Also auch hier gleich vorneweg: das ultimative beste Babyfon gibt es wohl nicht. Egal wie man es dreht und wendet, alle scheinen irgendwo einen dicken, fetten Minuspunkt zu haben. Ich werde versuchen mal grob von unseren Ergebnissen berichten, vielleicht kann der ein oder andere ja damit etwas anfangen.
Unsre erste Anlaufstelle war (wie immer) Stiftung Warentest, dicht gefolgt von den Ergebnissen von Ökotest. Als letztes Verbrauchermeinungen bei guenstiger.de und Amazon.
Nach kurzem Einlesen in die Thematik waren unsre Anforderungen an so ein Gerät klar:
- geringe Belastung durch Elektrosmog
- möglichst hohe Reichweite
- gute Qualität der Übertragung (also kein Knacken, Knistern..)
- keine Fehlalarme
- keine Beeinträchtigung der Funktionalität auf Grund eines „Frequenzgerangels“
Der erste Punkt versteht sich von selbst. Man möchte sein Kind schließlich nicht still und langsam im Schlaf vergiften. Allerdings gibts zu diesem ersten Punkt schon mal ganz gegensätzliche Meinungen. Glaubt man Stiftung Warentest (Test von 2005), dann besteht gar keine Gefahr durch Elektrosmog. Die Werte lagen weit unter den „Grenzwerten gemäß Bundes-Immisionsschutzgesetz u. TCO-03 Richtlinien an Computerarbeitsplätzen (exemplarisch gemessen). Nach derzeitiger wissenschaftlicher Kenntnis keine Gesundheitsgefahr.“ Ökotest hat allerdings mehrere (neuere?) Geräte getestet (Test von 2006), bei denen diese Normen nicht eingehalten wurden. Für alle Babyfone scheint das also nicht zu gelten. Den Trend zu strahlungsarmen Babyfonen konnte aber auch Ökotest feststellen, immerhin. Das Problem dieser beiden Testergebnisse ist, dass sie völlig unterschiedlich priorisieren. Während Ökotest Bestnoten an die strahlungsärmsten Babyfone vergibt, werden gerade diese in anderen Tests (oder auch von den Verbrauchern) zerissen, weil sie einfach ihre Aufgabe so gar nicht ausfüllen. Klar, wenn ich ein mieses Gerät ohne jegliche Sendeleistung kaufe, dann hab ich natürlich auch keinen Elektrosmog – allerdings kann ich mir in dem Fall das Geld sparen, ein funktionierendes Babyfon habe ich dann nämlich auch nicht. Es ist nicht leicht in dem Chaos das richtige Maß zu finden, finde ich.
Babyfone bestehen meist aus 2 Teilen, einem Sender und einem Empfänger. Der Sender ist mit einem Mikrofon ausgestattet und sendet Geräusche des Babys an den Empfänger, der diese dann über Lautsprecher ausgibt. Üblicherweise sind Babyfone mit einer Einschaltautomatik ausgestattet, d.h. dass die Dinger erst dann angehen, wenn wirklich Geräusche da sind. Fehlen diese Geräuschimpulse, schalten sich die Geräte automatisch ab und erst bei erneutem Geräusch wieder ein. Diese Technik macht bei Babyfonen natürlich Sinn, reduziert die Dauer der Strahlung immens und kommt nebenbei auch den Batterien zugute.
Das größte Problem der Babyfone (bezogen auf den Punkt Elektrosmog) ist definitiv die automatische Reichweitenregulierung, die man bei vielen Babyfonen nicht ausschalten kann. Hierbei werden in bestimmten Intervallen Signale (Pilotsignal) an den Empfänger gesendet, wobei kontrolliert wird ob z.B. die Eltern den Empfänger nicht aus Versehen „außer Reichweite“ getragen haben. Wäre das der Fall könnte man nicht mehr hören, ob Babylein was fehlt, da eben keine Verbindung zwischen Sender und Empänger mehr bestünde. Das allerdings heisst, dass das Gerät in Dauerbetrieb ist (und euer Baby unter Dauerelektrosmogbelastung steht), völlig unabhängig davon ob es ruhig schläft oder wirklich was zu quängeln hat. Im Prinzip macht die Funktion natürlich Sinn, aber ist es diese ständige Belastung wert? Man schleppt als Elternteil den Empfänger ja auch nicht ständig mit sich rum, sondern stellt ihn in dem Raum in dem man sich befindet irgendwo ab. Eine einmalige Kontrolle würde in dem Fall ja ausreichen, oder nicht? Nun gut. Manche Babyfone bieten das an: man kann entscheiden, ob die Reichweitenkontrolle eingeschaltet sein soll oder nicht. Wenn man also weiß, dass zwischen Kinderzimmer und Wohnzimmer die Reichweite bisher immer ausreichend war, kann man das getrost ausschalten.
