von Nachtwanderungen.

Nein, wir haben keine Seite des Gitterbettchens abmontiert. Alles ist, wie es war. Ich meine auch gar nicht die Nachtwanderungen durch die Wohnung, ich meine die innerhalb des Bettes. Selbst auf diesen wenigen Quadratcentimetern kann man schon ordentliche Strecken zurücklegen. Das Kindlein jedenfalls wühlt sich von einem Bettende zum nächsten und wieder zurück. An ein gitterfreies Bett ist das nächste Jahr vermutlich gar nicht zu denken.

Grundsätzlich schläft das Kindlein am liebsten auf dem Bauch. Das sieht dann so aus…

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… oder so…

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… und manchmal auch so.

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Die Umstellung von Schlafsack auf Decke hatten wir im Hochsommer begonnen. Für den Winter steigen wir aber wieder auf die altbewährten Schlafsäcke um, weil das Kindlein im kalten Zimmer schlecht so …

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… schlafen kann. Kissen und Decke sind noch nicht so ihrs.

Trick 16 einhalb

Wie? Ihr Kind geht nur unter größten Anstrengung ins Bett? Ihr Kind spielt abends auf Zeit und ruft x Mal nach Ihnen, weil es noch was trinken möchte, ganz dringens auf Toilette muss oder in dem Haufen Kuscheltiere das eine Kuscheltier nicht finden kann? Und so ist aus dem Abendritual eher ein Abendprozedere geworden?

Dann machen Sie was falsch.

Wenn Ihr Kind ein Schnullerkind ist, dann ist das Kind ins Bett bringen nämlich überhaupt kein Problem. Stellen Sie die Regel auf, dass es den heißgeliebten Schnuller nur im Bett gibt und geben Sie dem Kind ein paar Tage Zeit sich an diese Regel zu gewöhnen. Wenn Ihr Kind auch nur annähernd so verliebt in seinen Schnuller ist wie unsere Tochter, dann werden Sie bald einen Zwerg vor sich stehen haben, der Sie inständig darum bittet schnullern ins Bett zu dürfen. Ehrlich, das funktioniert einwandfrei.

schnullerlos in Bayern

Schlafen gehen war hier eigentlich nie ein Thema. Schon zu Babyzeiten zeigte uns die Tochter deutlich, wann sie was brauchte. Einen halbwegs festen Rhythmus zum Beispiel. Einen abgedunkelten Raum und gedämpfte Lautstärke. Und in fremder Umgebung bitte Mamas und Papas Stimme im Hintergrund. Nur wenn sie krank ist, bedarf es mehr Einsatz seitens der Eltern. Dann kann es schon mal sein, dass die Tochter nur auf dem elterlichen Arm einschläft. Aber krank ist sie ja zum Glück nur selten.

Das wichtigste ist allerdings, dass man ihre Zeiten einhält. Zu Babyzeiten waren 2 Stunden Wachphase absolut ausreichend, heute sind es knapp 5 Stunden bis sich die Müdigkeit beim Tochterkind einstellt. Dann hat man ein gewisses Zeitfenster, in dem sie problemlos einschläft. Anschließend wird das Einschlafen zum Kraftakt, weil das Tochterkind vor lauter Müdigkeit gar nicht mehr weiß, wie das mit dem Einschlafen eigentlich überhaupt ging.

Ebenso wichtig sind Schnuller, Schaf und Spieluhr. Ohne geht eigentlich nicht.

In der Nacht wird die Tochter im Übrigen bis heute mehrmals wach. Der Grund ist entweder ein schlechter Traum oder schlicht Durst. Wie Mutti leert das Kind in der Nacht gut und gerne eine Flasche. Normalerweise wird die Tochter aber nur in den ersten paar Stunden wach und somit zu Zeiten, in denen die Eltern selbst noch nicht ins Bett gegangen sind. Unsre Nachtruhe ist folglich nur selten davon betroffen – das Kind schläft grundsätzlich durch (und das seit sie 5 Monate und 5 Tage alt ist).

