alles banane.

Manchmal sind die Wortkreationen eines Kleinkindes einfach nur herrlich. Wenn das Tochterkind meine Fahrkünste bemängelt und mir anrät doch bitte sammsamm zu fahren, dann könnte ich sie einfach nur fressen. Manchmal bringt mich das Kindlein mit so manch einer Wortkreation aber auch zur Verzweiflung. Dann nämlich, wenn sie ein Wort sehr wohl richtig ausspricht, nur leider den falschen Gegenstand damit benennt. So versuche ich dem Kinde seit Wochen das Wort Banane näher zu bringen. Grundsätzlich habe ich eigentlich kein Problem damit, wenn das Kind ihre eigens kreierten Wörter verwendet. Bis heute ist der Hund nur der wawa, obwohl ich a) einen Hund nie als Wauwau bezeichnet habe und sie b) das Wort Hund auf Nachfrage sehr wohl korrekt aussprechen kann. Erklärt das Tochterkind mir also, dass da ein wawa im Buch zu sehen ist, bestätige ich sie nur und wiederhole, dass da tatsächlich ein Hund zu sehen ist – mehr aber auch nicht. Das mit der Banane ist aber ne andre Sache. Wenn das Tochterkind Banane meint, dann sagt sie mamo. Meistens verstehe ich aber nicht mamo, sondern mama, weshalb sich des öfteren kleine Missverständnisse ergeben, die in etwa wie folgt klingen:

Kind: Mamo!
Mama: Ja?
K: Mamo!
M: Jaaaa?
K: Maaaamooo!
M: Jaaaaahaaa!??
K: MAMOOOO!
M (inzwischen genervt): WAS!? Ich hör doch zu! Was möchtest du denn!?

Bis ich darauf komme, dass das Tochterkind Appetit auf eine Banane hat, vergeht meist eine Weile. Deshalb liegt mir in dem Fall viel daran, dass das Tochterkind das Wort richtig – oder sagen wir zumindest anders – ausspricht.

Bisher blieben meine Bemühungen allerdings erfolglos. Fordert man die Tochter auf doch mal Ba-na-ne zu sagen, dann wiederholt sie stets äußert überzeugt ihr ma-mo.

Kürzlich aber, da flammte wieder etwas Hoffnung auf den ganzen Missverständnissen bald ein Ende setzen zu können.
Das Kind sollte baden und zwar nicht wie üblich in der Dusche, sondern in der Badewanne. Also erklärte ich, heute würde sie in der Badewanne baden. Banane?, fragte das Kind. Jaaa!, jauchzte ich, Banane! Du kannst ja doch Banane sagen!

Tja. Jetzt sagt das Tochterkind also Banane. Zur Badewanne. Die Banane ist nach wie vor die mamo. Hmpf.

jungskram.

Es ist ja so, dass ich nicht so viel davon halte den Mädchen immer nur Puppen, Barbiebeautysalons und Mini-Putzsets zu kaufen, während die Jungs mit Baggern, Flugzeugen und Fußbällen eingedeckt werden. Natürlich hat das Tochterkind eine zwei drei Puppen und sie betüdelt diese auch absolut mädchentypisch. Aber ich versuche auch ein wenig darauf zu achten, dass sie später nicht nur Dinge in ihrem Zimmer hat, auf denen Elfen, Prinzessinnen und Einhörner abgebildet sind und die sich wegen des ganzen Glitzern in Kitschigkeit gegenseitig ständig übertreffen. Wenn das Tochterkind älter wird uns sich solche Dinge wünscht, dann wird sie sie sicher in einem gewissen Maße auch bekommen, aber sie soll „Jungenkram“ zumindest mal gesehen haben.

So hat das Kind nun 2 Puzzle im aktuellen Schwierigkeitsgrad – nämlich dieses und dieses hier. Dabei musste ich allerdings feststellen, dass meine Mutter damals wohl nicht daran gedacht hat mir typischen Jungenkram näher zu bringen. Ich habe nämlich meistens keinen blassen Schimmer, wenn mich das Tochterkind bei folgenden Puzzleteilen mit großen Augen anschaut: dess da? (= was ist das da?)

Aber Sie wissen das doch ganz sicher und können mir helfen, oder? Das Schicksal des Kindes liegt in Ihren Händen!!!

Also wie würden Sie es benennen? Und wie heisst es wirklich?

laut, lauter, agi.