Ein weiterer Punkt ist die Art der Stromversorgung. Ist der Sender nur über Netzkabel zu betreiben (und nicht über Akkus oder Batterien), so bildet sich drumherum ein Magnetfeld, welches Einfluss auf das Nervensystem eines Babys haben kann. Um den vorzubeugen reicht es allerdings in der Regel aus den Sender mindestens einen Meter vom Baby entfernt zu platzieren. (wenigstens das kann man also vermeiden..)
Fazit zum Elektrosmog:
- sollte Einschalttechnik nutzen (bei den meisten der Fall)
- Reichweitenregulierung sollte regulierbar sein
- Babyfon mindestens einen Meter weit weg positionieren
Ein zweiter großer Punkt ist die Sache mit der Frequenz. Die meisten Babyfone übertragen die Daten analog und bieten zwischen meist nicht mehr als 4 Kanäle an. Das kann bedeuten, dass sich in einem Mehrfamilienhaus die einzelnen Geräte untereinander die Frequenz „wegnehmen“ können, es könne also auch passieren, dass Sie auf die Geräusche des Nachbarbabys aufmerksam werden und nicht auf die des eigenen Sprösslings. Auch die Sprachqualität leidet bei dieser Form der Übertragung oft.
Digitale Babyfone arbeiten mit DECT-Technologie (die Technologie, die auch bei schnurlosen Telefonen verwendet wird), diese Babyfone punkten mit richtig guter Sprachqualität, kaum Fehlalarmen oder Störgeräuschen. Anders als die analogen, sind sie zudem auch abhörsicher (aber ob das so entscheidend ist..?). Diese Technologie steht allerdings im dringenden Verdacht auf Grund ihrer gepulsten Strahlung die Hirnströme im Menschen zu beeiflussen und das Krebsrisiko zu erhöhen.
Also haben wir hier die Wahl zwischen guter Sprachqualität (usw) und erhöhter Gesundheitsbelastung oder weitaus schlechterer Qualität, dafür aber auch weitaus geringere Gesundheitsbelastung. Prima.
Wir handhaben das ganze jetzt so, dass wir uns überlegen, wann wir das Babyfon den eigentlich nutzen möchten. Unsre Wohnung ist klein und ziemlich hellhörig. Für hier brauchen wir einfach kein Babyfon, ist völlig überflüssig. Zumal sie in den ersten Monaten ja sowieso im Stubenwagen schlafen wird und der steht ja nun mal in der „Stube“, ist also immer in unmittelbarer Nähe. Wir werden das Babyfon nur nutzen, wenn wir außerhalb unterwegs sind. Bei Familie, bei Freunden. Wenn Mäuschen dann pennt, die Unterhaltungen aber zu laut werden, wird sie eben kurzzeitig im andren ZImmer „geparkt“ und dann wird auch das Babyfon zum Einsatz kommen. Unsre Verwandten wohnen alle so, dass die Reichweite schon ausreichend hoch sein muss, damit auch über die Etagen der Empfang noch gut genug ist. Darüber hinaus sollte unser Babyfon defintiv mit einer Reichweiten- und Kanalkontrolle ausgestattet sein, in fremden Umgebungen muss man sich, so finden wir, auf die Funktionalität des Gerätes verlassen können. Darum tendieren wir trotz aller Elektrosmogbelastung zu einem Gerät mit Pilotsignal und zu einem auf DECT-Technik basierenden. Gut ist es natürlich nicht, aber da wir das Ding zumindest nicht jeden Tag mehrere Stunden am laufen haben, die Qualität brauchen und in unserem „Anwendungsgebiet“ keine Abstriche machen können, wird es nun mal doch so eines werden. Bevorzugt würden wir zumindest eines kaufen, bei dem sich die Reichweitenkontrolle regulieren lässt. Das minimiert den Schaden wenigstens etwas.. *seufz*
