von Nachtwanderungen.

Nein, wir haben keine Seite des Gitterbettchens abmontiert. Alles ist, wie es war. Ich meine auch gar nicht die Nachtwanderungen durch die Wohnung, ich meine die innerhalb des Bettes. Selbst auf diesen wenigen Quadratcentimetern kann man schon ordentliche Strecken zurücklegen. Das Kindlein jedenfalls wühlt sich von einem Bettende zum nächsten und wieder zurück. An ein gitterfreies Bett ist das nächste Jahr vermutlich gar nicht zu denken.

Grundsätzlich schläft das Kindlein am liebsten auf dem Bauch. Das sieht dann so aus…

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… oder so…

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… und manchmal auch so.

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Die Umstellung von Schlafsack auf Decke hatten wir im Hochsommer begonnen. Für den Winter steigen wir aber wieder auf die altbewährten Schlafsäcke um, weil das Kindlein im kalten Zimmer schlecht so …

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… schlafen kann. Kissen und Decke sind noch nicht so ihrs.

das Kind hier und das Kind dort.

So. Da war es also, das erste Entwicklungsgespräch der Tochter in der KiTa. Nun finde ich es umso ärgerlicher, dass es sowas nicht schon früher gab. In unsrer KiTa gabs nämlich keine Elterngespräche. Keine richtigen jedenfalls. Wenn man eine Frage hatte, konnte man die Erzieher natürlich schon mal kurz beiseite nehmen – es wurde nur kaum genutzt. Inzwischen hat die KiTa allerdings personell aufgestockt und kann es sich erlauben den Montag als „Entwicklungsgespräch“-Tag einzuführen. Auf Anfrage kann man mit den Erziehern also einen Montag vereinbaren, an dem sich die Hauptbezugserzieher die Zeit nehmen mit den Eltern über das Kind zu sprechen.

Heute fand also unser erstes Enwicklungsgespräch statt. Anbei Erzieherin E. und Erzieherin T. , wobei E. vor nun fast einem Jahr die Eingewöhnung mit dem Tochterkind gemacht hat und somit ihre erste Bezugsperson ist.

Man hatte Getränke, Fotos, Kunstwerke des Kindes und Spielsachen, mit denen sie gerne spielt, vorbereitet. Hoch im Kurs sind beim Tochterkind immer noch die Bücher. Nichts geht über Bilderbücher anschauen und die dort abgebildeten Gegenstände benennen. Ebenso geliebt sind die vielen buza (=Puzzel), aber auch die Puppe ist ein gern bespielter Gegenstand. Malen würde das Tochterkind zudem noch sehr gerne. Bis zu diesem Punkt war mir alles bekannt, zu Hause favorisiert das Tochterkind ähnlich. Neu war mir, dass das Kindlein gerne mit Puppengeschirr spielt, gerne diverses kocht und ihre Puppe damit füttert. Das liegt schlicht daran, dass das Tochterkind zu Hause (noch) kein Puppengeschirr besitzt. Stattdessen hat sie Zugang zu diversen Plastikschüsseln und Löffeln aus unsrer Küche – die würdigt sie jedoch keines Blickes. Tze. Es ist eben doch immer genau das spannend, was man nicht haben kann.

Es wurde ein wenig zum allgemeinen Entwicklungsstand der Tochter gesagt, was zusammengefasst den Inhalt von „Sie entwickelt sich altersgerecht.“ entspricht. Sprache, Feinmotorik, Grobmotorik, alles einwandfrei (also ihrem Alter entsprechend).

Besonders interessiert haben mich zwei Punkte. Zum einen Töchterchens Verhalten innerhalb  der Gruppe, zum anderen die Esssituation. Letzteres nicht etwa, weil das Tochterkind schlecht essen würde. Nein, sicher nicht. Sie ist und war schon immer eine ausgesprochen „gute“ Esserin (von den Stillproblemen einmal abgesehen), das konnten mir auch die beiden Erzieherinnen bestätigen. Das besondere an Töchterchens Esssituation in der KiTa ist, dass sie dort nicht mitisst. Während alle andren Kinder das dort angebotene Frühstück, Mittag oder den Nachmittagssnack zu sich nehmen, isst die Tochter das, was ich ihr für diese Mahlzeiten eingepackt habe. Für mich ist es nun natürlich nicht unerheblich zu wissen, wie die Tochter mit dieser Situation umgeht. Kann sie akzeptieren, dass sie nicht das gleiche bekommt, wie die andren Kinder? Leidet sie eventuell darunter, weil sie lieber das andere essen würde? Fordert sie es? Und wenn, wie verhält sie sich, wenn sie es nicht bekommt?

