phasiges.

Das Kindlein steckt mal wieder mitten in so einem Phasending. In dieser Phase wird – wie in den meisten Phasen – sehr viel und vor allem sehr laut und sehr ausdauernd gebrüllt. Und zwar immerzu. Das Kindlein verlangt also beispielsweise nach einem Stückchen Gurke. Natürlich, liebstes Tochterkind, kannst du ein Stückchen Gurke haben, sage ich und beginne zu schälen. Das Kindlein sieht das und beginnt ihrerseits – na? zu was? genau. – zu brüllen. Doch keine Gurke?, frage ich das Kind und das Kindlein schüttelt mit einem wie-konntest-du-mir-das-antun-Blick heftigst den Kopf. Na gut, sage ich und lege das Stück Gurke zurück in die Schale. Wieder sieht das Kind diesen Vorgang und beginnt – na? zu was? genau. – zu brüllen. Jetzt doch die Gurke?, frage ich das Kind und das Kindlein nickt  mit einem wie-konntest-du-mir-das-antun-Blick heftigst mit dem Kopf. Na gut, sage ich und starte einen zweiten Versuch dem Minimädchen das Stück Gurke zu reichen. Das Kindlein sieht das und beginnt – na? zu was? genau. – zu brüllen.
Und wenn sie nicht gestorben ist, dann brüllt sie auch noch heute. Oder so.

Das ganze ist eine echte Herausforderung für meine Nerven. Potentielle Auftakte ergeben sich nämlich ununterbrochen. Das Kind hat Durst. Eine Katze verschwindet hinter der nächsten Ecke. In China fällt der berühmte Sack Reis um. Alles ist möglich.

Als solche Szenen die ersten Male aufkamen, habe ich selbst nicht so recht rausgefunden, also die Gurke angeboten, wieder zurückgelegt, angeboten, zurückgelegt und wieder angeboten – so lange bis mir der Kragen geplatzt ist und ich das Kindlein erst mal ordentlich angeschrien habe, sie solle sich jetzt gefälligst entscheiden, sonst würde ich entscheiden und dann gäbe es einfach keine Gurke. Ha! Und bei diesem Wutausbruch, so fand ich, hatte ich mir die Lösung gleich mitgeliefert. Nun entscheide ich, wenn das Tochterkind sich dabei offensichtlich schwer tut. Möchte sie Gurke, biete ich sie an, möchte sie sie dann doch nicht, lege ich sie zurück. Entscheidet sie sich wieder um, hat sie nun noch einen festen, zweiten Versuch und wenn sie die  Gurke dann wieder ablehnt, entscheide ich: die Gurke kommt entgültig weg.

Ob das richtig ist? Ich weiß es nicht. Das wird sich zeigen.

ideenlos

Also. Ähm. Ich hab keine Ahnung. Schon jetzt haben mich Tante und zwei Omas gefragt, wie es denn mit den Geschenken für das Tochterkind ausschaut. Da wären ja Weihnachten und eine Woche drauf Geburtstag. Das Tochterkind wird dann 2 Jahre alt (bloßnichtgenauerdarübernachdenken). Tja. Ich weiß es nicht. Ich habe einfach keine Idee. Spielzeug hat das Kindlein meines Erachtens genug. Das ein oder andre darf noch dazu kommen. Ein zweites Puzzle vielleicht. Und Puppengeschirr, weil sie in der KiTa so gerne damit spielt und wir zu Hause das spielfähige Plastikgeschirr schlicht brauchen und es darum nicht zum Spielen entbehren können (diese Punkte sind übrigens schon vergeben, also fragt erst gar nicht).

Ich hätte gerne ein Laufrad für das Kind. (schon vergeben)
Ich könnte mir aber auch vorstellen, dass das Tochterkind ganz entzückt von einer Spielküche wäre. Die wollte ich zwar selber bauen, basteln und schenken, lass es nun aber bleiben. Bedeutet weniger Spaß Arbeit für mich und eine Geschenkauswahl mehr. Juchu! (war also vergeben, stände nun aber wieder „zur Verfügung“..)