Momentan ist allerdings der Wurm drin. Legt man die Tochter nach 5 Stunden samt Schnuller, Schaf und Spieluhr ins Bett, geht das nur für die ersten paar Minuten gut. Wenn es darum geht sie hinzulegen, macht das Töchterchen nur in Ausnahmefällen einen Aufstand. Sie mag ihr Bett. Sehr sogar. Wenn man sie morgens herausnehmen will, kann es sogar sein, dass sie gar nicht aus dem Bett gehoben werden will und sich stattdessen noch ein bisschen hin- und herdreht – das dauert manchmal bis zu einer Stunde. Somit kann man wohl sagen, dass das Töchterchen mit ihrem Bett nicht grundsätzlich nur Schlechtes (= Schlafen obwohl Spielen spannender wäre) verbindet.
So. Zur Zeit liegt das Problem darin, dass die Tochter partout nicht einschlafen will. Zunächst plaudern sie ein bisschen vor sich hin (kein Thema), dann ruft sie ein paar Mal nach Mama und/oder Papa (noch mal was trinken? Na ja, okeeee..), dann ruft sie immer lauter nach Mama und/oder Papa (Kind! Was denn noch!? Schlafen jetzt!), dann werden Schnuller und Schaf aus dem Bett befördert und verzweifelt Mama und Papa herbeigerufen, die ihr die wertvollen Schlafbegleiter wieder zurückgeben müssen (du Frechmops! EINMAL geb ichs dir, dann wird OHNE geschlafen, klar!?), springen Mama und Papa dann nicht ganz so wie Madame sich das vorstellt, wird ab und an auch ordentlich Frust abgelassen (argh! SO nicht, Prinzessin, SO nicht!) und wenn alle Stricke reißen, dann wird der Trumpf aus dem Ärmel geschüttelt: Mamaaaaaa!!! AUAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAA!!!! (KIND! WEHE, WEN DU DIR NICHT WIRKLICH WEH GETAN HAST!!!)

So auch heute. Um 18Uhr habe ich die Tochter gebettet, jetzt – um halb 8 – ruft sie immer noch nach mir. Inzwischen war ich ein paar Mal drin, habe ihr 3x was zu trinken gegeben, sie 4x hingelegt, 7x die Spieluhr aufgezogen und 2x den Schnuller und das Schaf gereicht. Seit 10 Minuten übt sie sich darin Mamamamamamamama in verschiedenen Nuancen zu äußern – mal nüchtern rufend, dann leidend, bittend, monoton aufsagend, lauter rufend, wütend kreischend, dicht gefolgt von hinreissend bettelnd. Natürlich hat sie den Schnuller und ihr Schaf auch ein drittes Mal aus dem Bett geworfen. Aber jetzt wird ohne geschlafen. Ich hatte es ja angekündigt. So. Egal wie lange es noch dauert. Das wäre und wird dann also die erste, echte, ziemlich unfreiwillige aber dennoch selbst verschuldete, schnullerfreie Nacht. Du wolltest es nicht anders, mein liebstes Kind.

klar.

Besuchsbedingt schläft das Kindlein derzeit bei Mama und Papa im Schlafzimmer, während das Kinderzimmer als Gästezimmer herhält.

Im Ernst, ich frag mich wie man neben seinem Kind oder dem Babyfon überhaupt schlafen kann… bei jedem Mucks des Kindleins wache ich auf und lausche, ob ich mich zum Aufstehen bereit machen sollte oder weiterschnorcheln kann, weil sich der Zwerg nur von der einen auf die andre Seite gewuchtet hat. Im Übrigen könnte man dabei regelmäßig auf die Idee kommen das Fräulein sei schwanger.. so wie sie dabei ächzt und stö.hnt…

Diese Nacht war der Zwerg besonders unruhig. Die letzten beiden Stunden vor dem Weckerklingeln lag das Papa nur noch wach im Bett, Mami immerhin die letzte Stunde – nachdem die sowieso kurze Nacht schon x Mal unterbrochen wurde. Als der Wecker schließlich klingelte, durften Mami und Papi natürlich aufstehen, während das Kind exakt in diesem Moment wieder wegratzte. Dann. Wenn der Wecker klingelt. Dann. Schläft. Das. Kind. Und lässt sich natürlich durch nichts aus der Ruhe bringen. Klar.

2 Stunden

… bietet das müde Kind dem Schlaf nun schon Paroli. Hartnäckig, mein Mäuschen, hartnäckig. Aber Mama und Papa nehmen das gelassen, etwas Gemotze beim Einschlafen darf ja auch mal sein.

unfassbar

Mein Kind liebt schlafen. Wo andre Familien Probleme haben ihre Kinder zum Schlafen zu überreden, scheint sich unsre Tochter darum zu reissen. Natürlich nicht immer, aber dennoch oft genug. Um 20h wurde das Kindlein gestern gebettet, gegen 8Uhr verlangte sie nach ihrem Fläschchen und schlief daraufhin noch mal ein. Bis um halb 12. Halb 12! Es ist nicht so, dass wir das noch nie gehabt hätten, aber in der Regel war sie am Abend zuvor einfach dermaßen spät ins Bett gegangen, dass sie den Schlaf entsprechend in die Länge ziehen musste. Aber so? Das ist wahrer Luxus, meine Lieben.