Grundsätzlich konnte man mich beruhigen. Es läuft gut. Das Tochterkind isst problemlos ihr Brot, die Banane, das Ei oder was ich ihr sonst noch zu essen einpacke.  Manchmal würde sie Teile des Essens dort fordern, gerade wenn es Nudeln gibt zum Beispiel und ganz schlimm bei Joghurt zum Nachtisch. In dem Zusammenhang beichtete man mir, dass man ihr schon mal ein paar Nudeln gegeben hätte, weil das Tochterkind dermaßen darauf fixiert gewesen sei, dass man Mitleid hatte. Das finde ich nun aber auch nicht schlimm, im Gegenteil. Es ist eher beruhigend zu wissen, dass die Erzieherinnen im Zweifel auch mal nachgeben und nicht tatenlos zusehen während sich die Tochter die Seele aus dem Leib brüllt. Im Gespräch habe ich auch noch mal deutlich gemacht, dass sie nicht etwa aus Allergie-Gründen nicht mitisst, sondern aus dem einfachen Grund, dass ich das dort angebotene Essen ernährungstechnisch subobtimal finde (das habe ich allerdings nicht ganz so direkt formuliert..). Aber natürlich ist nichts dagegen einzuwenden, wenn das Tochterkind dort ein paar Nudeln isst, selbst wenn es keine Vollkornnudeln sind (Ökomuddi lässt grüßen.). Man nickte, man verstand und ich glaube, man verstand mich wirklich und fand mein Vorgehen nicht etwa einfach nur doof und überflüssig. Eine Änderung gab es nun aber doch: künftig wird Muddi regelmäßig Joghurt (pur) im Kühlschrank der KiTa deponieren, sodass das Tochterkind auch einen Joghurt bekommt, wenn die Kinder einen zum Nachtisch essen. Das klingt doch super. :)

Ebenso interessant wie die Esssituation war für mich die Frage nach dem Platz der Tochter innerhalb der Gruppe.
Was soll ich sagen? Nun ja. Sie hat keinen. Natürlich ist sie noch sehr jung und das Spiel mit andren Kindern nicht wichtig oder gar erforderlich. Aber selbst neben andren Kindern spielt die Tochter eher ungern. Sie scheint mehr der Eigenbrötler. Dafür ist sie sehr konzentriert bei der Sache, wenn sie sich was zum Spielen ausgesucht hat. Am liebsten allerdings sitzt sie einfach nur an sicherere Stelle – was zumeist der Schoß einer Erzieherin ist – und beobachtet. Das, was wir eigentlich schon immer geahnt haben, wurde uns in diesem Rahmen auch mal von außen sehr deutlich gesagt. Das Kind beobachtet leidenschaftlich und äußerst ausdauernd einfach das Geschehen um sie herum. Man erzählte mir, dass das Kind gerne am Zaun der Puppenecke stünde und beobachte, wie andre Kinder mit ihrer Puppe spielen würden. Sobald das Kind die Puppenecke verließe, würde sie selbst hineingehen und mit der Puppe exakt das nachahmen, was das andere Kind vorgemacht habe.
In der Tat ist uns ihre Beobachtungsgabe auch schon aufgefallen. Meines Erachtens ist gerade das Beobachten der Grund dafür, dass bei der Tochter größere Entwicklungsschritte immer ganz plötzlich auftreten. Krabbeln, Laufen, Rennen, Klettern – all das lernte das Kind scheinbar von einem Tag auf den nächsten. Vielleicht erinnert sich der ein oder andre Leser an dieses Video? Die kurze Videosequenz hält Töchterchens ersten Schritte fest. Sie läuft mehrere Meter ohne groß zu fallen. Sie geht in die Knie, hebt etwas vom Boden auf und richtet sich ohne Hilfe der Hände wieder auf um weiterzulaufen. Für die ersten Schritte finde ich das wirklich erstaunlich. Bis dato war ich der Annahme, dass Kinder sich ausprobieren müssten, dass sie viele, viele Versuche bräuchten bis etwas gelingen würde. Wahr ist, dass das vermutlich auf viele Kinder zutrifft, unwahr, dass es auf alle zutrifft. Die Tochter hier beobachtet also erst mal ausgiebig und wenn sie meint, genug Informationen gesammelt zu haben, versucht sie es selbst – und landet meist gleich mit dem ersten Versuch einen Volltreffer.