Wenn das Tochterkind mal schlechte Ohren haben sollte, dann ist vermutlich kein MP3-Player Schuld.

Die Agi hat da nämlich so ne Macke.  Die Agi redet nämlich ziemlich schnell und vor allem auch ziemlich laut. Immer wieder frage ich mich, woher das eigentlich kommt. Meine Mutter spricht jedenfalls nicht so und außer uns beiden gab es ja niemanden, sodass ich mich sprachlich zum Beispiel auch nie gegen Geschwister hätte durchsetzen müssen.

Bisher hat mich diese Macke allerdings nie sonderlich gestört. Immer mal wieder werde ich darauf aufmerksam gemacht, wenn ich wirklich zu laut und zu schnell rede, dann bemühe ich mich die nächsten fünf Minuten etwas dezenter zu sprechen, nur um weitere fünf Minuten später wieder den gleichen Mustern verfallen zu sein. Schlechte Gewohnheiten loszuwerden ist nie einfach, aber da ich selbst nicht darunter leide, ist es besonders schwer.

Jetzt könnte sich allerdings alles ändern. Seit ein paar Tagen ist nämlich das Tochterkind höchstpersönlich die größte Kritikerin meiner Sprechgewohnheiten. Sitzt das Fräulein auf Mamas Schoß um sich die Abenteuer des Bobo Siebenschläfers vorlesen zu lassen, dann hält sie sich die Ohren zu!! Nicht ganz natürlich, etwas möchte sie ja schon noch hören, aber scheinbar nicht die volle Dröhnung, könnte man sagen.

Ähm. Ich glaube, ich sollte mir dringest was überlegen.

Inzwischen lese ich ihr übrigens lieber flüsternd etwas vor. Auf diese Weise überschreite ich hoffentlich keine Beschallungshöchstgrenzen…

von besonderen Bloggern.

Ich erzähle Ihnen nichts Neues, wenn ich sage, was für wundervolle Menschen sich unter Bloggern befinden. Aber ich möchte das auch auf die Gefahr hin Sie zu langweilen noch mal erwähnen.

Die Schaf-Geschichte kennen Sie inzwischen vermutlich. Scheinbar habe ich unter einigen Bloggern Mitleid erregt. Jedenfalls haben sich zwei Damen hinterher mächtig ins Zeug gelegt um das 19cm-Schaf in der unüberschaubaren Welt des WWW doch noch zu finden. Und sie hatten Erfolg. Heute bestellt, gleich überwiesen, in den nächsten Tagen erwartetet. Und die beiden Damen – Frau Schussel und Frau Zwergin – könnte ich dafür einfach nur knutschen! Hach! Was hätte ich nur ohne euch gemacht (so ein Schaf ist überlebenswichtig in diesem Haushalt, glauben Sie es oder nicht!).

Dann gibts da noch so eine Bloggerin. Eine, mit der ich mir schon heftige Diskussionen geliefert habe und die ich leider oft missverstanden habe. Trotz der Differenzen traf man sich vergangenen Sommer und inzwischen kenne ich sie als jemanden, der sehr viel Herz hat und das die Menschen um sich herum wirklich spüren lässt. Kürzlich nämlich, da erhielt ich einen Brief aus dem Hause der Frau Kassiopeia. Darin enthalten war ein Brief, der Mut machen sollte (und das auch geschafft hat) und dieser wunderhübsche Haarreifen, der mir Freude bereiten sollte und das mehr als nur geschafft hat. Vielen Dank, du Liebe! Der Haarreif ist entzückend und trifft dank der Pünktchen und der Farbkombination – wie du natürlich weisst – voll meinen Geschmack  ;)

