ich weiß etwas, was du offensichtlich nicht weisst

Ein Anruf aus der KiTa, das Kind habe Fieber, es gehe ihr wirklich schlecht, ich möge sie bitte abholen. Ich stürme los und stehe 4min später vor der Tür. Das Kindlein liegt im Arm von Erzieherin I. Ob ich schon b!eim Arzt war, fragt sie mich als ich den Gruppenraum betrete. Ähm, denke ich, vorbeugend oder wie? Nein, war ich nicht, sage ich stattdessen, es ist schließlich nur Fieber. Man sollte aber, stellt sie fest. Das Fieber tut ihr gut, erwidere ich, und solange nichts hinzukommt, ist doch alles in Ordnung. Jaja, ich weiß, winkt sie ab, Fieber unterstützt die Abwehr, aber das Kind hat immerhin 39°C! Es ist nur Fieber, wiederhole ich inzwischen etwas mechanisch und frage mich, wann diese sinnlose Diskussion vorbei ist. Inzwischen habe ich mein fiebriges Kind auf dem Arm, welches sich erleichtert an meinen Hals schmiegt. Aber wer deine Tochter kennt, der sieht ja, dass das Kind so nicht mehr deine Tochter ist!, versucht sie es ein letztes Mal. Mhhh.., murmle ich und verdrehe innerlich die Augen. Und wann habe ich der Dame doch gleich das Du angeboten?

Ein paar Tage zuvor. Ich bin mit dem Tochterkind in der Stadt. Wir halten an einem Selbstbedienungsladen für Backwaren, das Tochterkind wünscht sich ein Brötchen. Eine Frau kommt vorbei, erblickt das Kind und ist entzückt. Du bist ja eine ganz Süße!, ruft sie begeistert und steht schon vor des Töchterchens Buggy. Sie mustert das Tochterkind und strahlt sie an. Ihr Blick fällt auf Töchterchens Jacke. Sie zuppelt daran – ich halte schon den Atem an, weil ich es nicht ausstehen kann, wenn Fremde ungefragt mein Kind anfassen – und wendet sich zu mir. Für diese Jahreszeit ist die ja viel zu dünn, diese Jacke, bermerkt sie und ihr leicht fragender Ton verrät, dass sie gerne hören würde, dass das Tochterkind natürlich über eine viel dickere Jacke verfügt. Das ist schon ok so, weiche ich aus und ignoriere, dass sie die Jacke des Kindes immer noch festhält, wir gehen ja nur von Geschäft zu Geschäft. Aaah, sagt die Frau erleichtert, dann schwitzt sie nicht so in den Geschäften. Ich nehme nun endlich das Brötchen entgegen und reiche es der Tochter. Trocken?, fragt die Frau und schaut mich leicht entsetzt an. Ja, sage ich bestimmt, trocken, während das Kindlein schon herzhaft in ihr Brötchen beisst.

Ich frage mich, ob das irgendwann aufhört. Sowohl Frau Schwägerin als auch Frau Tantchen kennen solche Gespräche nicht. Das lässt ein bisschen hoffen.

Drachen am Himmel

Hoch oben auf dem Berg…

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… gab es heute ein Drachenfest.

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Dem musste die Familie natürlich beiwohnen, hatten Mama und Papa schließlich erwartet, dass es große Begeisterungsstürme beim Kind des Hauses auslösen würde. Das Tochterkind ließ sich zwar ein paar mal dazu hinreißen ihren Blick auf die Objekte am Himmel zu richten,

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… sah im übrigen aber eher so aus. Ein Sprung, ein Zahn, wer weiß das schon so genau. Miese Laune deluxe eben.

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Da bemüht man sich um Ausflüge und das Kind weint. Wunderbar. Trotzdem befanden wir den Ausflug für gelungen – immerhin waren wir an der frischen Luft.

agi goes Frau Kathy II

Auch am Sonntag waren alle Kinder gesund, sodass Familie Agi die Reise gen Norden antreten konnte. Dreihundertzwölf Kilometer galt es zu überwinden. Fast pünktlich um viertel nach vier standen wir ein kleines bisschen nervös vor der Haustüre der Familie Kathy.

Es ist immer wieder aufs Neue spannend, Blogger einmal persönlich kennenzulernen. Monatelang liest man von den Höhen und Tiefen im Alltag einer Familie, der Blog, der Blogger und ganz besonders die Bloggerkinder wachsen einem ans Herz und dann … sieht man diese Menschen in natura. So aus Fleisch und Blut und so. Und es ist immer wieder ein spannendes Erlebnis. Man kennt sich nicht und doch kennt man sich.

Besonders vom Fräulein Ida hatte ich ein relativ klares Bild vor Augen und was soll ich sagen? Das Fräulein ist genau so und noch viel, viel besser! Leser der Frau Kathy erinnern sich ganz sicher an dieses Video. Ehrlich, das ist gar nichts. Das Fräulein muss man mal live gehört haben! Zu herrlich *gnihihi
Herr Tünnes steht der großen Schwester allerdings in Sachen Knuddeligkeitsfaktor in nichts nach. Selten ein so munteres, neugieriges Kerlchen erlebt. Und wie gut der Mann schon laufen kann! Fast ein Jahr liegt zwischen dem Tochterkind und dem Kerlchen, aber laufend ist er praktisch so geschickt wie die Tochter auch – und nur ein kleines bisschen langsamer. Da haben wir wahrlich Bauklötze gestaunt.

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Wo Frau Agi sich schon längst wie zu Hause fühlte, brauchte das Tochterkind noch ein paar Augenblicke um Vertrauen zu fassen, ließ sich von Frau Kathy aber großzügig mit einer Banane bestechen überzeugen. Von da an gab es keine Berührungsängste mehr und das Vorleseangebot wurde entsprechend gierig angenommen.

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Nach einem kurzen Ausflug auf den nahegelegenen Spielplatz, auf dem bereits Frau Kathy als Kind gespielt hatte (so alt ist der schon!?) und nun also die nächste Generation ihre Runden dreht,

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ging es zurück ins Haus um lecker Zwiebelkuchen zu futtern. Für das Tochterkind bat ich um eine Scheibe Brot mit Frischkäse, weil ich annahm, dass sie den Zwiebelkuchen verschmähen würde. Zwiebeln isst das Kinde zu Hause nämlich nie.und.nimmer.nicht. Frau Kathy und das Fräulein scheinen da aber ein magisches Talent für zu haben (das Fräulein möchte später Köchin werden, vielleicht rührt das daher?), das Tochterkind verputze nämlich mal eben eineinhalb Stücke,  dann endlich durfte auch Mutti mal probieren.

Aber wie es nun mal so ist, geht die Zeit bei solchen Treffen immer viel zu schnell rum. Eine GuteNachtGeschichte mit Frau Kathy später mussten wir uns auch schon wieder auf den Heimweg begeben.

Frau Ansku formulierte es hier mal ganz treffend und hat wahrlich Recht, wenn sie sagt, dass so Bloggertreffen irgendwie immer gleich sind – nämlich einfach wunderbarst.

Liebe Frau Kathy, lieber Herr Kathy und ihr lieben beiden Kathyskinder – vielen Dank für diesen schönen Nachmittag!

(Und wer noch wissen möchte, warum man einen Elefanten mal eben mit einem Mond verwechseln kann oder woran man einen echten Blogger erkennt, der sei hierhin verwiesen. Wir haben uns jedenfalls köstlich amüsiert :D )

agi goes Frau Kathy

Ach ja, hatte ich erwähnt, dass wir morgen Frau Kathy samt Familie treffen? Nicht? Tze. Vermutlich weil ich nicht daran geglaubt habe, dass wir je einen Termin finden, an dem den Eltern nichts dazwischen kommt und vor allem alle. Kinder. Gesund. Sind.

Hach! Ich freu mich!

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… eine Familie.

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Agis Vorliebe für Schwarz und Rot fällt gar nicht auf, nein. Nur das blonde Haar des Kindes stört.

agi goes München II

Wer glaubt, dass mein Aufenthalt im Münchner Raum mit dem Besuch bei Frau Kassiopeia schon vorbei gewesen ist, der irrt. Hin- und Rückfahrt von je 3,5 Stunden kann man einem 20 Monate altem Kindlein an einem einzigen Tag nicht zumuten, also wurde genächtigt – auf einem schönen Minibauernhof ein paar viele Kilometer vor der Großstadt mit den absolut atemberaubenden Wohnungspreisen.

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Der bot nun wirklich alles, was ein kleines Kinderherz erfreut. Schaukeln, Sandkasten, Bolzplatz, Trampolin, Klettergerätschaften, Rutsche, Einräder, Zweiräder, Dreiräder, Bälle, allerlei Spielzeug für Sandkasten und Garten, Tischtennisplatten, Tischfußball und vor allem: Tiere. Gänse, Enten, Hühner, Ziegen und Hasen haben wir bewundern dürfen. Angeblich gabs sogar Kühe. Wirklich, wirklich schön. Drumherum gibts nichts als Felder und somit keine Autos, keine Straßen, kein Krach, keine nervigen Nachbarn. Idylle pur. Der Sonntag Vormittag war somit verplant.

Dann fiel Frau Agi ein, dass sie der Gastgeberfamilie von heute noch unbedingt Blumen mitbringen wollte. Ach ja, und einen Kuchen hatte Frau Agi auch versprochen, aber sowohl das eine als auch das andere bei der Abreise elegant vergessen. Man erinnere sich – Sonntag.. aber Frau Agi ist solche Situationen ja durchaus gewohnt, es folgte also Plan B. An einem Blumen-selber-schneiden-Feld wurde ich fündig und kreierte einen etwas zerzausten Strauß Sonnenblumen. Was den Kuchen betrifft, so leerte ich beim goldenen M die Dosen mit den Coockies. Dass ich mir die letztendlich hätte sparen können, weil ich bei den Gastgebern angekommen vergaß sie herauszuholen, übergehe man bitte großzügig (sorry, Papa..). Ähäm.

Am Mittag ging es dann zur kleinen Chefin höchstpersönlich. Ebenfalls anzutreffen waren dort Frau Schussel, Frau GEM und Frau Lehrerin. Aus meiner Sicht war es wunderbarer Tag und aus der Sicht des Kindes vermutlich das Eldorado. Warum? Im Garten der Familie steht dieses Stein-sprudelt-Wasser-Ding und das Tochterkind (ebenso wie alle andren anwesenden und laufenden Kinder) war wie hypnotisiert. Wasserspiele sind einfach der Hit.

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Zum Abschluss noch ein paar Schnipsel:

* der Papa beherrscht das Grillhandwerk
* Frau Lehrerin und Frau GEM das Salathandwerk
* das Essen war demnach hervorragend, dafür gabs den ganzen Tag nur Wasser zu trinken!!!
* herrlich zu beobachten, wie 2 Kinder innerhalb von Minuten Freundschaft schließen
* amüsant zu beobachten, dass die Chefin mitnichten die einzige so junge Chefin war – GEMs Tochter und das Kindlein standen ihr in nichts nach
* der Knirps braucht nicht viel um glücklich zu sein – Sand reicht vollkommen
* die Mama der Chefin hat einen ähnlich gigantischen Bauch wie Frau Kassiopeia – der Entbindungstermin ist allerdings 2 Monate später
* agi weiß nun, warum Frau Lehrerin so viele Babyblogs liest
* agi hat dafür immer noch keine Ahnung wie das Geschwisterchen der Chefin heißen wird – aus absolut bescheuerten Fairnessgründen hat sie die Erzählfreude der Chefin nämlich nicht ausgenutzt
* das nächste Mal nehme ich mir gar nicht erst vor schon um 18Uhr loszufahren – ich schaffs ja sowieso nicht mich so früh loszureißen

Vielen, vielen Dank für die Einladung und die Bewirtung (das nächste Mal dann aber bitte nicht nur das olle Wasser zum Trinken anbieten!).

agi goes München I

Ich wäre nicht agi, wenn ich nicht mindest ne Stunde zu spät käme. So auch zur Babyshower bei Frau Kassiopeia (aber immerhin hab ich Bescheid gegeben.. dass Frau Kassiopeia ihre SMS allerdings nicht liest, dafür kann ich dann auch nichts ;) ) An der Stelle ein paar Schnipsel.