Das ist doch krank.

Und sonst? Ich weiß es nicht. Ich finde wirklich, das Tochterkind hat genug.

Und deshalb wird es höchste Zeit sich umzuorientieren. Sicher hat man immer noch das ein oder andre „praktische“ Geschenk im Hinterkopf. Aber die werden nur halb so gerne geschenkt. Schließlich ist es ja nicht direkt fürs Kind (natürlich ist es direkt fürs Kind – glauben Sie etwa, dass ich das Lätzchen zum Essen anziehe!? Wobei man manchmal in der Tat das Gefühl bekommen könnte, dass ich ein Lätzchen ebenso nötig habe wie die Tochter. Aber das heisst doch nicht, dass ich wirklich eins anziehe…)

Also. Wir bräuchten z.B. noch einen (Ersatz)Schlafsack für den Winter. Und Regen/Matschklamotten ab Größe 92. Gummistiefel vielleicht (23). Unterwäsche. Schlafanzüge ab 86. Eine gefütterte Jeans in 80 wär noch fein. Eine Kindergartentasche wäre was. Und wir brauchen noch so eine Sitzunterlage (so runde Dinger aus Schaumstoff, damit der Po im Winter nicht auf dem Boden festfriert). Ich hätte gerne eine homöopathische Hausapotheke für das Tochterkind (und schließlich liegt doch gerade der lieben Verwandtschaft viel an der Gesundheit des Kindes, oder nicht?). Und dann stünde bald noch die nächste Anschaffung an: das Bett. Und dazu bräuchte es noch eine Matratze und ein Lattenrost..
Und dann wären da ja noch so ganz banale Dinge, wie ein paar (ausrangierte) Schüsselchen, Siebe, Kochlöffel, aber auch Hüte, Kleidung, Schals, Tüchter – Dinge, die im Schrank rumfliegen, aber sowieso nie getragen werden eben. Ähm ja. Vielleicht keine typischen Geschenke.. aber dadurch sind sie ja nicht weniger Geschenke.

Oder hat irgendwer andre Vorschläge?

Schnullerstory

Schnuller gibt es hier eigentlich nur noch zum Schlafen oder für die Autofahrt. Der Schnuller ist dank Schnullerband unüberwindbar mit dem Schlafsack der Tochter verbunden, tagsüber bekommt sie ihn nur noch in Ausnahmesituationen abgeklemmt. Das weiß das Tochterkind auch.

Das heisst allerdings nicht, dass diese Regel nicht zu umgehen ist. Und so rennt das Tochterkind des Öfteren mit ihrem Schlafsack im Arm durch die Wohnung. Um ein bisschen zu schnullern ist es das scheinbar wert.

schnuller01

Klassiker

In der Tat, das Tocherkind malt.

Hat irgendwer Tips, wie ich Kugelschreibergekrakel von Möbeln und vor allem vom Sofa wieder runterkriege? :roll:

nicht mein Kind.

Kann ein Mädchen eigentlich ein Mädchen sein, wenn es sich beim Überschreiten der Türschwelle eines Bekleidungsgeschäftes anfängt zu sträuben was das Zeug hält?

Das Kindlein hat vor ein paar Tagen nämlich genau diese seltsame Eigenschaft entwickel. Sobald Mutti einen Klamottenladen betreten möchte, werden die Versen tiiiief in den Fußboden gestemmt. Wäre der liebe Papa nicht da um das Tochterkind auch gegen ihren Willen ins Geschäft zu bugsieren, müsste Mutti das Projekt shoppen bis der Geldbeutel nichts mehr hergibt nahezu jedes Mal vorzeitig abbrechen. Wenn man bedenkt, welchen Verlust das bedeuten würde – nicht vorstellbar! Alternativ – also dann, wenn die Tochter im Buggy sitzt und keine Chance hat ihre Versen und ihre Körperkraft zum Einsatz zu bringen – wird übrigens der ganze Laden zusammengebrüllt. Laut genug, damit auch wirklich jeder im gesamten Einkaufscenter von ihren gemeinen, hinterhältigen, fiesen Eltern erfährt.