Und dann wäre da noch.. hm.. also der ein oder andre wird wissen, dass Frau Agi ein großer Japanfan ist, denke ich. Für die anderen: die Frau Agi ist ein großer Japanfan. Wenn es nach mir ginge und ich das nötige Kleingeld hätte, wäre ich schon längst ausgewandert. Nun ist die Frau Agi insbesondere auch ein großer Manga&Anime Fan und nennt eine nicht kleine Sammlung dieser Comics ihr eigen. Darunter ist wiederum eine Serie, die in Deutschland herausgegeben wurde, wegen Plagiatsvorwürfen gegen die Zeichnerin aber nach 7 Bänden vorzeitig eingestellt wurde. In Japan waren zu der Zeit allerdings bereits ganze 12 Bände erschienen. Nun ja.. dass Frau Agi ein sehr großes Verlangen nach diesen 5 grundsätzlich existierenden Bänden hatte, kann vermutlich nur ein Sammler verstehen, derähnliche Erfahrungen gemacht hat. Jedenfalls musste ich die haben. Un-be-dingt (zum Teufel mir der Konsumgesellschaft). Aber da dieser Manga natürlich auch aus der Produktion genommen wurde, war es gar nicht so leicht ihn zu finden. Und so von hier aus ohne großartige Japanischkenntnisse sowieso von den schwindelerregenden Versandkosten mal ganz abgesehen.
Und dann kam Frau_H. Sie suchte vor Ort, kaufte sie und schickte sie mir während ihres Besuchs in Deutschland und dazu noch allerlei anderes Schnickeldi aus Japan. Können Sie sich überhaupt vorstellen, was für Schätzchen diese Dinge für mich darstellen? Hach! Ganz aus dem Häuschen war ich! Und das Tochterkind schlägt da übrigens ganz nach mir. Das Geschenk für sie – knubelförmige, stapelbare Stifte – ist seit Tagen das Highlight hier („Malnnnnnn!„) – bestimmt, weil es aus Japan kommt. ;)

Und dann gibts da noch eine Bloggerin, die an der Stelle ebenfalls unbedingt Erwähnung finden sollte. Eine überaus kluge Frau, dich mich fasziniert und inspiriert. Diese Frau wiederum hat die Gabe in den richtigen Momenten da zu sein und in schwierigen Situationen immer genau die richtigen Worte zu finden. Ihre Mails treffen. So richtig. Werte Frau Limette, fühl dich gedrückt. Du bist ein echtes Goldstück unter den Bloggern.

Das faszinierende daran ist, dass jede einzelne mir – obwohl teilweise sogar unbekanntererweise und eigentlich mit nicht unerheblichen eigenen Problemen beschäftigt – eine Freude bereiten wollte, mir helfen und Trost spenden wollte und das … einfach so. Einfach so.

Ihr Lieben, danke.

agiding.

Erinnern Sie sich vielleicht daran? Heute kam das ersteigerte Stück. Nun ja. Was soll ich sagen?

Finde den Fehler.

mh.

Wie sucht man eigentlich einen Babysitter? Oder besser: wie findet man eigentlich einen Babysitter?

dei gänzäää

… wiederholte das Kind, als Mama der Oma am Telefon stolz verkündete sie hätte inzwischen drei Kränze gebastelt. Einen Adventskranz für die Oma, einen für das eigene Heim und schließlich noch einen für die Tür.


Mein Stil ist erkennbar, oder? ;)

Geschützt: Nikolaus

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Randnotiz

Ein Einkaufswagen im Spielzeugladen ist Gold wert.

Kinderdroge

Zur Geburt hat das Kindlein von unsrer ehemaligen Nachbarin (die von vor 2 Wohnungen.. wir sind wirklich umzugsüchtig) ein Schnuffeltuch bekommen. Ein ganz bestimmtes Schnuffeltuch. Dieses Schnuffeltuch wird heiß und innig geliebt und wehe dem, der es ihr wegnehmen möchte. Nun sieht dieses Schnuffeltuch inzwischen.. nun ja.. etwas benutzt aus und hätte es bitter nötig die Waschmaschine einmal von innen zu betrachten. Aber das Schnuffeltuch wäre dann für mindestens eine Nacht nicht verfügbar und ich muss zugeben, dass ich dieses Risiko nicht eingehen möchte. Also muss ein zweites her. Ein Ersatzschnuffeltuch, dass dem eigentlichen optisch haargenau gleicht. Immerhin ist das begehrte Stück ein echten Markenteil, sodass ich davon ausging, ein Nachkaufen wäre unproblematisch. Immerhin hat das Schnuffeltuch eine Katalognummer und vor allem einen Namen. Aber diese Firma ist böse. Diese Firma hat nämlich gerade dieses Schnuffeltuch aus dem Programm genommen und durch ein anderes – für uns völlig wertloses – Schnuffeltuch ersetzt. Böse Firma. Sehr böse. Nun gut. Mami ist ja nicht blöd. Mami kennt da nämlich so ein Auktionshaus, da findet man manchmal genau solche Dinge. Und tatsächlich! Ich werde fündig.

Sie können sich nicht vorstellen, was für ein großer Stein mir vom Herzen fällt.

Abhängig von einem Stück Stoff mit Kopf und Rassel im Bauch. Deprimierend.

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