So. Wer jetzt noch wissen will, welche Modelle was anbieten, dem kann ich den Bericht von Stiftung Warentest ans Herz legen (gibt es kostenlos auf deren Homepage). Wer möchte, kann auch nach dem Ökotest-Bericht fragen. Den habe ich heruntergeladen, den kann ich also (per Mail) auch gerne weiterschicken. Ansonsten hat das Audioline Baby Care 2 zumindest von den Kundenrezensionen bei Amazon her recht gut abgeschnitten (4 1/2 Sterne bei 23 Bewertungen). Reichweitenkontrolle kann man bei dem Model aber nicht abschalten, weswegen wir uns bei dem noch nicht so sicher sind (war zuletzt unser Favorit). Den Kundenbewertungen insgesamt schenken wir nämlich gerade etwas mehr aufmerksamkeit. Bei vielen Geräten wird die Akkuleistung extrem bemängelt. Man sollte also vor allem darauf achten, dass es sich um handelsübliche Akkus handelt, sodass man die bei Bedarf günstig nachkaufen und austauschen kann. Tja.. und sonst.. sucht bei guenstiger.de, ciao.de und so Seiten, wenn euch ein Babyfon interessiert. Und wenn ihr das ultimative gute gefunden habt, dann vergesst nicht uns zu informieren
Edit: So. Wir haben nun übrigens völlig umgeschwenkt und das Reer 5005 gekauft, weil uns letztendlich die Reichweite am Wichtigsten war. Wie gesagt, wir verwenden das Babyfon etwa 2x im Jahr (wenn überhaupt). Bisher (das Kind ist nun knapp 9 Monate alt) haben wir noch nie eins gebraucht, kommendes Wochenende auf der Hochzeit wird es das erste Mal zum Einsatz kommen müssen, da sie gebettet wird und wir weiterfeiern werden ![]()
Dieses Babyfon sind eigentlich WalkieTalkies, die als Babyfon genutzt werden können. Sie haben also eine Reichweite von 5km. Dementsprechend wir die Bestrahlung ziemlich fieß sein, die von den Dingern ausgeht. Immerhin wird ein Mikrofon mitgeliefert, das einem ermöglicht, den Sender selbst noch mal 1,5m weiter vom Kind zu stellen. Einen Meter Abstand mindestens vom Sender zum Kind empfiehlt auch Stiftung Warentest immer, dabei wird die Smogbelastung schon deutlich reduziert, egal wie verseucht das Gerät ist.
Nun ja, ich bin gespannt, ob das Ding taugt. Nächste Woche kann ich berichten


Daniela sagte,
1. Juli 2008 um 11:38
Hallo ich kann jedem das Philips SCD 520 nur empfehlen!!!! Es ist einfach toll. Akkuleistung genial! Habe es mit einer Akkuladung ca. 9 Std. am Tag an! und es reicht ne Woche! Außerdem kann man mit der Elterneinheit Spieluhrenlieder abspielen lassen und wenn man hört – das man nichts mehr aus dem Kinderzimmer hört – grins. – dann kann man das mit der Elterneinheit auch wieder abstellen. Bin absolut begeistert!
Annasalsa sagte,
8. Juli 2008 um 3:23
Für welches babyfon habt ihr euch denn letztendlich entschieden? wie schaut es mit Babyfons aus, die über das Stromnetz funktionnieren? GLG Anna
Annasalsa sagte,
8. Juli 2008 um 3:28
(negativ) Ergebnis Öko-Test:
Besonders problematisch sind zwei Geräte von Hersteller Philips. Die Babyphone Philips Baby Care SKM 7488 NC und 7489 NC arbeiten wie DECT-Telefone mit gepulster elektromagnetischer Strahlung und das als Dauersender. Studien ergaben, dass gepulste Strahlung unter anderem die Hirnströme verändern und das Krebsrisiko erhöhen kann.
agichan sagte,
8. Juli 2008 um 9:49
@Annasalsa
)…
Wir haben uns immer noch nicht entschieden. *seufz* Dabei wirds langsam eng. Im September sind wir zu einer Hochzeit eingeladen und A wird dann etwas weiter in einem Hotelzimmer gebettet, was heisst, dass wir bis dato auf jeden Fall eins brauchen – hmpf. Bisher sind wir übrigens absolut prima ohne Babyphon ausgekommen.. in der eigenen Wohnung halte ich die Dinger für absolut überflüssig. Ich höre A IMMER (und wenn nicht ich, dann mein Mann
Babyfone die über das Stromnetz funktionieren? Sprich ohne Akkus oder was meinst du?