Das alles und noch ein paar überaus wichtige Details mehr ergab also das Entwicklungsgespräh. Es war ein gelungenes Gespräch, fand ich. Eines, bei dem man mich auch nur Dinge fragte, die tatsächlich relevant im Hinblick auf die Tochter waren. Ich wurde also nicht gefragt, ob wir in einer Mietwohnung leben, welche Einkommensverhältnisse wir haben oder ob wir einen Schwimmkurs besuchen (alles schon gehört…). Gefragt wurde nur Dinge, die auch wirklich relevant waren, also zum Beispiel wie es zu Hause mit dem Essen laufen würde. Oder welchen Eindruck ich hätte, ob sich das Kind in der KiTa wohl fühle?

Genau diesen Eindruck habe ich. Das Kindlein fühlt sich wohl in der KiTa. Ich bin wirklich zufrieden und finde unsre derzeitige Regelung voll auf unsere Bedürfnisse abgestimmt. Ich habe das Gefühl für die Tochter genau das richtige Maß zwischen Einfluss von außen (andre Erwachsene, Kontakt mit Gleichaltrigen, andre Räumlichkeiten, andres Spielzeug) und dem Vertrauten (Mama, Papa, unsere Wohnung, ihr Spielzeug, die Hasen..) gefunden zu haben. Das Kind geht gern in die KiTa und kommt ebenso gerne wieder nach Hause. Das beruhigt mich sehr, muss ich zugeben. Man zweifelt ja doch immer ein bisschen, ob der eigene Weg wirklich so gut ist, wie man hofft glaubt.

Und wie würden die Erzieherinnen die Tochter in einem Satz beschreiben?
Sie ist ein ruhiges und ausgeglichenes Kind.

Das klingt doch gar nicht so übel ;)

Trick 16 einhalb

Wie? Ihr Kind geht nur unter größten Anstrengung ins Bett? Ihr Kind spielt abends auf Zeit und ruft x Mal nach Ihnen, weil es noch was trinken möchte, ganz dringens auf Toilette muss oder in dem Haufen Kuscheltiere das eine Kuscheltier nicht finden kann? Und so ist aus dem Abendritual eher ein Abendprozedere geworden?

Dann machen Sie was falsch.

Wenn Ihr Kind ein Schnullerkind ist, dann ist das Kind ins Bett bringen nämlich überhaupt kein Problem. Stellen Sie die Regel auf, dass es den heißgeliebten Schnuller nur im Bett gibt und geben Sie dem Kind ein paar Tage Zeit sich an diese Regel zu gewöhnen. Wenn Ihr Kind auch nur annähernd so verliebt in seinen Schnuller ist wie unsere Tochter, dann werden Sie bald einen Zwerg vor sich stehen haben, der Sie inständig darum bittet schnullern ins Bett zu dürfen. Ehrlich, das funktioniert einwandfrei.

Kunst am Kind

oder warum es machnmal bequemer ist, ohne diverses Zeugs im Bett zu schlafen.

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Geschützt: Befehlzwerg

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nicht ganz…

… mein Kind, nicht ganz.

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Trotzdem immer wieder ein großes Highlight: sich selbstständig Mütze, Socken oder Schuhe anzuziehen. Mütze funktioniert immer dann, wenn sie nur eine Öffnung hat (also nicht wie diese hier). Socken klappen so gar nicht, dafür kann sie sie ratzfatz ausziehen. Schuhe (mit Klettverschluss, also Haussschuhe) klappen immer mal wieder, es wird also. Und dieser stolzer Blick nach vollbrachter Leistung – zu herrlich!

Kinderfreuden

… Mamas Schuhe anziehen.

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(In der Tat läuft das Kindelein dann mal ne halbe Stunde in Muttis Schuhen rum.. Straßenschuhe gehören nicht in die Wohnung? Stimmt. Hier eigentlich auch nicht. Aber ich kann ihr den Spaß nicht verbieten :) )

von unterwegs.

Dass ich von meinem Kurztrip durch Süddeutschland nicht heiser zurückgekehrt bin, ist ein wahres Wunder. Schon bei Frau Schwägerin wurde geplaudert bis in die Nacht (für Frau Schwägerin ist alles nach 22Uhr tiefste Nacht und wir quatschten bis 23Uhr, jawohl! ;) ), mairym und ich hätten sicherlich auch noch genug Themen gehabt um 3 weitere Nachmittage durchzuquatschen und mit der SchnubbelsMama lohnt es sich sowieso schon mal gar nicht ein Gespräch anzufangen, für welches man nicht mindestens 2 Stunden Zeit hat. Mami kam also voll auf ihre Kosten.

Was das Tochterkind betrifft.. nun ja. Bei Frau Schwägerin fing es noch ganz wunderbar an. Das Tochterkind spielte völlig zufrieden neben und selten auch mit der lieben Cousine und die Cousine mit dem Tochterkind. Der Cousin, das bebi, war wie erwartet das Highlight schlechthin und wenn Mutti die Tochter oft genug daran erinnerte, dass man beim bebi nur aiiii machen dürfe, war sie in seiner Gegenwart zumeist auch sehr vorsichtig. Besuche bei Frau Schwägerin werden auf jeden Fall von Mal zu Mal schöner :)

Bei mairym sah das ganze aus Töchterchens Sicht nun etwas anders aus. Hier stieß sie erstmalig auf 2 Jungs und Jungs sind eben Jungs. Sie haben ihre Methoden um unterschiedliche Interessen in Einklang zu bringen und so fühlte sie sich in den ersten zwei Stunden auf Mamis Schoß deutlich sicherer als inmitten der beiden lebhaften Kerlchen. Aber auch meine Tochter wird mit der Zeit mutiger und nachdem sich die Jungs mehr für ihr Dup.lo als für die Tochter interessierten, konnte sie sich schließlich auch in ihre Mitte wagen. Dass trotzdem meistens irgendeines der drei Kinder am Heulen war, übergehen wir an der Stelle besser gekonnt. Highlight war im Übrigen die Katze. Und das Fenster.

Zuletzt die Begegnung mit dem Schnubbelkind. Die beiden Zwerge kennen sich seit sie minus3Wochen alt sind oder so und da sich die Mamis so gut verstehen, ist klar, dass die beiden Sprösslinge dafür sorgen müssen, dass aus zwei Familien eine große wird. Die Väter diskutierten schon kurz nach der Geburt über die Anzahl der Kamele – ich erwähnte das bereits. Noch scheint die Tochter im Schnubbelkind allerdings keinen Heiratskandidaten zu sehen. Noch hält sie auch nicht viel davon, wenn er ihr liebevoll über den Kopf streichelt oder ihr selbstlos seinen heiß geliebten vollgesabberten Schnuffelbär zum Kuscheln anbietet. Aber das kommt, ganz sicher. Wir Muttis sind da guter Dinge, schließlich konnten die beiden zuletzt wenigstens an der frischen Luft friedlich nebeneinander sandeln – statt sich gegenseitig die Schaufel um die Ohren zu hauen, Sand in die Auge zu werfen und die Förmchen zu klauen – und sogar hintereinander rutschen – statt den Vordermann über die Rutsche drüberzuschubsen oder ihm in den Rücken zu rutschen, weil er in den Augen des Hintermannes zu langsam ist. Wir sind stolz. Sehr.
Nichtsdestotrotz.. die Tochter ist eine Heulsuse. Das Schnubbelkind musste sie nur schief anschauen und sie war schon am jammern. Wagte das Schnubbelkind auch nur einen Schritt in Richtung der Tochter, brach sie bereits in hysterisches Geflenne aus. Aber was soll man da bitte machen? Dem Schnubbelkind kann man wohl kaum verbieten, lieb zu der Tochter zu sein, dem Tochterkind kann man wiederum nicht das Weinen an sich verbieten. Und so standen wir Eltern vor einem äußerst frustrierten Schnubbelkind und einem ziemlich aufgelösten Tochterkind und wussten nicht, wie wir sinnvollerweise eingreifen sollten. Aber nächstes Mal. Dann sind die Zwerge alt genug. Na hoffen wirs.

