.

Im Kreise der Familie wird das Tochterkind meist über alle Maße gelobt. Es ist schon fast beeindruckend, für was man ein Kind alles loben kann. Nun ja. Fairerweise muss man sagen, dass die Familie das Tochterkind – ich erwähnte das – recht selten sieht und die Sprünge dementsprechend riesig sind. Was für uns also schon völlig normal ist, kann bei der Verwandtschaft regelrechte Begeisterungsstürme auslösen. Und so wurde das Kindlein am Wochenende für praktisch jedes Grunzen, jedes Augenzwinkern und jede Fingerkrümmung gelobt. Wie niedlich sich das anhöre! Oh und wie pfiffig das aussähe! Und wie geschickt sie das mache!
Hätte das Tochterkind unter irgendwelchen Komplexen gelitten, so wären diese in den 2 Tagen restlos ausradiert worden. Ganz sicher.

Und man hört es gern. Zu gern vielleicht. Natürlich weiß eine Mutter, dass das eigene Kind einfach ein wunderbares Kind ist. Jede Mutter weiß das. Aber trotzdem ist es schön, das auch von andrer Seite aus bestätigt zu hören. Zumal man den lobenden Worten für das Kind auch durchaus ein Lob an einen selbst heraushören kann. Immerhin hat man nicht unwesentlich zu diesem Menschlein beigetragen (jedenfalls auf biologischer Ebene ist das wohl unbestreitbar, die erzieherische lasse ich außenvor).

Umso schmerzlicher ist es für eine Mutter, wenn man das Gefühl bekommt, dass alle anwesenden Kinder gelobt werden – bis auf das eigene. Das Gefühl mag blöd sein. Eine Mutter müsste doch wissen, dass ihre Kinder ganz wunderbare Kinder sind und eigentlich darauf pfeifen, ob das nun besonders erwähnt wird oder nicht. Die Kinder sind auch ohne jede Erwähnung wunderbar, natürlich. Aber es tut trotzdem weh. In dem Maße wie sich Mütter über ein Lob für das Kind freuen, im gleichen Maße schmerzt es, wenn sie glauben das Kind hätte eines verdient, aber niemand bermerke es.

Und darum.
Du hast wundervolle Kinder. Bezaubernd sind sie und wahnsinnig clever. Du bist ganz zu Recht stolz auf sie.
Nur damit das klar ist.

agi goes Frau Kathy II

Auch am Sonntag waren alle Kinder gesund, sodass Familie Agi die Reise gen Norden antreten konnte. Dreihundertzwölf Kilometer galt es zu überwinden. Fast pünktlich um viertel nach vier standen wir ein kleines bisschen nervös vor der Haustüre der Familie Kathy.

Es ist immer wieder aufs Neue spannend, Blogger einmal persönlich kennenzulernen. Monatelang liest man von den Höhen und Tiefen im Alltag einer Familie, der Blog, der Blogger und ganz besonders die Bloggerkinder wachsen einem ans Herz und dann … sieht man diese Menschen in natura. So aus Fleisch und Blut und so. Und es ist immer wieder ein spannendes Erlebnis. Man kennt sich nicht und doch kennt man sich.

Besonders vom Fräulein Ida hatte ich ein relativ klares Bild vor Augen und was soll ich sagen? Das Fräulein ist genau so und noch viel, viel besser! Leser der Frau Kathy erinnern sich ganz sicher an dieses Video. Ehrlich, das ist gar nichts. Das Fräulein muss man mal live gehört haben! Zu herrlich *gnihihi
Herr Tünnes steht der großen Schwester allerdings in Sachen Knuddeligkeitsfaktor in nichts nach. Selten ein so munteres, neugieriges Kerlchen erlebt. Und wie gut der Mann schon laufen kann! Fast ein Jahr liegt zwischen dem Tochterkind und dem Kerlchen, aber laufend ist er praktisch so geschickt wie die Tochter auch – und nur ein kleines bisschen langsamer. Da haben wir wahrlich Bauklötze gestaunt.

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Wo Frau Agi sich schon längst wie zu Hause fühlte, brauchte das Tochterkind noch ein paar Augenblicke um Vertrauen zu fassen, ließ sich von Frau Kathy aber großzügig mit einer Banane bestechen überzeugen. Von da an gab es keine Berührungsängste mehr und das Vorleseangebot wurde entsprechend gierig angenommen.

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Nach einem kurzen Ausflug auf den nahegelegenen Spielplatz, auf dem bereits Frau Kathy als Kind gespielt hatte (so alt ist der schon!?) und nun also die nächste Generation ihre Runden dreht,

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ging es zurück ins Haus um lecker Zwiebelkuchen zu futtern. Für das Tochterkind bat ich um eine Scheibe Brot mit Frischkäse, weil ich annahm, dass sie den Zwiebelkuchen verschmähen würde. Zwiebeln isst das Kinde zu Hause nämlich nie.und.nimmer.nicht. Frau Kathy und das Fräulein scheinen da aber ein magisches Talent für zu haben (das Fräulein möchte später Köchin werden, vielleicht rührt das daher?), das Tochterkind verputze nämlich mal eben eineinhalb Stücke,  dann endlich durfte auch Mutti mal probieren.

Aber wie es nun mal so ist, geht die Zeit bei solchen Treffen immer viel zu schnell rum. Eine GuteNachtGeschichte mit Frau Kathy später mussten wir uns auch schon wieder auf den Heimweg begeben.

Frau Ansku formulierte es hier mal ganz treffend und hat wahrlich Recht, wenn sie sagt, dass so Bloggertreffen irgendwie immer gleich sind – nämlich einfach wunderbarst.

Liebe Frau Kathy, lieber Herr Kathy und ihr lieben beiden Kathyskinder – vielen Dank für diesen schönen Nachmittag!

(Und wer noch wissen möchte, warum man einen Elefanten mal eben mit einem Mond verwechseln kann oder woran man einen echten Blogger erkennt, der sei hierhin verwiesen. Wir haben uns jedenfalls köstlich amüsiert :D )

(k)ein Vater II

Der Vater räumt ein paar Dinge ins Auto. Seine Tochter kommt dazu.

Tochter: Papaaaa, was machst du da?
Vater: Nichts.
Tochter: Aber Papa.. was machst du denn da?
Vater: Das geht dich nichts an!
Tochter: Räumst du das ein?
Vater: Ja.
Tochter: Warum?
Vater: Darum!!!

Gnyaaaaaaaaaaaaaaaa! „Das geht dich nichts an!„!? Gehts noch freundlicher? Dieser Mann macht mich wahnsinnig. Und nein, leider keine Momentaufnahme. Das läuft immer so. Wenn die Familie auf der Terasse sitzt, dann hört man jedes einzelne Wort, wenn unsere Balkontür offen ist und wirklich nichts, was der Mann je zu dem Kind gesagt hat war freundlich. Von liebevoll will ich gar nicht sprechen…
Ich will gar nicht sagen, dass ich hier Mama Perfect in Person bin. Es gibt Phasen, da könnte ich das Tochterkind ordentlich an die Wand klatschen und schimpfe ununterbrochen. Und wenn ich zum 100. Mal an diesem Tag „Nein!“ schreien muss, dann klinge ich sicher nicht mehr nur bestimmt, sondern durchaus auch ziemlich genevt. Das tut mir dann zwar Leid, ist meines Erachtens aber nicht weiter tragisch – wenn es sich eben auf diese Phasen oder meine schlechten Tage beschränkt. Der Mann ist aber immer so. Der ist einfach so. Aber weiß ein Kind, dass der Vater einfach so ist und das nichts mit dem Kind selbst zu tun hat? Dass sein eigenes Verhalten diesen Ton kaum beeinflussen kann? Ich bin mir zwar sicher, dass Kinder weitaus mehr verstehen, als wir Erwachsenen ihnen zutrauen, aber wenn ich dann an die (extremen) Fälle denke, in denen sich die Kinder die Schuld am Streit ihrer Eltern geben, in denen sie sich wünschen, einfach nicht mehr da zu sein, nur damit die Eltern nicht mehr streiten, in denen sie alles mögliche anstellen, nur um die Aufmerksamkeit der Eltern zu erregen und es ihnen schon völlig gleich ist, ob diese Aufmerksamkeit positiver oder negativer Natur ist, dann fällt es mir schwer zu glauben, dass diese 3jährige erkennt, dass das Verhalten ihres Vaters nur bedingt mit ihr zu tun hat. Und dann tut mir dieses Kind einfach Leid.

agi goes München II

Wer glaubt, dass mein Aufenthalt im Münchner Raum mit dem Besuch bei Frau Kassiopeia schon vorbei gewesen ist, der irrt. Hin- und Rückfahrt von je 3,5 Stunden kann man einem 20 Monate altem Kindlein an einem einzigen Tag nicht zumuten, also wurde genächtigt – auf einem schönen Minibauernhof ein paar viele Kilometer vor der Großstadt mit den absolut atemberaubenden Wohnungspreisen.

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Der bot nun wirklich alles, was ein kleines Kinderherz erfreut. Schaukeln, Sandkasten, Bolzplatz, Trampolin, Klettergerätschaften, Rutsche, Einräder, Zweiräder, Dreiräder, Bälle, allerlei Spielzeug für Sandkasten und Garten, Tischtennisplatten, Tischfußball und vor allem: Tiere. Gänse, Enten, Hühner, Ziegen und Hasen haben wir bewundern dürfen. Angeblich gabs sogar Kühe. Wirklich, wirklich schön. Drumherum gibts nichts als Felder und somit keine Autos, keine Straßen, kein Krach, keine nervigen Nachbarn. Idylle pur. Der Sonntag Vormittag war somit verplant.

Dann fiel Frau Agi ein, dass sie der Gastgeberfamilie von heute noch unbedingt Blumen mitbringen wollte. Ach ja, und einen Kuchen hatte Frau Agi auch versprochen, aber sowohl das eine als auch das andere bei der Abreise elegant vergessen. Man erinnere sich – Sonntag.. aber Frau Agi ist solche Situationen ja durchaus gewohnt, es folgte also Plan B. An einem Blumen-selber-schneiden-Feld wurde ich fündig und kreierte einen etwas zerzausten Strauß Sonnenblumen. Was den Kuchen betrifft, so leerte ich beim goldenen M die Dosen mit den Coockies. Dass ich mir die letztendlich hätte sparen können, weil ich bei den Gastgebern angekommen vergaß sie herauszuholen, übergehe man bitte großzügig (sorry, Papa..). Ähäm.

Am Mittag ging es dann zur kleinen Chefin höchstpersönlich. Ebenfalls anzutreffen waren dort Frau Schussel, Frau GEM und Frau Lehrerin. Aus meiner Sicht war es wunderbarer Tag und aus der Sicht des Kindes vermutlich das Eldorado. Warum? Im Garten der Familie steht dieses Stein-sprudelt-Wasser-Ding und das Tochterkind (ebenso wie alle andren anwesenden und laufenden Kinder) war wie hypnotisiert. Wasserspiele sind einfach der Hit.

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Zum Abschluss noch ein paar Schnipsel:

* der Papa beherrscht das Grillhandwerk
* Frau Lehrerin und Frau GEM das Salathandwerk
* das Essen war demnach hervorragend, dafür gabs den ganzen Tag nur Wasser zu trinken!!!
* herrlich zu beobachten, wie 2 Kinder innerhalb von Minuten Freundschaft schließen
* amüsant zu beobachten, dass die Chefin mitnichten die einzige so junge Chefin war – GEMs Tochter und das Kindlein standen ihr in nichts nach
* der Knirps braucht nicht viel um glücklich zu sein – Sand reicht vollkommen
* die Mama der Chefin hat einen ähnlich gigantischen Bauch wie Frau Kassiopeia – der Entbindungstermin ist allerdings 2 Monate später
* agi weiß nun, warum Frau Lehrerin so viele Babyblogs liest
* agi hat dafür immer noch keine Ahnung wie das Geschwisterchen der Chefin heißen wird – aus absolut bescheuerten Fairnessgründen hat sie die Erzählfreude der Chefin nämlich nicht ausgenutzt
* das nächste Mal nehme ich mir gar nicht erst vor schon um 18Uhr loszufahren – ich schaffs ja sowieso nicht mich so früh loszureißen

Vielen, vielen Dank für die Einladung und die Bewirtung (das nächste Mal dann aber bitte nicht nur das olle Wasser zum Trinken anbieten!).

agi goes München I

Ich wäre nicht agi, wenn ich nicht mindest ne Stunde zu spät käme. So auch zur Babyshower bei Frau Kassiopeia (aber immerhin hab ich Bescheid gegeben.. dass Frau Kassiopeia ihre SMS allerdings nicht liest, dafür kann ich dann auch nichts ;) ) An der Stelle ein paar Schnipsel.

* Frau Lehrerin habe ich natürlich verpasst.
* Frau schussel klingt schon am Telefon absolut vielversprechend – was ne schöne Telefonstimme! Schon mal über ne Karriere als Callagentin nachgedacht? Ich würde jede Umfrage mitmachen. Ganz sicher.
* Ein Leben ohne Schokolade ist möglich – aber sinnlos. Frau Kassiopeia hat mit ihrer phänomenalen Schokotorte aber sogar mein Schokobedürfnis stillen können. Yummi!
* Zoé ist die hübscheste 4jährige, die ich kenne.
* Noah der hübscheste 3jährige, den ich kenne.
* Tom wiederum der hübscheste rothaarige 1jährige, den ich kenne.
* der Knirps der Frau schussel hat dafür so knuffige Pausbäckchen, dass ich mich schwer zusammenreißen musste nicht ständig in diese reinzukneifen.
* das Tochterkind war selbstsicher wie eh und je, erkundete mutig die Wohnung und beanspruchte gleich mal Spielzeugauto, Puppenwagen und Puppe für sich und verteidigte es auch gegen die eigentlichen Besitzer – was Tom wohl eine Beule einbrachte .
* 3 Kinder ins Bett bringen, bedarf ganz schön viel Zeit seitens des Vaters der Eltern.
* Frau Kassiopeia schubst ihre Kinder tatsächlich.
* Frau schussel ist auch live eine Meisterin der Argumente.
* mit Frau Kassiopeia kann man wunderbar quatschen. Was den Redefluss betrifft, ist sie mir auf jeden Fall ebenbürtig. Der Liebste der Frau Kassiopeia hat sich jedenfalls gewundert, dass ich zu Wort kam – der Liebste hier, dass Frau Kassiopeia zu Wort kam.
* der Liebste der Frau Kassiopeia hat bei mir sowieso an Sympathien gewonnen, nachdem er das Tochterkind am Abend zum Auto trug, weil es doch so müde sei.
* … und natürlich habe ich vergessen auch nur ein einziges Bild zu machen. Schande über mich.

Alles in allem ein sehr schöner Abend und auf jeden Fall wiederholenswert :) Vielen Dank, werte Frau Kassiopeia für die Einladung und die ganze Arbeit, die du dir in deinem Zustand gemacht hast. ;)

DAS Fenster.

Der Vollständigkeit halber noch der Beweis, dass die mairym-Kinder und das Tochterkind das Fenster auch gemeinschaftlich belagern konnten. ;)

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von unterwegs.

Dass ich von meinem Kurztrip durch Süddeutschland nicht heiser zurückgekehrt bin, ist ein wahres Wunder. Schon bei Frau Schwägerin wurde geplaudert bis in die Nacht (für Frau Schwägerin ist alles nach 22Uhr tiefste Nacht und wir quatschten bis 23Uhr, jawohl! ;) ), mairym und ich hätten sicherlich auch noch genug Themen gehabt um 3 weitere Nachmittage durchzuquatschen und mit der SchnubbelsMama lohnt es sich sowieso schon mal gar nicht ein Gespräch anzufangen, für welches man nicht mindestens 2 Stunden Zeit hat. Mami kam also voll auf ihre Kosten.

Was das Tochterkind betrifft.. nun ja. Bei Frau Schwägerin fing es noch ganz wunderbar an. Das Tochterkind spielte völlig zufrieden neben und selten auch mit der lieben Cousine und die Cousine mit dem Tochterkind. Der Cousin, das bebi, war wie erwartet das Highlight schlechthin und wenn Mutti die Tochter oft genug daran erinnerte, dass man beim bebi nur aiiii machen dürfe, war sie in seiner Gegenwart zumeist auch sehr vorsichtig. Besuche bei Frau Schwägerin werden auf jeden Fall von Mal zu Mal schöner :)

Bei mairym sah das ganze aus Töchterchens Sicht nun etwas anders aus. Hier stieß sie erstmalig auf 2 Jungs und Jungs sind eben Jungs. Sie haben ihre Methoden um unterschiedliche Interessen in Einklang zu bringen und so fühlte sie sich in den ersten zwei Stunden auf Mamis Schoß deutlich sicherer als inmitten der beiden lebhaften Kerlchen. Aber auch meine Tochter wird mit der Zeit mutiger und nachdem sich die Jungs mehr für ihr Dup.lo als für die Tochter interessierten, konnte sie sich schließlich auch in ihre Mitte wagen. Dass trotzdem meistens irgendeines der drei Kinder am Heulen war, übergehen wir an der Stelle besser gekonnt. Highlight war im Übrigen die Katze. Und das Fenster.

Zuletzt die Begegnung mit dem Schnubbelkind. Die beiden Zwerge kennen sich seit sie minus3Wochen alt sind oder so und da sich die Mamis so gut verstehen, ist klar, dass die beiden Sprösslinge dafür sorgen müssen, dass aus zwei Familien eine große wird. Die Väter diskutierten schon kurz nach der Geburt über die Anzahl der Kamele – ich erwähnte das bereits. Noch scheint die Tochter im Schnubbelkind allerdings keinen Heiratskandidaten zu sehen. Noch hält sie auch nicht viel davon, wenn er ihr liebevoll über den Kopf streichelt oder ihr selbstlos seinen heiß geliebten vollgesabberten Schnuffelbär zum Kuscheln anbietet. Aber das kommt, ganz sicher. Wir Muttis sind da guter Dinge, schließlich konnten die beiden zuletzt wenigstens an der frischen Luft friedlich nebeneinander sandeln – statt sich gegenseitig die Schaufel um die Ohren zu hauen, Sand in die Auge zu werfen und die Förmchen zu klauen – und sogar hintereinander rutschen – statt den Vordermann über die Rutsche drüberzuschubsen oder ihm in den Rücken zu rutschen, weil er in den Augen des Hintermannes zu langsam ist. Wir sind stolz. Sehr.
Nichtsdestotrotz.. die Tochter ist eine Heulsuse. Das Schnubbelkind musste sie nur schief anschauen und sie war schon am jammern. Wagte das Schnubbelkind auch nur einen Schritt in Richtung der Tochter, brach sie bereits in hysterisches Geflenne aus. Aber was soll man da bitte machen? Dem Schnubbelkind kann man wohl kaum verbieten, lieb zu der Tochter zu sein, dem Tochterkind kann man wiederum nicht das Weinen an sich verbieten. Und so standen wir Eltern vor einem äußerst frustrierten Schnubbelkind und einem ziemlich aufgelösten Tochterkind und wussten nicht, wie wir sinnvollerweise eingreifen sollten. Aber nächstes Mal. Dann sind die Zwerge alt genug. Na hoffen wirs.

(k)ein Vater

Gerade sitze ich am Schreibtisch und habe das Fenster offen. Ich höre – weil es auch gar nicht möglich ist es zu überhören – wie ein Papa der Nachbarschaft mit seiner 3jährigen Tochter umgeht. Ich würde nicht sagen, dass er sie wirklich schlecht behandelt, jedenfalls schlägt er sie nicht und auch sonst scheint das Kind sehr angetan von ihrem Papa. Aber trotzdem tut es mir Leid da zuzuhören. Ich habe selten einen Vater erlebt, der von seiner Tochter so unglaublich genervt scheint. Wir wohnen zwar noch nicht lange hier, aber egal, wann man ihn mit der Tochter sieht, er klingt stets absolut genervt. Dabei lässt sie sich eigentlich nichts zu Schulden kommen, soweit ich das beurteilen kann. Trotzdem hört man ausschließlich „Neeeheiiiin, nicht jeeeheetzt.“ oder Anordnungen wie „Weg da!„, „Fass das nicht an!„, „Geh rein jetzt!„, „Lass mich jetzt mal in Ruhe!“ und überhaupt. Und ich finde es einfach nur traurig, wie sehr das Mädchen darum bemüht ist ihrem Vater ein paar freundliche Worte zu entlocken. Eben hat sie wohl eine Blume am Gehwegrand gepflückt und zeigt sie ihm ganz stolz mit den Worten „Schau mal, Papa! So eine schöne Blume!“ und was antwortet ihr der Papa? „Nicht jeheeetzt, S.!„. Ehrlich, ich finde das richtig traurig.

Babywunsch.

Eine Erzieherin der KiTa erkundigte sich heute, ob die Tochter kürzlich ein Baby gesehen habe. Sie hätte den ganzen Tag nuuuuur vom bäbe gesprochen, aber dafür müsse sie schon Mama und Papa fragen, hätte man sie vertröstet…

Ähm nein. Da besuchen wir doch lieber öfter unseren Neffen. Der war nämlich gestern hier und hat das Kind scheinbar nachhaltig beeindruckt ;)

ehrfürchtig.

Beim Anblick dieser wild spielenden Kinder

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verschlug es der Tochter und ihrer Cousine erst mal die Sprache. So ehrfürchtig habe ich das Kind noch nie gesehen, glaube ich.

faszination02

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