Bequem? Bequemer.

Ich glaube für den Moment ist mein Kind selbstständig genug…

Wie immer geht Mami alles in der letzten Sekunde an, so auch die ersten Einsendearbeiten für die Uni. Heute müssen sie unbedingt zur Post, also sollten die Unterlagen möglichst gestern Abend fertig sein. Gestern Nacht um 3Uhr war ich dann tatsächlich fertig. (Kein Kommentar, bitte…) Der Punkt ist, dass ich dadurch recht spät ins Bett bin und heute morgen um 8Uhr (=Aufstehzeit des Kindes) noch entsprechend fertig war. Fünf Stunden Schlaf sollten reichen? Ich wäre entzückt, wenn dem so wäre, nur leider geht bei mir unter 8 Stunden rein gar nichts. Bei weniger Schlaf gleiche ich einer wandelnden Leiche und selbst 2 Liter Kaffee können dann nicht mehr viel bewirken. Also das Kind zum Füttern geholt und gehofft, dass es sich noch eine Weile selbst beschäftigt, während sie Mami etwas weiterdösen lässt.
Das Kind beschäftigte sich tatsächlich. Einmal sind wir in ihr Zimmer umgezogen und mein unglaublich selbstständiges Kindlein spielte und spielte und versorgte sich sogar selbst mit Nahrung. Nun gut, ihre Selbständigkeit reicht noch nicht aus sich ihr Essen selbst aus dem Schrank zu holen (wobei auch das nur noch eine Frage der Zeit ist), die Wickeltasche birgt allerdings so manches Geheimnis.. ;)

Kurz darauf lese ich eine Mail vom Gronkel, der mich an die Kreativität von Kindern erinnern möchte um mir mögliche Creme-Rumschmier-Attacken zu ersparen.
Lieber Gronkel, und wenn schon, das nehme ich für ein paar Minütchen länger Dösen (vorerst) in Kauf. ;)

So schön es auch ist, die Regel soll es bitte nicht werden. Erinnert mich daran, wenn ich ähnliches öfter bloggen sollte… denn noch bin ich mir nicht so sicher, ob ich der Versuchung widerstehen kann.

NEHEEEEEEIN!

Das würde das Kindlein wohl brüllen, wenn es die Bedeutung dieses Wortes verstünde und schon sprechen könnte.

Um halb sieben haben wir das Kind hingelegt. Da recht müde, schläft sie auch sofort ein. So gegen 8 wird es wach und schreit wie am Spieß. Der Papa geht zu ihr, er vermutet einen schlechten Traum und einen temporären Verlust des heiß geliebten Schnullers. Aber das Kindlein schläft nicht wieder ein, es schreit und schreit und windet sich und sowieso ist alles einfach nur scheiße (denn verstünde sie die Bedeutung dieses Wortes und könnte sie sprechen, so würde sie sich mit Sicherheit so ausdrücken).  Eine Stunde lang probieren wir alles. Wir trösten, wir schunkeln, wir singen, wir streicheln, wir tragen, wir legen uns zu ihr, wir kuscheln, wir bieten ihr etwa dreihunderzwölf Alternativen und Kombinationen an, keine ist ihr recht. Aber das Kind hat nichts. Wirklich nicht. Der Papa hat sie kurz noch mal mit ins Wohnzimmer genommen und siehe da, das Kind war schlagartig wieder zufrieden. Es saß seelenruhig auf Mamas Schoß und war hellwach. Am liebsten wäre es spielen gegangen, sicher, aber es ist halb 10 und ich will das nicht. Schlafenszeit ist Schlafenszeit, da gibt es keine Diskussion. Überhaupt. Sowas wirds hier einfach nicht geben, dass sie Terror schlagend erreicht, was sie will – in dem Fall also wach bleiben und spielen. Nein. Trösten bringt nichts, weil sie schlicht keinen Trost braucht. Das Problem ist, dass wir sie ihren Willen nicht durchsetzen lassen und das macht sie einfach nur stinksauer. Fast schon rasend, würde ich sagen. Also bitte.. da „nachzugeben“ läuft doch nicht mehr unter Bedürfnisse befriedigen, oder? Ich weiß einfach (noch) nicht, wie ich mit einem wütenden Kind umgehen soll. Tagsüber ist das kein Problem. Bekommt sie ihren Willen nicht, schreit sie natürlich ebenfalls entsprechend laut (und ausdauernd), aber dann ist es kein Problem sie mit irgendwas anderem abzulenken oder eben zeitweise zu ignorieren. Aber jetzt.. im Bett.. da gibt es nichts, was sie von ihrem Spieldrang abbringen könnte, denn die Aussicht auf Schlaf ist mit Kinderaugen betrachtet nun mal keine gleichwertige Alternative.
Nun gut, 5min durfte sie also noch mal mit Mama und Papa im Wohnzimmer sitzen. Sie war am bestätigungsgrunzen, am plappern, am grinsen, so wie immer eben. Dann haben Mama und Papa sie noch mal ins Bettchen gebracht, Küsschen gegeben, GuteNacht gewünscht und die Spieluhr laufen lassen. Wir sind raus, das Kind blieb drin und hat – welch Wunder – wieder angefangen zu quängeln, zu nölen, zu weinen, zu schreien, zu wimmern. Aber dieses Mal blieben wir eisern. Soll sie doch. Pff. Und nun – nach etwa 10min lauter Protestaktion – ist sie eingeschlafen.

Schreien lassen ist indiskutabel? Sagen Sie es mir ruhig, in dem Fall juckts mich nicht die Bohne. Ich halte mich zwar sicherlich nicht für die Mutter der Nation, aber für ein doch ganz passables Exemplar. Ich liebe mein Kind abgöttisch und nichts auf dieser Welt könnte daran etwas ändern. Wie die meisten Mütter auch, will ich nur das Beste für sie und investiere hunderte von Stunden in Recherchen um ihr auch wirklich nur das Beste zu bieten, vorzuleben und beizubringen. Ich bin Mutter mit Leib und Seele und bis auf ein paar Momente in denen ich mich ganz weit weg wünsche, genieße ich jede Sekunde mit meiner Tochter. Aber von einer perfekten Mutter (sofern es sie gibt) bin ich meilenweit entfernt und auch mein Kind wird mich spätestens in der Pubertät von Zeit zu Zeit verfluchen und den Gedanken mein Schicksal in die Hände eines Auftragskillers zu legen ziemlich verlockend finden. Da mach ich mir nichts vor. Und obwohl ich eigentlich von Haltungen wie Schreien stärkt die Lungen absolut null halte, verbuche ich das heute unter Erziehungsmaßnahme. Sie wird es sicher nicht verstanden haben, aber so gehts nun mal nicht. So nicht, mein liebstes Kind. Keine Chance.

Abhilfe

Das Kindlein soll zum Mittagsschlaf gebettet werden, aber heute hat Mami irgendwie nicht den richtigen Moment abgepasst. Das Kind steht im Bett, motzt ordentlich und heult ab und an theatralisch auf. Da beklagt sich Mami per ICQ beim Herrn Papa.

Mama ‎(12:04):
nuja
ich lass sie jetzt mal etwas quängeln
mal sehen was draus wird

Papa
(12:04):
im oder außerhalb vom bett?

(Kind quängelt wieder lauter, also geht Mami noch mal ins Zimmer zum Liedchen trällern, Köpflein streicheln… Kindlein zufrieden, Mami geht raus, prompt geht die Quängelei wieder los)

Mama ‎(12:09):
im

Papa ‎(12:09):
na da ist bestimmt aciton angesagt

(und der nächste Besuch beim Kindlein – natürlich mit gleichem Ergebnis…)

Mama ‎(12:15):
hmpf
sie will nisch

Papa ‎(12:15):
hmm
wodka?

Schlafbedürftig

Das Kindlein pennt mal wieder. Gut, heute morgen wurde sie um 8 Uhr aus dem Bettchen geworfen, konnte kurze Zeit später im Auto aber noch mal ein halbes Stündchen schlafen. Dann Arzt und wieder Auto fahren und halbe Stunden schnorcheln. Zu Hause angekommen, blieb sie kaum 45min wach und hielt Mittagsschlaf von 2 Stunden. Im Anschluss eine 1,5stündige Wachphase um noch mal ausgiebig zu ruhen. Mir soll es Recht sein, Schlaf ist bekanntlich ja die beste Medizin. Und dass sie heute Nacht entsprechend munter sein könnte, daran denke ich jetzt einfach nicht.

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