* Frau Lehrerin habe ich natürlich verpasst.
* Frau schussel klingt schon am Telefon absolut vielversprechend – was ne schöne Telefonstimme! Schon mal über ne Karriere als Callagentin nachgedacht? Ich würde jede Umfrage mitmachen. Ganz sicher.
* Ein Leben ohne Schokolade ist möglich – aber sinnlos. Frau Kassiopeia hat mit ihrer phänomenalen Schokotorte aber sogar mein Schokobedürfnis stillen können. Yummi!
* Zoé ist die hübscheste 4jährige, die ich kenne.
* Noah der hübscheste 3jährige, den ich kenne.
* Tom wiederum der hübscheste rothaarige 1jährige, den ich kenne.
* der Knirps der Frau schussel hat dafür so knuffige Pausbäckchen, dass ich mich schwer zusammenreißen musste nicht ständig in diese reinzukneifen.
* das Tochterkind war selbstsicher wie eh und je, erkundete mutig die Wohnung und beanspruchte gleich mal Spielzeugauto, Puppenwagen und Puppe für sich und verteidigte es auch gegen die eigentlichen Besitzer – was Tom wohl eine Beule einbrachte .
* 3 Kinder ins Bett bringen, bedarf ganz schön viel Zeit seitens des Vaters der Eltern.
* Frau Kassiopeia schubst ihre Kinder tatsächlich.
* Frau schussel ist auch live eine Meisterin der Argumente.
* mit Frau Kassiopeia kann man wunderbar quatschen. Was den Redefluss betrifft, ist sie mir auf jeden Fall ebenbürtig. Der Liebste der Frau Kassiopeia hat sich jedenfalls gewundert, dass ich zu Wort kam – der Liebste hier, dass Frau Kassiopeia zu Wort kam.
* der Liebste der Frau Kassiopeia hat bei mir sowieso an Sympathien gewonnen, nachdem er das Tochterkind am Abend zum Auto trug, weil es doch so müde sei.
* … und natürlich habe ich vergessen auch nur ein einziges Bild zu machen. Schande über mich.

Alles in allem ein sehr schöner Abend und auf jeden Fall wiederholenswert :) Vielen Dank, werte Frau Kassiopeia für die Einladung und die ganze Arbeit, die du dir in deinem Zustand gemacht hast. ;)

Entenjagd

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Das Tochterkind hatte sichtlich Freude. Die Enten weniger, glaube ich…

(man beachte, dass die Enten um den Tochterkind zu entfliehen bereitwillig auf den T-Rex zurennen…)

die andre.

Fernstudierende sind in der Regel Fernstudierende, weil die Umstände es erfordern und tendenziell selten, weil sie das Fernstudium einem Präsenzstudium grundsätzlich vorziehen würden. Meine Komilitonen sind also zumeist Menschen, die neben ihrem Beruf, ihrer Ausbildung oder – wie ich – ihrer Familie studieren. Aus diesem Grund war es eigentlich keine Überraschung, dass an dem Seminar noch eine zweite junge Mutter teilnahm (trotzdem war ich kurzzeitig überrascht nicht wie üblich die einzige zu sein; Macht der Gewohnheit oder so).

Ähnliche Lebensumstände reichen allerdings nicht aus um einen Draht zueinander zu haben. Als mich diese Mami während unsres ersten Gesprächs äußerst entsetzt anstarrte, nachdem ich erwähnte, dass das Tochterkind halbtags die KiTa besucht und mir anschließend erklärte, sie würde ihren Sohn niemalsnicht in eine KiTa bringen, was er da nur alles für Krankheiten mitmachen müsste, so war schon relativ schnell klar, dass meine Einstellung sich grundlegend von der ihrigen unterscheidet und wir vermutlich nur selten ähnlicher Meinung wären. Tatsächlich schien sie ebenso entsetzt darüber, dass ich das Tochterkind mit ihrem Papa allein gelassen habe – über Nacht. Dafür war ich entsetzt, dass sie es ihrem Mann scheinbar nicht zutraut.

Ach, ich habs nicht so mit Übermuttis.

agi in Hagen

Im Anschluss an mein BGB-Seminar in Hagen noch Charlotte und Anhang Eltern kennenlernen dürfen. Was ein knuddeliges Mäuschen – hach! Schön wars, wenn auch sehr kurz. Charlotte hatte zuvor ihren Mittagsschlaf verweigert und ich muss zugeben, dass ich nicht einfach ruhig sitzen und einen Kaffee nach dem anderen genießen kann, wenn ich weiß, dass für das Kind eine Portion Schlaf besser wäre als sich in einer Eisdiele zu langweilen. Beim nächstes Treffen dann hoffentlich eine ausgeschlafene Tochter und eventuell einem kinderfreundlicheren Programm :) (vorrausgesetzt dem Ehemann erging es bei meinem Anblick nicht so wie bei besagter anderen Dame ;) ) Vielen Dank ihr drei!

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