Oh Tannenbaum!

In diesem Sinne wünschen wir (auch denen, die das Video mangels Passwort nicht sehen können ;) ) den Lesern ein stressfreies Weihnachtsfest im Kreise eurer Liebsten!

Geschützt: zwei Zwerge im miteinander.

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Notiz

Schnee betrachtet das Kindlein übrigens lieber von drinnen aus. Da wird gequieckt, wenn Straßen, Autos und Dächer zugeschneit sind. Aber welchen Sinn soll es haben draußen in der Kälte durch das weiße Zeug zu stapfen, wenn man das Treiben doch viel bequemer mit einer Heizung im Rücken vom Fenster aus betrachten kann? Klare Sache. Keine Spur eines Winterkindes.

Vielleicht ist ein Schlitten doch nicht das optimale Weihnachtsgeschenk!?

alles banane.

Manchmal sind die Wortkreationen eines Kleinkindes einfach nur herrlich. Wenn das Tochterkind meine Fahrkünste bemängelt und mir anrät doch bitte sammsamm zu fahren, dann könnte ich sie einfach nur fressen. Manchmal bringt mich das Kindlein mit so manch einer Wortkreation aber auch zur Verzweiflung. Dann nämlich, wenn sie ein Wort sehr wohl richtig ausspricht, nur leider den falschen Gegenstand damit benennt. So versuche ich dem Kinde seit Wochen das Wort Banane näher zu bringen. Grundsätzlich habe ich eigentlich kein Problem damit, wenn das Kind ihre eigens kreierten Wörter verwendet. Bis heute ist der Hund nur der wawa, obwohl ich a) einen Hund nie als Wauwau bezeichnet habe und sie b) das Wort Hund auf Nachfrage sehr wohl korrekt aussprechen kann. Erklärt das Tochterkind mir also, dass da ein wawa im Buch zu sehen ist, bestätige ich sie nur und wiederhole, dass da tatsächlich ein Hund zu sehen ist – mehr aber auch nicht. Das mit der Banane ist aber ne andre Sache. Wenn das Tochterkind Banane meint, dann sagt sie mamo. Meistens verstehe ich aber nicht mamo, sondern mama, weshalb sich des öfteren kleine Missverständnisse ergeben, die in etwa wie folgt klingen:

Kind: Mamo!
Mama: Ja?
K: Mamo!
M: Jaaaa?
K: Maaaamooo!
M: Jaaaaahaaa!??
K: MAMOOOO!
M (inzwischen genervt): WAS!? Ich hör doch zu! Was möchtest du denn!?

Bis ich darauf komme, dass das Tochterkind Appetit auf eine Banane hat, vergeht meist eine Weile. Deshalb liegt mir in dem Fall viel daran, dass das Tochterkind das Wort richtig – oder sagen wir zumindest anders – ausspricht.

Bisher blieben meine Bemühungen allerdings erfolglos. Fordert man die Tochter auf doch mal Ba-na-ne zu sagen, dann wiederholt sie stets äußert überzeugt ihr ma-mo.

Kürzlich aber, da flammte wieder etwas Hoffnung auf den ganzen Missverständnissen bald ein Ende setzen zu können.
Das Kind sollte baden und zwar nicht wie üblich in der Dusche, sondern in der Badewanne. Also erklärte ich, heute würde sie in der Badewanne baden. Banane?, fragte das Kind. Jaaa!, jauchzte ich, Banane! Du kannst ja doch Banane sagen!

Tja. Jetzt sagt das Tochterkind also Banane. Zur Badewanne. Die Banane ist nach wie vor die mamo. Hmpf.

jungskram.

Es ist ja so, dass ich nicht so viel davon halte den Mädchen immer nur Puppen, Barbiebeautysalons und Mini-Putzsets zu kaufen, während die Jungs mit Baggern, Flugzeugen und Fußbällen eingedeckt werden. Natürlich hat das Tochterkind eine zwei drei Puppen und sie betüdelt diese auch absolut mädchentypisch. Aber ich versuche auch ein wenig darauf zu achten, dass sie später nicht nur Dinge in ihrem Zimmer hat, auf denen Elfen, Prinzessinnen und Einhörner abgebildet sind und die sich wegen des ganzen Glitzern in Kitschigkeit gegenseitig ständig übertreffen. Wenn das Tochterkind älter wird uns sich solche Dinge wünscht, dann wird sie sie sicher in einem gewissen Maße auch bekommen, aber sie soll „Jungenkram“ zumindest mal gesehen haben.

So hat das Kind nun 2 Puzzle im aktuellen Schwierigkeitsgrad – nämlich dieses und dieses hier. Dabei musste ich allerdings feststellen, dass meine Mutter damals wohl nicht daran gedacht hat mir typischen Jungenkram näher zu bringen. Ich habe nämlich meistens keinen blassen Schimmer, wenn mich das Tochterkind bei folgenden Puzzleteilen mit großen Augen anschaut: dess da? (= was ist das da?)

Aber Sie wissen das doch ganz sicher und können mir helfen, oder? Das Schicksal des Kindes liegt in Ihren Händen!!!

Also wie würden Sie es benennen? Und wie heisst es wirklich?

laut, lauter, agi.

Wenn das Tochterkind mal schlechte Ohren haben sollte, dann ist vermutlich kein MP3-Player Schuld.

Die Agi hat da nämlich so ne Macke.  Die Agi redet nämlich ziemlich schnell und vor allem auch ziemlich laut. Immer wieder frage ich mich, woher das eigentlich kommt. Meine Mutter spricht jedenfalls nicht so und außer uns beiden gab es ja niemanden, sodass ich mich sprachlich zum Beispiel auch nie gegen Geschwister hätte durchsetzen müssen.

Bisher hat mich diese Macke allerdings nie sonderlich gestört. Immer mal wieder werde ich darauf aufmerksam gemacht, wenn ich wirklich zu laut und zu schnell rede, dann bemühe ich mich die nächsten fünf Minuten etwas dezenter zu sprechen, nur um weitere fünf Minuten später wieder den gleichen Mustern verfallen zu sein. Schlechte Gewohnheiten loszuwerden ist nie einfach, aber da ich selbst nicht darunter leide, ist es besonders schwer.

Jetzt könnte sich allerdings alles ändern. Seit ein paar Tagen ist nämlich das Tochterkind höchstpersönlich die größte Kritikerin meiner Sprechgewohnheiten. Sitzt das Fräulein auf Mamas Schoß um sich die Abenteuer des Bobo Siebenschläfers vorlesen zu lassen, dann hält sie sich die Ohren zu!! Nicht ganz natürlich, etwas möchte sie ja schon noch hören, aber scheinbar nicht die volle Dröhnung, könnte man sagen.

Ähm. Ich glaube, ich sollte mir dringest was überlegen.

Inzwischen lese ich ihr übrigens lieber flüsternd etwas vor. Auf diese Weise überschreite ich hoffentlich keine Beschallungshöchstgrenzen…

Beschäftigungstherapie

… für knapp 2jährige. Klappt super. Das Tochterkind klebt sogar fast ausschließlich auf das Blatt Papier.

Geschützt: Nikolaus

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phasiges.

Das Kindlein steckt mal wieder mitten in so einem Phasending. In dieser Phase wird – wie in den meisten Phasen – sehr viel und vor allem sehr laut und sehr ausdauernd gebrüllt. Und zwar immerzu. Das Kindlein verlangt also beispielsweise nach einem Stückchen Gurke. Natürlich, liebstes Tochterkind, kannst du ein Stückchen Gurke haben, sage ich und beginne zu schälen. Das Kindlein sieht das und beginnt ihrerseits – na? zu was? genau. – zu brüllen. Doch keine Gurke?, frage ich das Kind und das Kindlein schüttelt mit einem wie-konntest-du-mir-das-antun-Blick heftigst den Kopf. Na gut, sage ich und lege das Stück Gurke zurück in die Schale. Wieder sieht das Kind diesen Vorgang und beginnt – na? zu was? genau. – zu brüllen. Jetzt doch die Gurke?, frage ich das Kind und das Kindlein nickt  mit einem wie-konntest-du-mir-das-antun-Blick heftigst mit dem Kopf. Na gut, sage ich und starte einen zweiten Versuch dem Minimädchen das Stück Gurke zu reichen. Das Kindlein sieht das und beginnt – na? zu was? genau. – zu brüllen.
Und wenn sie nicht gestorben ist, dann brüllt sie auch noch heute. Oder so.

Das ganze ist eine echte Herausforderung für meine Nerven. Potentielle Auftakte ergeben sich nämlich ununterbrochen. Das Kind hat Durst. Eine Katze verschwindet hinter der nächsten Ecke. In China fällt der berühmte Sack Reis um. Alles ist möglich.

Als solche Szenen die ersten Male aufkamen, habe ich selbst nicht so recht rausgefunden, also die Gurke angeboten, wieder zurückgelegt, angeboten, zurückgelegt und wieder angeboten – so lange bis mir der Kragen geplatzt ist und ich das Kindlein erst mal ordentlich angeschrien habe, sie solle sich jetzt gefälligst entscheiden, sonst würde ich entscheiden und dann gäbe es einfach keine Gurke. Ha! Und bei diesem Wutausbruch, so fand ich, hatte ich mir die Lösung gleich mitgeliefert. Nun entscheide ich, wenn das Tochterkind sich dabei offensichtlich schwer tut. Möchte sie Gurke, biete ich sie an, möchte sie sie dann doch nicht, lege ich sie zurück. Entscheidet sie sich wieder um, hat sie nun noch einen festen, zweiten Versuch und wenn sie die  Gurke dann wieder ablehnt, entscheide ich: die Gurke kommt entgültig weg.

Ob das richtig ist? Ich weiß es nicht. Das wird sich zeigen.

von höflichen Zwergen.

Kürzlich in der KiTa. Beim Herausgehen hält ein Vater dem Tochterkind und mir die Tür auf. Das Kindlein dreht sich anschließend noch um und ruft begeistert „ka-cke!„. Ich übersetzt sogleich „Das ist ihr „Danke“.“, aber man versteht es nur als Witz. In der Tat klingt es ein wenig seltsam, wenn das Kind in der Absicht sich absolut gesellschaftskonform zu verhalten ka-cke! ruft. Und selbst wenn ich übersetze, wirkt es als ob ich nur davon ablenken wolle, dass das Kindlein mit nicht mal 2 Jahren schon Flüche kennt. Dabei ist es wirklich so. Momentan sagt das Kindlein eben noch ka-cke und nicht danke, obwohl sie sehr wohl danke meint.

Das Tochterkind ist nämlich ausgesprochen höflich. Das Prinzip von bitte und danke hat sie sowieso ziemlich schnell begriffen und seitdem wendet sie es auch unbeirrt an. Nur versteht die Gesellschaft das Tochterkind nicht. Im Gegenteil. Das Tochterkind erntet sogar hin und wieder irritierte, ja fast schon missbilligende Blicke, wenn sie den Passanten ihr ka-cke! entgegenschmettert, weil diese vielleicht zur Seite gewichen sind um uns vorbei zu lassen. Ehrlich gesagt tut mir das richtig leid. Da macht sie es „richtig“ und wird dafür abgestraft. Hmpf. Vielleicht sollte ich ihr ein Tshirt kaufen – „wenn ich kacke sage, meine ich danke. kacke.“ oder so.

Auch sehr gerne wird Gesundheit! gewünscht, wenn jemand niest. Die neueren Knigge-Regeln (nach denen der Niesende sich für das Niesen entschuldigen muss, während alle Umstehenden schweigen) haben wir hier noch nicht so intus. Uns wurde noch Gesundheit! beigebracht und das haben wir dem Kindlein scheinbar auch vorgelebt. Nun gut. Beim Kindlein klingt Gesundheit! mehr wie gei-sha!, aber wir wissen ja, worum es geht. Und antworten ka-cke danke.

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