Betreuungszeitsalat

Es tut sich was! Morgen wird intern nochmal darüber diskutiert, Anfang nächster Woche will man mir Bescheid geben. In den Raum gestellt wurde zusätzlich zu Töchterchens üblichen KiTa-Zeiten (Mo bis Do jeweils 3 Stunden am Nachmittag) drei weitere Vormittage (Mo, Di und Fr). Unklar ist noch, ob sie den Mittagsschlaf dort oder zu Hause hält. Derzeit tendiere ich allerdings dazu, dass ich sie über Mittag nach Hause nehme. Zum einen könnte man so die Kosten etwas drücken und zum andren hätte ich das Problem mit dem Mittagessen nicht. Schon der Nachmittagssnack ist grausig (ich umgehe ihn, indem ich der Tochter etwas mitgebe), das Mittagessen kein bisschen besser. Dafür müsste ich Madame zwei mal hinbringen und abholen, was es mir wieder unmöglich machen würde mal wirklich ordentlich was am Stück für die Uni zu tun. Hmpf.
Unsicher bin ich mir auch bei der Studenanzahl. Ich weiß einfach nicht, wieviel Zeit ich wirklich brauche (sei es fürs Studium oder um mal in Ruhe den Boden wischen zu können) und an welchem Punkt die Bequemlichkeit anfängt. Ich erlaube mir ja durchaus ein Stündchen Kaffee trinken, im Internet surfen oder einfach nichts tun während sie in der KiTa ist, ausarten sollte es aber auch nicht. *hm* Wieviele Stunden kann ich dem Kindlein überhaupt zumuten? Natürlich, das Kind fühl sich wohl dort, ich quäle sie also nicht, wenn ich sie hinbringe. Aber eigentlich möchte ich nicht, dass die KiTa-Zeit im Vergleich zur Mama-Zeit überwiegt. Dafür finde ich sie noch zu jung.
Und was ist mit dieser Unregelmäßigkeit? An Montagen und Dienstagen vor- und nachmittags, mittwochs und an Donnerstagen nur nachmittags und die Freitage wieder nur vormittags. Ich kann mir zwar nicht wirklich vorstellen, dass sie das ernsthaft irritieren könnte – schließlich laufen die Vormittage zu Hause ja auch ganz unterschiedlich ab und in Wochen nimmt ein 14 Monate alter Knirps die Welt sicherlich nicht wahr – aber gänzlich unbeachtet lassen möchte ich es auch nicht.

Immerhin steht mir nun die Möglichkeit offen zu entscheiden, wie ich es haben will. Nur habe ich wie so oft keine Ahnung, was wirklich richtig für uns ist. -.-

überarbeitete Strategie

Die Sache mit dem Essen wird irgendwie nicht besser. Der kindliche Speiseplan besteht nach wie vor zu 90% aus Brot mit wahlweise Butter oder Frischkäse, die restlichen 10% füllen Nudeln, Naturjoghurt, Banane und der ein oder andre Brei. Mehr wolle ma net. Nun ziehen Mama und Papa schon relativ konsequent ihre isst-du-das-nicht-isst-du-gar-nichts-Politik durch, aber wirklich fruchten kann auch sie bisher nicht. Das Kind ist hartnäckig. Äußerst hartnäckig. Also noch mal die Strategie überdenken. Dabei kam mir der Gedanke, dass das Kind einen Geschmack vielleicht einfach nur nicht oft genug probieren darf. Bei der Beikosteinführung ist es Standard: jeden Tag die olle Karotte – solange bis das Kindlein sich an deren Geschmack gewöhnt. Dann die Steigerung mit Kartoffel und wieder einige Tage großzügigs Hinwegsehen über die ausgespuckten Breikleckse auf Teppich, T-shirt und Tapete. Stattdessen ertappe ich mich immer öfter dabei, dass ich der Tochter etwas gar nicht erst anbiete, schließlich isst sie es ja sowieso nicht… Bin ich womöglich also selbst Schuld, dass ich einen kleinen Gourmet zu Hause sitzen habe, der sich mittlerweile sogar weigert andere als die eine bestimmte Brotsorte zu sich zu nehmen?
Es folgt Plan B. Die nächste Woche koche ich ausschließlich Nudeln mit ner Abwandlung einer Bolognesesoße. Und sollte das Kindlein sich bis zum Ende dieser Woche nicht mal ein klitzekleines bisschen dafür begeistern können, dann ist das auch nicht weiter tragisch, denn Mami und Papi werden nach dieser Woche sowieso erst mal die Nase voll von dem Gericht haben… :cool: