Krankenlager – extended version

Es reicht. Wir haben die Schnauze gestrichen voll. Seit 3 Wochen ist hier ständig irgendwer krank. Zuerst der liebste Gatte – Bindehautentzündung und gleich im Anschluss Mandelentzündung. Gefolgt vom Kindlein mit relativ undefinierbarem Fieber. Anschließend wieder ein Bindehautentzündungsfall beim Kind und kaum geht der Zwerg in die KiTa fällt der Papa wieder aus. Ebenfalls Fieber, Gelenkschmerzen, Halsschmerzen, alles was eben so geht. Die Mutter hält sich zunächst noch wacker (irgendwer muss ja funktionieren und so), fällt dem ganzen Krankheitsgedöns schlieslich doch noch zum Opfer, weshalb der Papa – leider immer noch nicht völlig genesen – wieder herhalten muss (denn wie Sie bereits wissen.. irgendwer muss ja funktionieren und so). Auch heute sind Muttern und Vattern noch nicht voll einsatzfähig, da schiebt der Zwerg wieder Fieber. Ja wunderbar. Und was danach, bitteschön? Ach so, btw haben wir nun gemeinschaftlich die Bindehautentzündung. Entzückend, das, wahrlich entzückend.

Es reicht. Ihr verfluchten Viren und Bakterien und sonstigen Krankheitsverursacher: SCHERT EUCH ZUM TEUFEL!

*grrrrrrrr*

Befinden

Und wie gehts uns heute so?
Bindehautentzündung, danke der Nachfrage.

Timing

Wo zum Teufel haben die Zwerge nur diese nervigen Sensoren versteckt?

Kaum plant man mal was für das Wochenende ein, schon schiebt das Kind Fieber. Natürlich. Na mal sehen, wie sich das noch entwickelt. Die Nacht war grausig, das Kind glühte, ächzte und heulte und die Mama zog das erste Mal überhaupt  zum Kindlein ins Zimmer. So hatte wenigstens der Gatte die Chance auf eine erholsame Nacht… und tagsüber? Es geht. Leicht erhöhte Temperatur vielleicht, aber eigentlich recht munter. Die letzten paar Minuten wurde sie zunehmend nöliger und als ich fragte, ob sie ins Bett wolle, da nickte das Kindlein. Nun gut, wie Madmoiselle meinen..
Noch hoffe ich auf Zahnungsfieber oder ein einfach-mal-so-Fieber. Andre Symptome, die auf Langwierigeres hindeuten, hat sie vorerst jedenfalls nicht.

örks

Wenn die Tochter hustet, schnupft und fiebert ist ihre Laune tendenziell mieß. Kein Wunder, selbst Mama ist in solchen Situationen ziemlich nölig. Nervig dabei ist, dass das Kindlein sich an die schlechte Laune irgendwie gewöhnt und nach der Genesung erst noch ein paar Tage braucht um sich daran zu erinnern, dass es auch etwas jenseits von nölen, meckern und grundlos heulen gibt. Heute war mal wieder so ein ich-bin-zwar-nicht-mehr-krank-benehme-mich-aber-trotzdem-so-Tag. Örks. Streichen. Bitte. Danke.

krank

Das Kind scheint wieder zu gesunden, dafür hats nun Mutti erwischt. Mal sehen, wann der werte Gatte nachzieht…

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Wir. Sind. Sprachlos.

Das Kindlein läuft als hätte sie nie was andres getan. Ehrlich gesagt dachte ich, dass Kinder Laufen lernen müssten. Das Tochterkind scheint sich dagegen einfach Zeit genommen zu haben um die Theorie zu studieren. Gestern – ihr 2. Lauftag – waren wir jedenfalls sprachlos. Mehrfach.

Dafür gabs heute den ersten großen Dämpfer, das Kind fiebert. Sogar relativ hoch (mittagliches Messen ergab 39,6°), was mal wieder einen völlig schlappen Sack anstelle eines aufgeweckten, lebendingen Kindes zum Vorschein bringt. Armer Zwerg.

entsteint

Heute sind Mami so einige fiese, schwere Steine vom Herzen gefallen – dem Kind geht es nämlich endlich wieder besser. Der Appetit ist zurückgekehrt und auch Durst scheint sie wieder ausreichend zu verspüren.
Nachdem sich das Kindlein also am Freitag erneut einer ausgeprägten Kotzeritis hingab und darüber hinaus auch – Achtung: Windelblog! – die Windeln ständig ausliefen, sie aber nur mäßig trank und praktisch gar nichts aß – wobei die Sache mit dem Trinken deutlich schlimmer ist -, waren wir schon drauf und dran mit ihr ins Krankenhaus zu fahren. Letztendlich haben wir uns dagegen entschieden und das Kind stattdessen stündlich geweckt und ihr Wasser oder Tee eingeflößt gegeben, was nebenbei bemerkt erstaunlich gut ging. Aber jetzt, da das Kind ihr Defizit der letzten Tage langsam aufzuholen wollen scheint, bin ich richtig, richtig erleichtert. Heute morgen schossen mir doch glatt ein paar Tränchen in die Augen als ich endlich wieder mein Kind beobachten durfte und nicht mehr dieses Häufchen Elend. Übel, wie sehr das an den Nerven gezerrt hat. So drei Tage verkrafte ich ja ganz gut, aber eine ganze Woche ist schon hart. Da überkommen einen des öfteren Gedanken, ob man nicht alles verkehrt mache, weil es eben nicht besser werden will. Diese lähmende Hilflosigkeit, uaaaah! Furchtbar. Man möchte das Beste machen, weiß aber schlicht nicht, was das Beste ist, stattdessen wägt man ab, grübelt, recherchiert, heult und macht irgendwie gar nichts, was noch schlimmer ist. Örks.  Und dieser arme, arme Knopf. Meine Güte, ich kann mich nicht erinnern jemals solches Mitleid verspürt zu haben liegt wohl am sonst so eiskalten Herz.
Mein liebstes Kind, deine Mama hat nichts dagegen, wenn du mal krank bist. Ist ja auch gesund mal etwas krank zu sein. Wir sollten uns aber darauf einigen, dass du maximal 3 Tage rumkränkelst, mehr verträgt die Mama einfach nicht. :roll:

Also: alles wieder auf dem Weg der Besserung. Mami schon lang, Papa und Kind nun auch. Wurde auch Zeit.

Hm.

Seit Montag kränkeln wir nun rum. Mami ist wieder fit, der Papa so mehr oder weniger und das Kind? Tja, da bin ich mir nicht so sicher. Durchfall ist weg, brechen muss sie auch nicht mehr. Sie trinkt ordentlich (welch Glück), nur das Essen, das will nicht so recht. Ihr Morgenfläschchen trinkt sie, aber so tagsüber…? Nicht mal ein halbes Schüsselchen Brei hat sie verdrückt. Nudeln (eigentlich immer gut) wurden beherzt in den Mund gestopft, bekaut, zunehmend lustloser bekaut und letzten Endes genauso beherzt wieder ausgespuckt. Dem Brot (heiß geliebt) erging es ebenso. Und matt ist sie. Kuschelt viel, bewegt sich wenig. Alles ziemlich untypisch. Diese mangelnde Aktivität schieb ich jetzt mal darauf, dass sie seit Montag nichts oder nur sehr wenig gegessen hat, aber so langsam kann ich mein Kind so nicht mehr sehen. So.. krank.. eben. *seufz* Ich hoffe wirklich, dass wir ihren sonst so beherzten Appetit bald wieder begrüßen dürfen.

zurück im Krankenlager

Ich hätte nicht fahren sollen. Morgens gings mir schon nicht prickelnd, aber man will ja nicht wehleidig sein. Das Kindlein war quietschfidel, also Zeugs gepackt und auf nach Ingolstadt. Tja. Dreißig Minuten vor Ankunft höre ich es hinten verdächtig röcheln, kurz darauf ordentlich würgen, im Anschluss ohrenbetäubendes Gekreische. Also anhalten und das Disaster bestmöglichst beseitigen. Kind eingekotzt, Sitz eingekotzt und das Auto ebenfalls. Lecker, das. *würg* Kaum wieder auf der Autobahn, erreicht uns Ladung Nr. 2, paar Minuten später Nr. 3. Nochmal anhalten, notdürftig beseitigen (Wechselklamotten gabs natürlich keine mehr) und weiterfahren. Angekommen, das Kind zum baden weitergereicht, selbst hingelegt und erst mal ne Runde vegetiert. Herrlich, das. *würg* Ich hätte nicht fahren sollen. Dass ich mit meinem reisenden Krankenlager den Geburtstag meiner Cousine nicht gerade bereicherte, muss ich wohl kaum erwähnen.

(Eine Nacht sind wir geblieben, so krank wie ich war, wäre Auto fahren lebensmüde gewesen.. nun gehts Mutti wieder etwas besser, das kindliche Fieber ist zwischenzeitlich wieder gesunken und gespuckt wurde seit heute Morgen erst mal auch nicht mehr, dafür ist der Papa, der eigentlich zum Mama und Kindlein pflegen nach Hause beordert wurde, mit Fieber ins Bett gekrochen. Klasse. Also dann, ich geh dann auch mal wieder…)

mal wieder…

… am kränkeln, das Kind. Ehrlich gesagt hatte ich mich schon gewundert, dass sie 4 Tage keimfrei aus der KiTa kam. Keimfrei scheint sie aber dennoch, würde ich behaupten. Das Fieber schwankte heute zwischen 39,1 und 39,6, sonst hat sie aber nichts. Ich tippe großzügig auf die Zähne, da sich gerade Backenzahn Nr. 2 durchbohrt, während Backenzahn Nr. 3 schon sichtbar in den Startlöchern steht. Örks. Doofen Zähne.
Entsprechend war das Kindlein heute drauf. Schlapp und kuschelbedürftig. Also saß Mami von morgens um 11Uhr bis abends um 18Uhr mit ihr auf dem Sofa und hat geschaukelt, gesungen, gestreichelt, getröstet. Was Mamis eben so tun, wenn es dem Nachwuchs so hundeelend geht. Und dass ich um 17:30h das erste Mal an diesem Tag einen Gang zur Toilette gewagt habe und meinen Hunger sogar bis halb sieben ignorierte, verbuche ich heldenhaft unter Aufopferung ;)
Armes Krümelkind. Gerade tut sie sich noch etwas schwer beim Einschlafen, mal sehen ob das noch ausbaufähig ist.

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