Nun gut. Es mag ein paar Frauen auf dieser Welt geben, für die shoppen etwas  zwischen einem notwendigen Übel und einer absoluten Horrorbeschäftigung darstellt. Für mich gilt das allerdins keineswegs. Wenn man also Töchterchens Weiblichkeit in Hinblick auf die paar exotischen Exemplare nicht-gerne-shoppender Frauen noch bejahen muss, so sollte ich zumindest Zweifel daran haben dürfen, dass die Tochter auch wirklich meine Tochter ist. Schwer vorstellbar bei diesem Verhalten. Äußerst schwer vorstellbar.

vom Tochterkind, die das Fürchten lernte

Das Tochterkind ist eigentlich kein besonders ängstliches Kind. In Situationen, die sie nicht so recht einschätzen kann, erlebe ich sie durchaus als vorsichtig, aber nur in ganz seltenen Fällen als ängstlich. Panisch war sie – soweit ich mich erinnern kann – nie. Bis gestern jedenfalls.

Gestern war nämlich Badetag. Mit Badespielzeug eingedeckt darf das Kindlein zunächst ein wenig planschen bevor Mami sie dann einseift und noch mal kurz mit Wasser abspritzt. Ein paar Minuten herrschte dabei auch entspannte Zufriedenheit. Das Kindlein trank wie immer ordentlich vom Badewasser, ließ Gegenstände hineinfallen und freute sich, wenn es mal wieder besonders doll spritzte. Mami saß derweil auf der Wäschetrommel und las von Wetterlagen während einiger historischer Ereignisse (französische Revolution: schwere Sommergewitter über Paris). Dann der schrille Schrei. Das Kind springt auf. Ich ebenfalls, während ich hektisch versuche die Ursache der kindlichen Panik zu ergründen um es davor zu schützen. Kind zappelt, wedelt, will augenblicklich die Dusche verlassen, zerrt an mir, versucht auszusteigen, rutscht aus, quiekt, schreit, möchte noch größeren und noch größeren Abstand zur Dusche, schaut schließlich entsetzt zurück … und da erkenne auch ich endlich den Grund für Töchterchens kleinen Anfall.
Ihrem Benehmen nach zur urteilen, hätte ich schwören können, dass mich mindestens ein kleiner Hai in der Dusche erwartet. Oder wenigstens ein Piranha. In der Tat schwamm da etwas im Badewasser – allerdings war es selbstproduziert, wenn Sie verstehen was ich meine…

Ich fürchte, dass sie die kommende Tage nicht mehr freiwillig duschen gehen wird… irgendwelche Vorschläge um dem Kindlein die Angst vor unbekannten, plötzlich im Wasser auftauchenden Objekten zu nehmen?

Aus Versehen.

Der Gatte und ich sind klassische Ibejdschankies. Schnäppchenjäger sozusagen. Grundsätzlich schauen wir bei kleineren und größeren Anschaffungen immer erst ein mal beim großen Auktionshaus, ob man dort unter Umständen günstigere Angebote findet. Erfreulicherweise kann man das in den meisten Fällen wirklich und so ibejen wir recht häufig. Zu unsrer Verteidigung sollte man erwähnen, dass wir trotz vieler Einkäufen bisher nur klug gekauft haben. Noch nie haben wir mehr ausgegeben als das, was uns der Artikel nüchtern betrachtet wirklich wert war. Genau genommen sind wir bei Ibej sogar noch ein bisschen geiziger als sowieso schon. Als Beispiel seien hier meine heißgeliebten Chucks genannt. Der Normalpreis liegt bei Minimum 60Euronen (je nach Model auch teurer). Manchmal findet man sie bei Re.al im Angebot für 40Euronen, sodass wir meist auch gleich ein Paar kaufen. Bei Ibej würde ich aber nie mehr als 35Euronen (inkl. Porto versteht sich) ausgeben. Anonsten wäre ja die Ibejersparnis dahin ;)

