… das ist wirklich wirklich mutig…
    und mir dreht sich der Magen um. :/

  14. chrissi sagte,

    16. September 2008 um 11:35 pm

    als ich die bilder gesehen habe, war ich hin und weg.davor eher skeptisch, so hat sich beim ansehen doch ein sehr schönes, “ursprüngliches” gefühl bei mir breit gemacht.
    finde das thema “verantwortung” an sich interessant.. früher gab es einige dinge nicht, die es heute (gerade medizinisch) gibt. damals hatte man nicht die wahl, also auch nicht die chance in dem maße “unvernünftig” zu handeln wie heute.
    mittlerweile gibt es jede menge regeln, maßnahmen, absicherungen. und man wird (teilweise) als unverantwortlich bezeichnet, wenn man diesen nicht nachgeht.
    frage mich nur, ob das wirklcih bei allen uns bekannten dingen so ist, oder nur bei ausgewählten (evtl bei “durch erfahrung geprägten”) dingen der einzelnen personen.
    und überhaupt die frage, ob man denn alles machen MUSS, was das “leben” des kindes schützt. und was davon nicht das leben stark einschränkt, wenn man das mal weiter denkt (spielplatzsituation: runterfallen, genickbruch).
    das ist jetzt etwas weit gefächert und ich bin heute absolut nicht in der lage mich verständlich auszudrücken.. ich hab da auch gerade keine stellung zu irgendwas beziehen wollen. denn ich habe keine eindeutige. ist wie bei vielen dingen im leben, die mischung aus einzelnen meinungen machts ;)
    denke ich zumindest.


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