ausgelastetes Kind erwünscht

KiTa-Ferien. Das bedeutet, dass das Kindlein den ganzen lieben langen Tag an Mamis Seite ist. Keine anderen Kinder, derzeit mit kaum Bewegung außerhalb der Wohnung (das Wetter lässt stark zu wünschen übrig), immer nur die gleichen geistigen Anreize – das Kindlein ist nicht ausgelastet. Überhaupt nicht ausgelastet. Sie ist schier unerträglich, weil eben nicht ausgelastet.

Sie greift mal nach diesem, mal nach jenem Spielzeug, scheint sich aber schon beim Gedanken an das Spielen damit zu langweiligen, bespielt es halbherzig für ein paar Sekunden, sucht nach dem nächsten, bei dem es ebenso abläuft. Hat das Tochterkind Probleme sich aus Eigeninitiative heraus oder auch mit ein wenig Unterstützung von Mami sinnvoll zu beschäftigen, findet sie früher oder später natürlich trotzdem eine Beschäftigung – in der Regel eine, die in Mamis Augen unter Scheißelkram läuft. Und so tönt es hier im minutentakt, das Kindlein solle dieses lassen, das Kindlein möge bitte jenes lassen. Nein, Tochter, nicht anfassen/runterschmeißen/zerreißen/auskippen/…!!!

Es ist ätzend.

Aus diesem Grund freue ich mich sehr, dass diese Woche ziemlich stressig wird. Heute nach Mannheim, morgen nach Hanau, Donnerstag und Freitag nach Stuttgart und am Samstag nach Karlsruhe. Fulltimeprogramm. Abwechslung für das Tochterkind, Abwechslung für die Mama. Und am Abend hoffentlich zwei völlig erschöpft ins Bett fallenden Mädels.

Bleibt die Frage, wie die nächste Woche wird. Bis auf einen Termin steht da nämlich noch gar nichts im Kalender. Das macht mir ein wenig Angst, müssen Sie wissen…

nicht mein Kind.

Kann ein Mädchen eigentlich ein Mädchen sein, wenn es sich beim Überschreiten der Türschwelle eines Bekleidungsgeschäftes anfängt zu sträuben was das Zeug hält?

Das Kindlein hat vor ein paar Tagen nämlich genau diese seltsame Eigenschaft entwickel. Sobald Mutti einen Klamottenladen betreten möchte, werden die Versen tiiiief in den Fußboden gestemmt. Wäre der liebe Papa nicht da um das Tochterkind auch gegen ihren Willen ins Geschäft zu bugsieren, müsste Mutti das Projekt shoppen bis der Geldbeutel nichts mehr hergibt nahezu jedes Mal vorzeitig abbrechen. Wenn man bedenkt, welchen Verlust das bedeuten würde – nicht vorstellbar! Alternativ – also dann, wenn die Tochter im Buggy sitzt und keine Chance hat ihre Versen und ihre Körperkraft zum Einsatz zu bringen – wird übrigens der ganze Laden zusammengebrüllt. Laut genug, damit auch wirklich jeder im gesamten Einkaufscenter von ihren gemeinen, hinterhältigen, fiesen Eltern erfährt.

Nun gut. Es mag ein paar Frauen auf dieser Welt geben, für die shoppen etwas  zwischen einem notwendigen Übel und einer absoluten Horrorbeschäftigung darstellt. Für mich gilt das allerdins keineswegs. Wenn man also Töchterchens Weiblichkeit in Hinblick auf die paar exotischen Exemplare nicht-gerne-shoppender Frauen noch bejahen muss, so sollte ich zumindest Zweifel daran haben dürfen, dass die Tochter auch wirklich meine Tochter ist. Schwer vorstellbar bei diesem Verhalten. Äußerst schwer vorstellbar.

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