Dass diese DECT-Technik in verdacht steht die Hirnströme zu verändern und das Krebsrisiko signifikant zu erhöhen, habe ich ja geschrieben. Bin immer noch der Meinung, dass man sich beim Kauf fragen sollte, wie oft und in welchen Situationen man das Ding verwenden will. In unserem Fall ist die DECT-Technik zu verschmerzen, weil wir das Babyfon gerade mal 2x im Jahr benutzen würden (wenn überhaupt), aber eben immer irgendwo außerhalb der bekannten Räumlichkeiten. Wer es zu Hause im Dauerbetrieb nutzen will, der sollte dann vielleicht doch mehr wert auf die Bewertungen von Ökotest legen.
Tanja sagte,
14. Oktober 2008 um 10:56
Hallo,
ich habe leider nicht rausgefunden, wie ich dir persönlich eine Mail schreiben kann. Und ich bin leider etwas in Zeitnot – mein Timo ist erst 7 Wochen alt…
Kann ich auf dein Angebot zurückgreifen, dass du mir den Ökotest 2006 für die Babyfone mailst? – TWendeling@gmx.de
Ich habe das H&H 3333 und es ist nun schon das Dritte (Saturn ist wirklich sehr nett:-)), welches immer piept – allerdings bei unterschiedlichen Situationen. Bei Liedl gibt es diese Woche das Vivanco 550 Eco zu einem unschlagbaren Preis. Das soll in dem Test drin sein…
Danke im Vorraus.
Grüße
Tanja
sabrina sagte,
24. Oktober 2008 um 9:53
Wir haben das Angel Care mit Bewegungs und Atmungskontrollmatte gekauft – aus den einfachen Grund, das ich panische Angst vor den SIDS hatte/habe. Wir brauchen in unserer Wohnung einfach das Babyphone, weil ich ihn sonst nicht hören würde – der Abstand zwischen Schlafzimmer und Kinderzimmer ist einfach zu groß und durch unsere Katzen muss die Kinderzimmertür geschlossen sein. Im Großen und Ganzen bin ich sehr zufrieden mit dem Babyphone, hatte keine Fehlalarme und ist ebenfalls mit Abschaltautomatik – die Atmungskontrolle muss man mittels Sensor dann und wann nach justieren, aber kein Problem. Das einzige was nervt ist wirklich das Rauschen bzw. knacken wenn im Zimmer das leiseste Geräusch ist, aber auch das kann man sicher feinjustieren wenn man Lust hat – davon ab stehen natürlich im Empfangsbereich einige Elektronische Geräte, wie Wlan Router, die eh jedes Babyphone stören. Fazit: Ich würde dieses Babyphone jederzeit wieder kaufen allein wegen der Atmungskontrollmatte, die natürlich keine 100%ige Sicherheit gibt aber doch mehr als gar keine. Schlägt mit einem Preis von 120€ ca. natürlich auch gut zu.
kontaktlinse sagte,
18. Januar 2009 um 2:23
Wir haben uns auch für das AngelCare AC 401 entschieden und sind sehr zufrieden damit
HG sagte,
16. März 2009 um 10:56
Hallo, seit 2 Wochen und 5 Tagen bin ich stolzer, glücklicher Papa eines wundersüßen Mädchens namens Lea. Lea schläft gerade in unserem Bett ein paar Zimmer weiter und möchte unbedingt total – und wenn möglich emissionsarm – überwacht werden. Es wäre sehr lieb, wenn ich dafür den besagten Ökotest haben dürfte.
Im Voraus herzlichen Dank und liebe Grüße, HG
hgzim@arcor.de
Sandra sagte,
5. Juni 2009 um 5:17
Hallo, ich suche ebenfalls ein gutes Babyphone: sowohl fürs Baby als auch zweckrealisierend.
Ich würde mich riesig über die Zusendung des Ökotest 2009 freuen: fix0815@gmx.net
Vielen lieben Dank!
Sandra
Monika sagte,
11. Juni 2009 um 8:16
Hallo, unser altes Babyphon hat gestern den Geist aufgegeben uns suchen jetzt ein neues und emisionsarmes Babyphon.
Könntest du uns bitte auch den erwähnten Test schicken.
Danke – Monika
Andreas sagte,
17. Oktober 2009 um 6:30
Ja, wenn es ginge hätte ich auch gern den test?! Alles klingt sehr verwirrend. Man hätte ja wirklich gern beste Klangqualität, keine Fehlalarme und Strahlenfreiheit…