Trotz unsrer Besonnenheit gibts aber auch hier immer mal wieder … ähm … unverhoffte Ibejersteigerungen. Manchmal nämlich, da beobachte ich einen Artikel, der mich interessiert. Dass mich ein Artikel interessiert, heisst aber noch lange nicht, dass ich ihn unbedingt sofort ersteigern möchte. Vielmehr kann es sein, dass ich einfach nur den Markt beobachten will. Gerade dann ergibt sich aber öfter mal ein besonders günstiges Angebot und ich biete mit. Einfach so. Nur um den anderen ein Schnäppchen zur vermiesen oder so. Man wird ja sowieso überboten. Hin und wieder passiert es aber, dass man dabei eben nicht mehr überboten wird und.. naja.. die Auktion aus Versehen gewinnt. Den Stubenwagen und den Buggy des Kindes habe ich so ersteigert und auch das ein oder andre Paar Schuhe für mich…
Wie um Himmels Willen könne man nur etwas aus Versehen ersteigern, wirft mir der Gatte hinterher noch oft genug laut lachend vor. Er genießt es jedenfalls in vollen Zügen mich zu jeder sich darbietenden Gelegenheit- besonders gerne im Beisein anderer – aufzuziehen. Jaja… liebster Gatte. Das kommt alles zurück…

Heute sitzen wir am Rechner und jeder surft für sich ein wenig durch die weiten Welten des Internets. Ich erkundige mich gerade nach einem Abonnement einer juristischen Fachzeitschrift, da fängt der Gatte neben mir ein wenig hysterisch an zu kichern. Er quieckt, er vierzieht das Gesicht, er hustet künstlich und giggelt weiter. Was ist looooos? frage ich, denn auch wenn der Gatte manchmal etwas irre ist, so erscheint mir sein Verhalten doch auffällig. Er druckst etwas herum und dann – Sie werden es gewiss schon ahnen – beichtet er. Er habe eben etwas ersteigert. Ganz aus Versehen, beteuert er.

Heute hat der Gatte also gelernt, wie man aus Versehen Auktionen gewinnt. Wenigstens bin ich dabei bisher immer im unteren zweistelligen Bereich geblieben. Aber wenn der Gatte was macht, dann richtig. Demnächst also eine Rechnung über gut 200$. Aus Versehen. Aber über mich lustig machen! Pöh!

still trendy

Hab ichs nicht schon mal gesagt geschrieben?

käse02
Hoffentlich ist das ganz schnell wieder out.

Geschützt: und weg.

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Missverständnis.

Mutter und Tochter betrachten gemeinsam ein Bilderbuch. Genannten Begriffen die entsprechenden Bilder zuzuordnen beherrscht das Kindlein inzwischen ziemlich gut. Tiere werden am sichersten erkannt. Fragt man, wo das Schaf zu sehen ist, wird energisch mit dem Finger auf die Stelle eingehämmert gezeigt, auf dem eben das Schaf zu sehen ist. Begleitet von dem typischen DAAAAAAAAAA!-Gebrülle, versteht sich.
Wenn Muttern aber fragt „Wo ist der Ei-mer?“ und das Kindlein eben nicht auf entsprechenden Gegenstand einhämmert zeigt sondern beginnt das Buch zu streicheln, dann ist das irgendwie niedlich. Funktioniert übrigens auch bei Ei-chhörnchen. Oder Ei-s. Oder Spiegel-ei

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