Also da wäre zum einen die Treppe und zum andren Klebeband. Gestern Abend hat das Kindlein gleich mal testen wollen, wie es ist diese zwei Stufen herunterzupurzeln. Obwohl ich gerade mal einen Meter von ihr entfernt auf der Treppe saß (um eben das Purzeln zu verhindern) und das Kindlein auf den ersten Blick eigentlich weit genug von der Stufe entfernt saß, konnten das Purzeln nicht verhindern. EIne plötzliche Bewegung, ein Griff ins Leere und das Kindlein kugelte zunächst auf den Rücken um noch mal eine Stufe tiefer auf dem Bauch zu landen. *KRAISCH* Mutti war nem kleinen Herzinfarkt nahe, das Kindlein scheint allerdings Glück im Unglück gehabt zu haben. Da sie die Stufen seitlich liegend förmlich heruntergekullert ist, ist sie zwar einmal mit dem Kopf auf der Fliese gelandet, hat ihn sich aber nicht an der Kante gestoßen oder ist sonst irgendwie besonders ungeschickt gefallen. Man könnte fast sagen, dass sie den sanftesten Weg zum Kugeln gewählt hat. Klar, sie hat erst mal ordentlich geschrien und Mami war so erschrocken, dass sie fast mitgeheult hätte. Trotzdem ließ sie sich binnen 30Sekunden wieder beruhigen und war weitere 30 Sekunden später wieder am grinsen. Was ein Glück! Nach ihrem ersten fiesen Sturz auf eine Bettkante hatte ich damals die Ärztin angerufen und nachgefragt, was zu tun sei. Die damalige Antwort war, man könne erst mal abwarten, schauen, ob sich das Kind wie immer verhält, also nicht erbricht, normal benimmt und vital ist und erst bei solchen Symptomen zum Arzt oder ins Krankenhaus fahren. Vorher sei in der Regel nichts. Fährt man direkt ins Krankhaus, so wird das Kind auf jeden Fall stationär aufgenommen und mindestens 48 Stunden unter Beobachtung gestellt. Daran erinnerte ich mich und gab ihr erst mal Rescue-Tropfen und Arnica. Wie gesagt, eine Minute nach dem Sturz war das Kindlein wieder quietschfidel. Nicht mal weinerlicher war sie geworden. Scheint wohl alles in Ordnung. Was ein Glück!
Und dann wäre da noch das erwähnte Klebeband. Töchterchen liebt es die Dinger von den Kartons zu rupfen. Nun steht in ihrem Zimmer ein eben solcher Karton mit halb abgerupften Klebeband. Während Töchterchen heute im Karton rumwühlte, stellte sie sich auf das Klebeband und als sie ihren Fuß heben wollte um irgendwo anders hinzukrabbeln, gabs einen heftigen Widerstand und das Kindlein fiel ziemlich schwungvoll auf die Nase. Autsch. Eigentlich sah das ganze gar nicht mal so schlimm aus, sie fällt ja ständig irgendwie hin, rutscht aus und stößt sich den Kopf an allem möglichen an, dieses Mal aber heulte sie heftig auf, sodass Mami erst mal zum Trösten gefordert war. Immer noch verwundert darüber, dass der kleine Sturz das Kind so aus der Bahn geworfen hatte, bemerkte ich plötzlich etwas Blut an ihren Fingerchen. Sofort Fingerchen kontrolliert, nichts. Da sie diese aber kurz zuvor in den Mund gesteckt hatte, war schnell klar, woher es kam. Das arme Kindlein hatte sich mit den unteren Zähnchen wohl die Oberlippe verletzt und die blutete nun ein wenig. Sah allerdings auch deutlich schlimmer aus, als es war. Auf Mamis Arm war sowieso schnell wieder alles gut, sodass ich ihr nicht mal etwas von meinen Mittelchen gab. Die kleine Wunde im Mund wird in paar Tagen auch schnell wieder verheilen, das Schlimmste an der Sache war vermutlich einfach nur der Schreck über den Sturz und den plötzlich aufkeimenden (bestimmt recht fiesen) Schmerz.
Was erwartet uns da morgen nur?

